**22 Jahre Bilanzbuchhaltung - und dann ein Unternehmen rund um
Familienernährung?** Jeannette Albrechts Weg in die
Selbstständigkeit war alles andere als geradlinig. Im Gegenteil:
Früher war sie fest davon überzeugt, sich niemals selbstständig zu
machen. Sie hatte als Kind erlebt, wie viel Zeit und Energie das
Unternehmen ihrer Eltern beanspruchte - und wollte genau das später
ihrer eigenen Familie nicht zumuten. Doch dann kamen Erfahrungen,
die ihren Blick auf Arbeit und Leben Stück für Stück veränderten.
Eine Sorbitolunverträglichkeit zwang Jeannette dazu, sich intensiv
mit ihrer eigenen Ernährung auseinanderzusetzen. Eine achtmonatige
Weltreise zeigte ihr, dass es auch ein Leben jenseits des gewohnten
Arbeitsalltags gibt. Nach ihrer Rückkehr ging sie trotzdem zunächst
wieder in ihren alten Beruf zurück. Es folgten die Geburt ihrer
beiden Kinder, weitere Reisen, Ausbildungen und schließlich die
immer drängendere Frage: **Was möchte ich eigentlich wirklich mit
meiner Arbeit bewirken?** Der Schritt in die Selbstständigkeit kam
trotzdem nicht über Nacht. Erst 2021 startete Jeannette
nebenberuflich. Ende 2023 führte eine persönliche Krise schließlich
zu einer Entscheidung, die sie lange vor sich hergeschoben hatte:
Nach 22 Jahren in der Bilanzbuchhaltung kündigte sie und ging mit
ihrer Selbstständigkeit all in. Heute hat sie mit der
„Küchenfamilie“ ihr eigenes Unternehmen aufgebaut und beschäftigt
sich mit Familienernährung und Ernährungsbildung. Im Gespräch
erzählt sie aber auch offen über die unternehmerische Seite: über
erste Kunden, Selbstzweifel, Produkte, die sich verkaufen müssen,
schlecht bezahlte Aufträge, aus denen später wertvolle
Kooperationen entstanden sind, und darüber, warum Social Media für
sie aktuell nicht der richtige Weg ist. Und es geht um eine Frage,
die Jeannette schon seit ihrer Kindheit begleitet: **Wie
erfolgreich möchte ich eigentlich sein, wenn der Preis dafür zu
wenig Zeit für meine Familie ist?** Eine VGSD Story über berufliche
Umwege, Gesundheit, eine Weltreise, persönliche Krisen, den Mut zur
Veränderung - und darüber, warum der rote Faden im eigenen Leben
manchmal erst sichtbar wird, wenn man schon viele Jahre unterwegs
ist.
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