Was unterscheidet das Gehirn von Frau und Mann? Welche Rolle
spielen Hormone bei der Entstehung von Krankheiten? Und: Worauf
schaut die Neurowissenschaft?
Die Wahrscheinlichkeit an einer bestimmten mit dem Gehirn
assoziierten Krankheit zu erkranken, ist für Männer und Frauen
teilweise ganz unterschiedlich hoch. Frauen bekommen beispielsweise
häufiger Alzheimer, Männer leiden häufiger an Parkinson. Aber
warum? Welche Rolle spielt das Geschlecht der Menschen dabei? Sind
die Gehirne von Frauen und Männern so verschieden?
Im Gespräch mit Synapsen-Host Beke Schulmann berichtet
Wissenschaftsjournalistin Sarah Emminghaus über ihre Recherche und
erzählt, dass sie währenddessen immer wieder bei einem bestimmten
Thema gelandet ist: den Hormonen, genauer gesagt dem Östrogen. Ihm
wird einerseits eine Schutz-Wirkung nachgesagt, andererseits könnte
es auch für den Ausbruch von Krankheiten verantwortlich sein.
Mit einem Forscher hat sie über die Unterschiede in weiblichen und
männlichen Gehirnen gesprochen: Welche Auswirkungen hat es, dass
das Gehirn von Frauen durchschnittlich etwas kleiner ist als das
von Männern? Und es geht um die Frage, wie man eigentlich an
bestimmten Details forschen kann, wenn es noch an
Grundlagenforschung fehlt?
HINTERGRUNDINFORMATIONEN
Nature-Artikel über Geschlecht und Neurowissenschaften: Cahill, L.
Why sex matters for neuroscience. Nat. Rev. Neurosci. 7, 477–484
(2006). https://doi.org/10.1038/nrn1909
Gehirne schwangerer Frauen: Hoekzema, E, Barba-Müller, E, Pozzobon,
C et al. Pregnancy leads to long-lasting changes in human brain
structure. Nat Neurosci 20, 287–296 (2017).
https://doi.org/10.1038/nn.4458
Gehirn-Veränderungen von Vätern: Sobral M, Pacheco F, Perry B,
Antunes J, Martins S, Guiomar R, Soares I, Sampaio A, Mesquita A
and Ganho-Ávila A. Neurobiological Correlates of Fatherhood During
the Postpartum Period: A Scoping Review. Front. Psychol. 13:745767
(2022). https://doi.org/10.3389/fpsyg.2022.745767
Gehirnalter im Zusammenhang mit dem Zeitpunkt von erstem und
letztem Zyklus: Luders, E, Sundström Poromaa, I, Barth, C, Gaser,
C. A case for estradiol: younger brains in women with earlier
menarche and later menopause. GigaScience 14, giaf060 (2025).
https://doi.org/10.1093/gigascience/giaf060
Artikel über Konferenzergebnisse zum Zusammenhang zwischen Hitze
und Alzheimer bei Frauen:
https://www.medscape.com/viewarticle/long-term-heat-exposure-linked-alzheimers-disease-biomarker-2026a1000nuw?form=fpf
Den Artikel mit allen Quellen zur Folge findet ihr auf der
Synapsenseite:
https://www.ndr.de/nachrichten/podcastsynapsen100.html
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