Du drehst das Telefon um, statt es auszuschalten. Ein kleiner
Unterschied, und er sagt mehr, als dir lieb ist. Diese Folge
handelt von einem Reflex, den fast alle für eine Tugend halten:
immer erreichbar zu sein, immer einzuspringen, die Person zu
sein, ohne die es nicht geht. Und von der unbequemen Frage, ob
diese ständige Bereitschaft wirklich den anderen dient — oder
zuerst uns selbst.
Es geht um die feine Grenze zwischen echter Zuwendung und dem
Bedürfnis, gebraucht zu werden. Um einen Test, der unbestechlich
ist: nicht, ob du rangehst, sondern was in dir passiert, wenn du
es einmal lässt. Und um eine Umwertung, die zweieinhalbtausend
Jahre alt ist und trotzdem gegen alles läuft, wofür wir heute
gelobt werden — die Einsicht, dass die höchste Form, für andere
da zu sein, darin besteht, sich mit der Zeit überflüssig zu
machen.
Eine Folge über Erreichbarkeit, über die stille Last derer, an
denen viele hängen, und über die Frage, ob du es ertragen
könntest, entbehrlich zu sein.
In dieser Folge: Warum ständige Erreichbarkeit als Stärke
gilt und oft etwas anderes verbirgt. Was die Erleichterung
bedeutet, wenn du nachsiehst und nichts ist. Die „offene Tür",
die Menschen abhängig statt selbstständig macht. Was die Stoiker
über den Wert wussten, den wir an das Gebrauchtwerden hängen. Und
ein Satz aus dem alten China, der beschreibt, wie die beste Art
zu wirken aussieht: so, dass am Ende niemand dich dafür braucht.
Wenn dich das Thema Abgrenzung tiefer beschäftigt — das ständige
Verfügbarsein, das Schwer-nein-sagen-Können, das Gefühl, für alle
zuständig zu sein — dann ist die Audio-Masterclass „Mehr bei
dir. Stoische Abgrenzung und innere Freiheit" der nächste
Schritt. Kein Ratgeber, sondern eine Übung darin, wieder mehr bei
dir selbst zu bleiben: https://www.stoicmind.at/audiomasterclass
Wer regelmäßig zur Ruhe kommen möchte, findet jeden Mittwoch eine
neue geführte Meditation im Meditations-Abo:
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Und wenn du an diesen Fragen nicht allein, sondern in Begleitung
arbeiten willst, findest du hier alles zum Einzel-Coaching:
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Die Signation wurde von Fabien Tell komponiert und von
Constanze Weltmann eingesprochen. Closing-Song: Sämtliche
Urheber- und Verwertungsrechte an Text, Komposition und
Produktion liegen ausschließlich bei Dietmar Gumprecht. Die
Produktion erfolgte unter Einsatz KI-gestützter Werkzeuge.
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