Sonntagsblues, Sunday Scaries, Sonntagsneurose — das Gefühl hat
viele Namen und kaum jemand eine Erklärung. Man hat frei und
fühlt sich schlecht. Es kommt nicht am Samstagabend, obwohl da
schon die Hälfte weg ist. Es kommt am Sonntagnachmittag, und am
Montag um neun ist es verschwunden.
Diese Folge geht dem nach. Warum ein Freitagabend, an dem nichts
passiert, besser ist als ein Sonntagvormittag mit zwölf freien
Stunden. Warum am Sonntagnachmittag niemand mehr etwas Größeres
anfängt. Und warum der Blues bei denen am tiefsten sitzt, denen
der Montag am wenigsten Angst macht.
Das Meditations-Abo
Zu diesem Podcast gibt es ein zweites Format: ein Meditations-Abo
über Spotify. Über dreißig geführte Meditationen sind
zusammengekommen, jeden Mittwoch kommt eine dazu. Sie greifen
auf, woran die Folge vom Sonntag gearbeitet hat.
Sie beginnen wie eine Achtsamkeitsübung und werden dann zu dem,
was die Stoiker Prosochê nannten: Aufmerksamkeit auf das, was
gerade in einem vorgeht. Keine Klangschalen, keine
Fantasiereisen, keine Sätze zum Nachsprechen.
Diese Woche geht es um das Warten. Vier Euro neunundneunzig im
Monat, jederzeit kündbar: Zum Meditations-Abo
Mehr von stoic mind
Website — Audio-Masterclass „Mehr bei dir" — Einzelcoaching
Studien und Quellen
Ryan, Bernstein & Brown (2010): Weekends, work, and
well-being
Maennig, Steenbeck & Wilhelm (2014): Rhythms and cycles in
happiness
Chandola, Ling & Rouxel (2025): Anxious Mondays and HPA-axis
dysregulation
Kurtz (2008): Looking to the future to appreciate the present
Masicampo & Baumeister (2011): Consider it done!
Tonietto & Malkoc (2016): Scheduling leisure
Wittmann, Dinich, Merrow & Roenneberg (2006): Social jetlag
Metaanalyse zum Wochentagseffekt (221 Stichproben)
Martinez & Cortina (2024): Leisure time and parenting in
Europe
Dazu: Ferenczi, Sonntagsneurosen (1919). Abraham, Zur
Charakterbildung auf der genitalen Entwicklungsstufe (1925).
Frankl, Das Leiden am sinnlosen Leben. Seneca, De brevitate
vitae, Kap. 9. Marc Aurel, Selbstbetrachtungen, Buch 2.
Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von Constanze
Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche Urheber- und
Verwertungsrechte an Text, Komposition und Produktion liegen
ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die Produktion erfolgte
unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
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