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  4. Stefanie Peters: Wie NEUMAN & ESSER Zukunft gestaltet
In der neuen Folge von Pioniere wie wir spricht Fabian Kienbaum mit
Stefanie Peters, Geschäftsführende Gesellschafterin der NEUMAN
& ESSER GROUP. Gemeinsam mit ihrem Bruder Alexander führt sie
das Familienunternehmen in vierter Generation. Die Geschichte von
NEUMAN & ESSER reicht bis ins Jahr 1830 zurück. Heute
entwickelt die Unternehmensgruppe unter anderem Kompressor- und
Anlagenlösungen für die Energie- und Prozessindustrie und hat ihr
Geschäft in den vergangenen Jahren deutlich in Richtung Wasserstoff
erweitert. Stefanie Peters schlug zunächst einen anderen Weg ein.
Nach ihrem Studium ging sie nach England und arbeitete dort als
Dressur-Reitlehrerin. 2003 wechselte sie schließlich zu NEUMAN
& ESSER und begann dort als Assistentin ihres Vaters. Mit
eigenen Verantwortungsbereichen wuchs sie Schritt für Schritt in
das Unternehmen hinein und übernahm später gemeinsam mit ihrem
Bruder die Geschäftsführung. In dieser Zeit begann sich auch NEUMAN
& ESSER stark zu verändern. Ein Wendepunkt war für die Familie
die Frage, wie NEUMAN & ESSER in 20 oder 30 Jahren aussehen
soll. Das Pariser Klimaabkommen 2015 verstärkte diese Diskussion.
Ein Unternehmen, dessen Geschäft über Jahrzehnte eng mit der Öl-
und Gasindustrie verbunden war, begann sein Portfolio systematisch
weiterzuentwickeln. Heute arbeitet NEUMAN & ESSER entlang der
Wasserstoff-Wertschöpfungskette, von der Erzeugung über Verdichtung
und Transport bis zu konkreten Anwendungen. Im Gespräch geht es
deshalb auch um die politische Realität der Energiewende. Stefanie
Peters, die dem Nationalen Wasserstoffrat angehörte, spricht über
komplizierte Fördermechanismen, fehlende Planungssicherheit und die
Frage, warum technologische Lösungen allein noch keinen
funktionierenden Markt schaffen. Ihre Forderung: Energiepolitik
müsse stärker als Gesamtsystem gedacht werden, statt einzelne
Technologien gegeneinander auszuspielen. Dabei geht es schnell um
eine noch größere Frage: Welche Zukunft hat der Produktionsstandort
Deutschland? Stefanie Peters beobachtet mit Sorge, wie wichtige
Vorprodukte und industrielle Wertschöpfung das Land verlassen.
Gleichzeitig hält sie daran fest, dass komplexe Maschinen und
Anlagen weiterhin wettbewerbsfähig in Deutschland hergestellt
werden können. Dafür brauche es aus ihrer Sicht einen
realistischeren Blick auf internationalen Wettbewerb und darauf,
wie andere Länder ihre eigene Industrie schützen. Auch intern
verlangt diese Situation Führung. Bei NEUMAN & ESSER setzt man
auf Vertrauen, persönliche Verantwortung und die Möglichkeit,
eigene Ideen einzubringen. Gerade wenn Wachstumspläne nicht
aufgehen oder schwierige Entscheidungen getroffen werden müssen,
zählt für Stefanie Peters vor allem Glaubwürdigkeit. Über die
Anforderungen an Führung in Veränderungsprozessen sprach Stefanie
Peters auch bei der Kienbaum Convention am 1. Juli 2026. Im
Future-Panel diskutierte sie gemeinsam mit Iris Prüfer von
MediaMarktSaturn Retail Group und Dagmar Reinhold von der
Klosterfrau Gruppe, was technologische und organisationale
Transformation von Führungskräften verlangt. Eine weitere Konstante
in ihrem Leben ist der Reitsport. Stefanie Peters ist Präsidentin
des Aachen-Laurensberger Rennvereins. Das Podcastgespräch wurde
noch vor den FEI World Championships im August 2026 in Aachen
aufgezeichnet, die der ALRV unter ihrer Präsidentschaft
ausrichtete. Aus dem Umgang mit Pferden nimmt sie vor allem zwei
Dinge mit: Demut und Durchhaltevermögen. Eine Folge über die
Verantwortung einer Unternehmerfamilie, industrielle
Transformation, die Zukunft der deutschen Wirtschaft und darüber,
warum langfristiges Denken manchmal bedeutet, ein Geschäft zu
verändern, bevor man dazu gezwungen wird.
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„Stefanie Peters: Wie NEUMAN & ESSER Zukunft gestaltet“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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