Eine Partei, die einst automatisch den Kanzler stellte, findet
keinen Vorsitzenden. Wer will, darf nicht. Wer darf, will nicht.
Rainer Nowak, Geschäftsführer der „Presse“ und einer der
profiliertesten Beobachter der österreichischen Innenpolitik,
nennt das, was gerade passiert, ohne Umschweife: Absurdistan.
Worum es geht:
Martin Engelberg und Rainer Nowak gehen durch die Lage der
Republik und schonen dabei niemanden.
SPÖ: Drei Chefs, ein Vizekanzler, der nicht ganz
geht, und ein Gerhard Zeiler, dem die eigene Partei die kalte
Schulter zeigt. Für Nowak ist das „schäbig“ und schädlich für die
Demokratie.
FPÖ: Ein freiheitlicher Bundeskanzler sei aus
heutiger Sicht „kaum aufzuhalten“. Zugleich hält Nowak Kickls
Regierungsfähigkeit in Umfragen für überschätzt.
ÖVP: Warum Niederösterreich zur Schicksalswahl
der Volkspartei wird. Ist Christian Stocker unterschätzt oder
eine Übergangslösung? Und warum Sebastian Kurz gegen Kickl
derzeit verlieren würde.
🩷 NEOS: Warum eine Außenministerin, die gerade
die Zeit ihres Lebens hat, keine Neuwahl will.
️ Neutralität: Nowaks neues Buch „NATO statt
Neutralität“. Österreich habe Energie aus Russland und Sicherheit
von der NATO bezogen und alle über den Tisch gezogen. Strategisch
brillant, sagt Nowak, „nur nicht redlich“.
Wirtschaft & Medien: Echte
Deindustrialisierung, eine Öffentlichkeit, die nur noch über die
Form statt über Inhalte streitet, und die Frage, warum sich kaum
noch jemand die Politik antut.
Warum dieses Gespräch relevant ist:
Hier spricht kein Parteistratege, sondern jemand, der die
Innenpolitik seit Jahrzehnten von innen beobachtet und heute ein
großes Medienhaus führt. Nowaks Befund ist unbequem für alle
Lager: für die SPÖ, die sich selbst zerlegt, für die ÖVP, die um
ihre Kernländer zittert, und für ein Land, das sich in der
Neutralität bequem eingerichtet hat.
Was sagt ihr: Ist Kickl als Kanzler wirklich kaum noch
aufzuhalten? Schreibt es in die Kommentare.
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„Engelberg – Politics & Psychoanalyse“.
Über den Gast: Rainer Nowak ist einer der
renommiertesten Journalisten Österreichs. Er war von 2012 bis
2022 Chefredakteur und von 2014 bis 2022 Herausgeber der
Tageszeitung Die Presse. Seit Juli 2025 ist er der Vorsitzende
der Geschäftsführung der österreichischen Tageszeitung Die
Presse. Kürzlich erschien sein Buch: Nato statt Neutralität.
Über Martin Engelberg:
Martin Engelberg ist Psychoanalytiker und ehemaliger
ÖVP-Nationalratsabgeordneter.
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KAPITEL:
00:00 Vorschau
00:54 Begrüßung: Rainer Nowak bei Engelberg
01:25 SPÖ-Chaos: „Richtung Absurdistan“
02:07 Regierungskrise? Babler und das „betreute Vorsitzen“
04:09 Holzleitner, Kucher: Keiner will den Vorsitz
05:19 Rendi-Wagner, Zeiler: Wer will, darf nicht
06:49 Was wird aus Gerhard Zeiler?
07:30 Nur noch Ideologen oder Millionäre in der Politik?
09:26 „Herbst der Reformen“ und echte Deindustrialisierung
10:59 Wehrdienst, Sozialhilfe: Die kleinen Reformen
13:37 Umfragetief: FPÖ-Kanzler „kaum aufzuhalten“?
15:03 Warum keiner Neuwahlen will
16:20 ÖVP und Stocker in den Umfragen
18:34 Übernimmt die FPÖ die ÖVP?
19:56 Sebastian Kurz: Comeback-Chance?
20:55 NEOS: Überleben oder Außenministerium?
23:59 Landtagswahlen: Oberösterreich, Tirol, Salzburg
29:37 Niederösterreich: Die Mutter aller Landtagswahlen
31:02 Ist die Politik heute schlechter als früher?
33:08 Social Media und Zeilers Auftritt
35:02 Medien: Form statt Inhalt
36:44 NATO statt Neutralität: Nowaks neues Buch
39:26 Friedensdividende: „Es ist nur nicht redlich“
42:12 Schnellrunde: Stocker und Marterbauer
44:53 Neuwahlen 2027 und Kurz-Comeback
46:55 Verabschiedung
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