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1 Stunde 4 Minuten
Brandenburger Ateliergespräche – #5 Zu Gast bei Corinna Braun

Von Berlin in die thüringische Rhön – ein Weg zur Holzbildhauerei.

Corinna Braun wurde 1973 in Berlin geboren. Nach ihrem Fachabitur für Raumgestaltung führte sie ihr Weg an die Schnitzschule Empfertshausen in Thüringen, wo sie ihre Ausbildung zur Holzbildhauerin absolvierte.

Später studierte sie Kunsttherapie in Baden-Württemberg. Seit 2007 arbeitet sie freiberuflich als Holzbildhauerin und Kunsttherapeutin. Neben ihrer künstlerischen Tätigkeit begleitet sie unterschiedliche Menschengruppen in kreativen und kunsttherapeutischen Prozessen, darunter Kinder sowie trauernde Menschen auf einem Friedhof in Berlin-Kreuzberg.

Ihre farbigen Holzskulpturen erzählen von Menschen, ihren Bewegungen und Beziehungen zueinander. Dabei entsteht ein Zusammenspiel zwischen künstlerischer Vorstellung und Material. Manchmal folgt das Holz einer Idee, manchmal eröffnet es ganz neue Wege.

In ihrer Figurengruppe aus der Ausstellung Observation in der Kunstremise Beelitz beschäftigt sich Corinna mit einer alltäglichen gesellschaftlichen Beobachtung: Menschen, die in ihre Smartphones vertieft sind und dabei ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen.

An einem goldenen Herbsttag haben wir Corinna an ihrem Werkplatz in Stahnsdorf besucht und mit ihr über ihren künstlerischen Werdegang, die Beziehung zum Material Holz und ihre Beobachtungen unserer Gesellschaft gesprochen.

Ein Gespräch über künstlerische Prozesse, menschliche Beziehungen und die Frage, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen.

Brandenburger Ateliergespräche mit Corinna Braun

von Dajana Al-hafedh & Frederik Poppe
1 Stunde 7 Minuten
Alfred Wolski 

50 Jahre Bildende Kunst & 40 Jahre Lichtkunst

Alfred Wolski, 1949 in Berlin-Wedding geboren, hat einen ungewöhnlichen Weg zur Kunst genommen. Als junger Mann geriet er in der DDR in Haft, unter anderem in Cottbus. 1972 wurde er von der Bundesrepublik aus der DDR-Haft freigekauft.

Danach studiert er Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften. Bei der Untersuchung von Stahl unter dem Mikroskop macht er eine Erfahrung, die sein damaliges Weltbild ins Wanken bringt: In millionenfacher Vergrößerung erscheint ihm die Materie plötzlich wie ein Sternenhimmel. Eine Erfahrung, die für ihn zur Zäsur wird. Er verlässt sein Studium, gründet eine Kommune und beginnt, nach anderen Formen des Lebens und Arbeitens zu suchen.

Über diese Zeit kommt er mit dem Wiener Aktionismus um Hermann Nitsch und später mit der Fluxus-Bewegung in Berührung. Es wird performt, provoziert und mit gesellschaftlichen wie künstlerischen Konventionen gebrochen. Seine Kenntnisse aus Maschinenbau und Werkstoffwissenschaften begleiten ihn weiter und fließen später auch in seine künstlerische Arbeit ein. Schließlich wird das Licht zu seinem zentralen Medium.

In unserem Ateliergespräch sprechen wir über Gefangenschaft und Freiheit, Verlust und Neubeginn, Dunkelheit und Wahrnehmung, über Kunst und Wissenschaft, Meditation und Spiritualität. Und über besondere Begegnungen auf seinem Weg - mit Künstlern, Denkern und Menschen aus unterschiedlichen Kulturen. Auch Audrey Kitagawa kreuzt seinen Weg und verbindet seine Kunst schließlich mit einem sozialen Projekt für Kinder in New York.

Alfred erzählt von Reisen, Erfahrungen und Zufällen, die neue Türen geöffnet haben - und von der Fähigkeit, sich den eigenen inneren Raum zu bewahren, selbst wenn der äußere eng wird.

Was kann Licht, was andere künstlerische Mittel nicht können? Welche Begegnungen verändern einen Lebensweg? Und wer waren am Ende Alfreds größte Lehrmeister?

Ein Gespräch über Kunst und Leben, Licht und Dunkelheit, äußere Grenzen und innere Freiheit.

Brandenburger Ateliergespräche

mit Dajana Al-hafedh und Frederik Poppe
50 Minuten
In dieser Folge sind wir zu Gast bei der Künstlerin Ingeborg Lockemann in ihrem Atelier in Borkheide.

