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  4. Arm, aber bewaffnet – Reden, Demos & Antifa am Tag der Einheit | Von Paul Clemente
Ein Kommentar von Paul Clemente.

Tag der deutschen Einheit? War da mal was? - Ja. Aber schon 36
Jahre her. Damals wurden zwei Staaten – BRD und DDR – zu einer
neuen Bundesrepublik zusammengeheftet. Seitdem können Ostdeutsche
den freien Markt genießen: Stress, Konkurrenz und Angst vor
sozialem Absturz. Hinzu kam arrogante Belehrung durch Politik und
Publizistik. Inzwischen aber ist Deutschland so zerrissen und
gespalten, dass ein Feiertag der Einheit automatisch einen
bitteren Subtext transportiert.

Solche Themen finden selten Einzug in offizielle Festreden.
Stattdessen forderte Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in
seiner Bremer Ansprache eine Bekämpfung des „Extremismus“.
Oppositionelle mutieren dabei zu Staatsfeinden:

Schon wieder jemand, der Regierungskritik mit Ablehnung des
Staates verwechselt. Haldenwang lässt grüßen. Aber zum Glück weiß
Steinmeier:

Der SPD-Politiker ist der lebende Beweis für die Nutzlosigkeit
seines Amtes. Ähnlich wie das englische Königshaus. Die
tatsächlichen Probleme des Landes wurden zeitgleich auf den
Friedensdemos in Berlin und Stuttgart verhandelt. Am Tag der
Einheit stellte man dort die Kardinalfrage: Wird das
wiedervereinigte Deutschland ein Friedensstaat bleiben? Oder
militarisiert es sich erneut? Eine Frage, die keineswegs nur die
Außenpolitik betrifft.

Initiiert wurden beide Kundgebungen vom „Aktionsbündnis 3.
Oktober 2026“. Ein Sammelbecken verschiedener
Anti-Kriegs-Initiativen, ein überparteilicher Zusammenschluss.
Daher in großer Gefahr, in der „rechten Ecke“ zu landen. Folglich
verbittet das Aktionsbündnis sich

Auf ihren Friedens-Demos sei

Zu den Unterstützern zählt das Bündnis Sahra Wagenknecht. Das
stellte am Samstag auch eine Rednerin: Sevim Dağdelen.

Die hatte auf X gestanden:

Kaum hatte Frau Dağdelen auf dem Stuttgarter Schlossplatz ihre
Anti-Nato-Rede gestartet, ertönten Buh-Rufe aus der Menge. Dann
stürmten 15 bis 20 Vermummte zur Bühne, durchbrachen die
Security-Kette. Einer erreichte sogar das Podest. Glück für Frau
Dağdelen: Die Polizei griff sofort ein, Pfefferspray und
Schlagstöcke kamen zum Einsatz. Zwei Vermummte wurden
festgenommen. Langsam kehrte die Ruhe zurück und Frau Dağdelen
durfte fortfahren. 

„Die besinnungslose Diffamierung der Bundesrepublik – unseres
wiedervereinigten demokratischen Staates – ist eine
Propagandalüge des Extremismus“„Wir sind stärker als die
Niedertracht.“„Nationalismus, Fremdenfeindlichkeit, Rassismus,
Antisemitismus, Diskriminierung und Hetze.“„kein Platz für
Parolen oder Fahnen, die dies zum Ausdruck bringen.“„Ich freue
mich, heute in Stuttgart mit Tausenden auf der Demonstration und
Kundgebung zu sein. Die letzten Wochen zeigen: Die
Friedensbewegung ist lebendig. Zehntausende in über hundert
Städten letzte Woche gegen die Wehrpflicht. Fünfzehntausend
gestern am Brandenburger Tor gegen Krieg, Wehrpflicht und
Aufrüstung. Und in Münster haben wiederum Tausende Merz und Co.
die Inszenierung des NATO-Friedenspreises gründlich
versalzen.“...https://apolut.net/arm-aber-bewaffnet-reden-demos-antifa-am-tag-der-einheit-von-paul-clemente/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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