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  4. #4 Wir besuchen den Künstler Alfred Wolski
Alfred Wolski 

50 Jahre Bildende Kunst & 40 Jahre
Lichtkunst

Alfred Wolski, 1949 in Berlin-Wedding geboren, hat einen
ungewöhnlichen Weg zur Kunst genommen. Als junger Mann geriet er
in der DDR in Haft, unter anderem in Cottbus. 1972 wurde er von
der Bundesrepublik aus der DDR-Haft freigekauft.

Danach studiert er Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften. Bei
der Untersuchung von Stahl unter dem Mikroskop macht er eine
Erfahrung, die sein damaliges Weltbild ins Wanken bringt: In
millionenfacher Vergrößerung erscheint ihm die Materie plötzlich
wie ein Sternenhimmel. Eine Erfahrung, die für ihn zur Zäsur
wird. Er verlässt sein Studium, gründet eine Kommune und beginnt,
nach anderen Formen des Lebens und Arbeitens zu suchen.

Über diese Zeit kommt er mit dem Wiener Aktionismus um Hermann
Nitsch und später mit der Fluxus-Bewegung in Berührung. Es wird
performt, provoziert und mit gesellschaftlichen wie
künstlerischen Konventionen gebrochen. Seine Kenntnisse aus
Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften begleiten ihn weiter und
fließen später auch in seine künstlerische Arbeit ein.
Schließlich wird das Licht zu seinem zentralen Medium.

In unserem Ateliergespräch sprechen wir über Gefangenschaft und
Freiheit, Verlust und Neubeginn, Dunkelheit und Wahrnehmung, über
Kunst und Wissenschaft, Meditation und Spiritualität. Und über
besondere Begegnungen auf seinem Weg - mit Künstlern, Denkern und
Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Auch Audrey Kitagawa
kreuzt seinen Weg und verbindet seine Kunst schließlich mit einem
sozialen Projekt für Kinder in New York.

Alfred erzählt von Reisen, Erfahrungen und Zufällen, die neue
Türen geöffnet haben - und von der Fähigkeit, sich den eigenen
inneren Raum zu bewahren, selbst wenn der äußere eng wird.

Was kann Licht, was andere künstlerische Mittel nicht können?
Welche Begegnungen verändern einen Lebensweg? Und wer waren am
Ende Alfreds größte Lehrmeister?

Ein Gespräch über Kunst und Leben, Licht und Dunkelheit, äußere
Grenzen und innere Freiheit.

Brandenburger Ateliergespräche

mit Dajana Al-hafedh und Frederik Poppe
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„#4 Wir besuchen den Künstler Alfred Wolski“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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