Als wir angefangen haben, uns zu verändern, kam der Gegenwind
nicht von irgendwem. Er kam von Menschen, die uns mögen. Damit
hatten wir beide nicht gerechnet.
In dieser Folge geht es darum, warum das so ist. Wenn eine fremde
Person etwas Mutiges macht, ist das eine Nachricht. Wenn eine
Person aus deinem Leben es macht, ist das ein Vergleich.
Plötzlich steht im Raum, dass es ja offenbar geht. Und genau
dagegen richtet sich der Widerstand, auch wenn es sich anfühlt,
als ginge er gegen dich.
Wir sprechen über die Sätze, die dann kommen. Bist du jetzt was
Besseres. Willst du jetzt berühmt werden. Wieso hast ausgerechnet
du einen Podcast. Und darüber, dass die meisten von uns dann
anfangen zu erklären. Argumente sammeln, begründen, aufzählen,
was man sich davon verspricht. Das funktioniert nur leider nicht,
weil die Frage gar keine Frage war.
Spannend wird es beim Thema Neid:
In der Forschung gibt es zwei Arten davon. Die eine zieht dich
nach oben, die andere zieht die andere Person nach unten. Von
außen sehen beide gleich aus. Und Neid entsteht am stärksten bei
Menschen, die uns ähnlich sind. Fremde vergleichen gar nicht,
deswegen kommt von dort auch nichts.
Chantal erzählt von zwei Reaktionen aus ihrem engsten Umfeld und
davon, wie unterschiedlich die ausgegangen sind. Eine hat sich
bis heute nicht geklärt. Bei der anderen hat sie sich nicht
verteidigt, sondern die Frage zurückgegeben. Was würdest du denn
gerne machen, wenn dich keiner dabei bewerten würde?
Und wir sprechen ehrlich darüber, dass wir selbst auch schon der
Gegenwind waren. Weil hinter diesem Ziehen im Bauch meistens
ziemlich klar drinsteht, was man selber gerne hätte.
**Links zur Folge**
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