Sind Symptome ein Schutzmechanismus, oder der Versuch unseres
Systems, etwas zu vollenden?
Auf den ersten Blick scheint sich das zu widersprechen. Denn wenn
Schmerz, Erschöpfung oder andere chronische Symptome
Gefahrensignale unseres Gehirns und Nervensystems sind, wie
können sie dann gleichzeitig Teil eines Prozesses sein, durch den
unser System wieder in Balance kommen möchte?
In dieser Folge verbinde ich genau diese beiden Perspektiven.
Wir sprechen über Predictive Processing, allostatische Last und
darüber, warum Erfahrungen, Emotionen oder Fight-/Flight-Impulse,
die früher keinen sicheren Raum hatten, auch heute noch eine
Rolle spielen können.
Dafür nehme ich dich mit in eine meiner zentralen Metaphern: den
Raum und die Tür.
Was landet im Laufe unseres Lebens in diesem Raum? Warum musste
die Tür irgendwann geschlossen werden? Was passiert, wenn sie
sich Jahre oder Jahrzehnte später wieder öffnet? Und warum kann
genau dann unser altes Schutzsystem Alarm schlagen?
Du erfährst außerdem, welche Rolle unsere 7 Fs – Fixing,
Fighting, Fear, Frustration, Figure it out & Co., dabei
spielen und warum der Versuch, Symptome unbedingt loswerden zu
wollen, dem Nervensystem möglicherweise genau die Botschaft
vermittelt, die wir eigentlich verändern wollen:
„Das hier ist gefährlich.“
Und schließlich geht es um einen der wichtigsten Aspekte meiner
Arbeit: ERLAUBEN.
Nicht kämpfen. Nicht ständig reparieren. Nicht alles verstehen
müssen. Sondern unserem System im Hier und Jetzt eine neue
Erfahrung ermöglichen.
Vielleicht besteht Heilung nicht darin, den Raum in dir
irgendwann vollständig leer zu bekommen.
Vielleicht besteht sie darin, keine Angst mehr davor haben zu
müssen, dass seine Tür aufgeht.
Eine Folge über Symptome, Schutz, Vollendung und darüber, warum
dein Körper vielleicht sehr viel mehr Sinn ergibt, als du bisher
dachtest.
Dein Timo
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