Ein Verein mit 2.500 Mitgliedern, 83 Clubs und zwei Millionen
Euro Spendenvolumen wird in Österreich von einem einzigen
Menschen im Marketing betreut. Möglich macht das eine Kette aus
Automatisierungen, die aus einem eingereichten Clubartikel binnen
Minuten fertigen Text, Bilder für drei Plattformen und ein
geplantes Posting macht. Sepp Schachermayr zeigt, wie er das
aufgebaut hat und wo er bewusst analog bleibt.
Mind/Machine ist der Podcast über künstliche Intelligenz und
Menschen. Manuela Machner ist KI-Beraterin, Keynote-Speakerin und
Trainerin aus Leoben, spezialisiert auf KI-Sichtbarkeit und
KI-Einsatz im Tourismus und in kleinen Unternehmen, www.kinet.ai.
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe und schaut auf den
menschlichen Faktor hinter der Technologie.
Was dich in dieser Folge erwartet:
Jahrelang hat Sepp Spendenschecks und Werbefolder für jeden Club
händisch in InDesign aufbereitet. Heute füllt ein Mitglied ein
Formular auf der Vereinshomepage aus und bekommt den fertigen
Scheck als PDF, ohne dass jemand eingreift. Genau solche kleinen,
oft wiederholten Handgriffe sind der richtige Einstiegspunkt.
Der Werkzeugkasten eines Ein-Personen-Marketings
ChatGPT für die Texte, Make für die Abläufe, Airtable als
Datenbank, Placid für die Bildvorlagen, Claude für die
Fehlersuche. Sepp erklärt, wie er ohne Programmierkenntnisse zum
laufenden System gekommen ist. Sein Trick bei Fehlermeldungen:
Screenshot in die KI und fragen, wo der Fehler liegt.
Ein eingereichter Artikel, sieben Ergebnisse
Ein Club schickt Text und Foto. Daraus entstehen automatisch
korrigierter Text, Überschrift, Bilder für Facebook, Instagram
und LinkedIn, ein Homepage-Eintrag und bei Videos ein
YouTube-Upload. Dazu sammelt ein Google Alert Presseartikel ein
und veröffentlicht sie ebenfalls automatisch, über 500 Stück in
zwei Jahren.
Kanalwahl nach Zielgruppe statt nach Trend
Die Hauptzielgruppe ist zwischen 40 und 100 Jahre alt, also liegt
der Schwerpunkt bewusst auf Facebook. LinkedIn läuft mit,
Instagram für die Jüngeren, TikTok ist das nächste Ziel. Vier
definierte Personas sorgen dafür, dass die Texte je Kanal anders
klingen.
Was die Automatisierung messbar gebracht hat
Statt 150 neuer Follower in sechs Monaten kamen 300 in drei
Monaten, allein durch Regelmäßigkeit. Mit Werbebudget erreichen
einzelne Beiträge 10.000 bis 15.000 Menschen. Mehr Bekanntheit
bedeutet mehr Spenden. Sepps persönliche Bilanz: statt 200
Stunden im Monat noch 100.
Wo der Mensch bewusst bleibt
Trotz tausend vorgeplanter Postings zeigt die Serie "Menschen
hinter Kiwanis" echte Fotos echter Mitglieder. Die unter
40-Jährigen bekommen demnächst einen Brief auf Papier, weil der
auffällt.
Häufig gestellte Fragen:
Lohnt sich KI für einen kleinen Verein
überhaupt?
Ja, und der Einstieg ist kleiner als gedacht. Schon ein guter
Prompt für Korrektur und Umformulierung von Vereinstexten spart
pro Artikel spürbar Zeit, ganz ohne Automatisierungstool.
Welche Tools braucht man für den Anfang?
Für den Start reicht ein kostenloses Sprachmodell wie Claude oder
ChatGPT. Make und Airtable kommen erst dazu, wenn ein Ablauf sich
regelmäßig wiederholt.
Verliert ein Verein durch KI seine
Authentizität?
Nur, wenn man alles der Maschine überlässt. Echte Fotos, echte
Namen und eine menschliche Kontrolle vor der Veröffentlichung
halten die Nähe, die einen Verein ausmacht.
Erwähnte Links:
https://www.kiwanis.at
https://www.kinet.ai - Manuela Machner
https://www.brandkarma.at - Eliot Mannoia
https://www.mind-machine.at
Mehr zu der aktuellen Folge und Zusatzmaterial.
Über die Hosts:
Manuela Machner ist Gründerin von KiNET.ai. Sie Ist ist die
Expertin für KI & Tourismus und schult Tourismusbetriebe und
Destinationen zu KI-Sichtbarkeit und hält jedes Jahr rund 150
Workshops und Vorträge im deutschsprachigen Raum.
Eliot Mannoia ist digitaler Psychologe. Er bringt in jede Folge
die Frage ein, was eine Neuerung mit den Menschen macht, die sie
nutzen.
Alle Folgen und Show Notes auf www.mind-machine.at.
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