Fabian Rashagais (Podcast „Musste durch“) Geschichte ist heftig.
Seine Eltern sind in einem Abstand von nur einem halben Jahr
gestorben und er hat sie vor ihrem Tod gepflegt. Rosi spricht mit
ihm darüber wie er damit umgeht und wie Männer trauern. Welche
Erwartungshaltungen gibt es an sie und wie gehen sie mit Gefühlen
um? Fabi hat festgestellt, dass er sich sehr von anderen abkapselt
und wenn er über seine Geschichte redet, dann so, als wäre das
jemand anderem passiert. Er hat auch das Gefühl, dass er im Alltag
nicht wirklich getrauert hat, eher bei Meilensteinen in seinem
Leben, bei denen seine Eltern nicht mehr dabei sein können. Viele
Männer wachsen damit auf, dass Weinen als unmännlich gilt. Und
tatsächlich ist es so, dass Wut ein Gefühl ist, das bei Männern
gesellschaftlich mehr anerkannt ist als Traurigkeit. Männer
tendieren dazu funktionaler, aber auch humorvoller als Frauen zu
trauern. Rosi hat den Eindruck, dass Männer öfter versuchen eine
Lösung für dich zu finden, statt einfach da zu sein und zuzuhören.
Und Fabi hat die Erfahrung gemacht, dass er, wenn er merkt, dass es
einem Kumpel nicht gut geht, den besten Zugang findet, wenn er
erstmal erzählt, was ihn selbst bedrückt – dann fängt auch der
Kumpel an sich zu öffnen. Fabi hing nach dem Tod seiner Eltern ohne
Aufgabe zuhause rum – „Ich war ein missionsloser Rentner“. Sein
Tipp: Habt eine Routine, arbeitet und sucht euch therapeutische
Hilfe. Männer neigen stark dazu auf Gefühle von Hilflosigkeit mit
Kontrolle und „Funktionieren“ zu reagieren. (03:15) Fabis
Geschichte (16:40) Fabis Trauer (19:10) Wie verarbeiten Männer
Trauer? (24:11) Erfolge anerkennen (30:50) Therapie (38:17) Bergauf
Unser Podcasttipp aus der Folge: Rotlichttherapie
https://www.ardsounds.de/sendung/rotlichttherapie/urn:ard:show:be63a113b5508230/
Und in dieser Folge von „Musste durch“ erzählt Fabi seine
Geschichte ausführlicher
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:2179c73e11d635b2/
„Tod und Jetzt?“ gibt es in ARD Sounds und mit Video auf Youtube
bei SWR Deeptalk. Ein ARD Podcast vom SWR. Schreibt uns an
todundjetzt@swr.de Über Tod, Trauer und Verlust zu sprechen ist
schwer – aber ihr müsst das nicht allein tun. Die TelefonSeelsorge
ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym für euch da: telefonisch
unter 0800-1110111, oder wenn Anrufen gerade schwerfällt, auch per
Chat oder E-Mail über online.telefonseelsorge.de Credits:
Moderation und Redaktion Shannon Gäde, Giuseppa Spatola, Julian
Rosenberger CvD: Henriette Schreurs, Annika Bingger Kamera und
Schnitt: Lars Dahmen Sound und Grafik: Gaston Weber, Christian
Borowksi Aufnahmeleitung: Natascha Schultheiß
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