Ingeborg Lockemann, geboren 1962 in Jena, lebt und arbeitet in Berlin und Borkheide.

Nach einem Studium der Theologie studierte sie Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee sowie an der Akademie der bildenden Künste in Wien.

Ihre ortsbezogenen Arbeiten entstehen aus genauer Beobachtung, Recherche und unmittelbarer Auseinandersetzung mit Landschaften, ihren Geschichten und den Spuren, die Menschen in ihnen hinterlassen. Dabei geht es weniger um das Abbilden eines Ortes als um das Sichtbarmachen seiner vielschichtigen Zusammenhänge.

Wir sprechen über Landschaften als Denk-und Erfahrungsräume, über genaues Hinsehen und darüber, wie Orte auf neue Weise befragt werden können. Außerdem geht es um ihre

Arbeitsweise, das Sammeln und Kartieren, um künstlerische Prozesse, die Freiheit der Kunst - und um ihre langjährige Zusammenarbeit mit der Künstlerin Elke Mohr, mit der sie vertraute Orte in einen überraschenden Dialog mit Werken der Kunstgeschichte setzt.

Ein Gespräch über Wahrnehmung, Neugier und die Frage, was ein Ort erzählt, wenn wir bereit sind genauer hinzuhören.
41 Minuten
Manche Menschen gehen nicht einfach durchs Leben.

Sie lauschen ihm.

Und lassen sich überraschen.

Karolin Wurlitzer ist so ein Mensch.

Unser Gespräch findet heute in Tremsdorf bei Nuthetal statt. Ursprünglich kommt sie aus Rudolstadt, jener Stadt, in der sich Goethe und Schiller zum ersten Mal begegneten. Vielleicht trägt sie etwas von dieser poetischen Landschaft in sich.

Karolin Wurlitzer ist Sozialpädagogin, Kunsttherapeutin, Projektleiterin des Living Museum Potsdam – und eine vielseitige Künstlerin!

Musik, Poesie, Theater, Farben und Begegnungen verweben sich in ihrer Arbeit auf ganz eigene Weise.

Naturverbunden aufgewachsen, mit offenen Augen für das Kleine, das Leise und das Magische.

Die Arbeit mit dem Ei, mit Farben und Poesie gehört zu ihrer künstlerischen Sprache.

Immer wieder die Frage:

Was entsteht daraus?

Was gibt es denn alles?

Sie spielte Hang auf Straßen und Plätzen, lernte Improvisationstheater und beschäftigt sich heute auch mit therapeutischem Zaubern – einer besonderen Verbindung von Staunen, Begegnung und Heilung.

Und einst stellte sie in einer Dorfkneipe eine der größten Fragen überhaupt:

„Was ist eigentlich der Sinn des Lebens?“

Vielleicht geht es genau darum:

offen zu bleiben.

Staunen zu können.

Und sich vom Leben überraschen zu lassen.

Wir freuen uns sehr auf dieses Gespräch mit Karolin Wurlitzer!

Dajana Al-hafedh & Frederik Poppe
40 Minuten
José Nuevo, geboren 1955 in Spanien, lebt und arbeitet seit vielen Jahren in Brandenburg. Zur Kunst fand er früh -durch eine Kunstprofessorin in seiner Familie, die ihm erste Farben schenkte. Den Geruch von Terpentin verbindet er bis heut mit ihrer Malerei. Sein künstlerisches Schaffen bewegt sich zwischen Skulptur, Malerei und Materialarbeit.

Holz, Stein oder Metall- seine Steine sucht er nicht -sie finden ihn.

Seine Arbeiten prägen den öffentlichen Raum rund um Beelitz.

Im Gespräch entstehen dabei überraschende Bilder; Fliegende Steine, schwingende Metallbänder oder ein irritierendes “Achtung-Wal”Schild.

Viel Spaß beim zuhören!

José Nuevo nimmt teil an den “Offene Ateliers Brandenburg” am 2. Und 3.Mai 2026
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Über diesen Podcast

Wir besuchen Künstlerinnen und Künstler in ihren Ateliers und sprechen mit ihnen über ihre Arbeit, ihre Wege und die Geschichten hinter dem Sichtbaren. Uns interessiert, wie Kunst in einer Region lebt, wie Orte auf Menschen wirken und was entsteht, wenn wir uns Zeit nehmen, genauer hinzuhören. Viel Spaß beim zuhören!
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„Brandenburger Ateliergespräche“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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