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  4. Tracken des Nutzungsverhalten
In dieser Folge sprechen Dominique und Oliver über das Tracken von
Nutzungsverhalten. Dabei geht es darum, warum Produktdaten oft
ehrlicher sind als das, was Menschen in Interviews erzählen. Wer
Nutzende befragt, bekommt wertvolle Eindrücke, aber auch gefärbte
Antworten, denn kaum jemand zeigt sich gerne von einer schwachen
Seite. Das Tracken von Nutzungsverhalten liefert die quantitative
Ergänzung und zeigt, was im Produkt tatsächlich passiert. Diese
Lücke begegnet Produktteams ständig, gerade beim Prüfen von
Hypothesen aus der Product Discovery. Nicht jede Funktion braucht
die gleiche Tiefe an Beobachtung. Bevor Teams Events, Klicks oder
Feldänderungen erfassen, sollten sie klären, welche Entscheidung
die Daten unterstützen sollen. Eine Terminverwaltung kann etwa
festhalten, wie oft Termine angelegt, verschoben oder abgesagt
werden, ohne jede einzelne Eingabe zu protokollieren. Tracking
funktioniert am besten, wenn zuerst der gewünschte Outcome
feststeht und daraus passende Kennzahlen abgeleitet werden.
Verbindet man einzelne Ereignisse über eine Sitzung hinweg, werden
Nutzungswege sichtbar. So lässt sich erkennen, wo Menschen
aussteigen oder welche Muster sich wiederholen. Im Onlinehandel
zeigt ein Funnel beispielsweise, an welchem Schritt des
Bestellprozesses Kundschaft abspringt. Auch Kohorten helfen als
Unterteilung, um so beispielsweise Unterschiede zwischen neuen und
langjährigen Nutzenden zu verstehen. Natürlich gibt es einige
Herausforderung beim Tracken: Problematisch wird es, wenn Teams
zunächst möglichst viele Daten sammeln und erst danach nach
passenden Fragen suchen. Ebenso riskant ist es, Daten nur zur
Bestätigung bereits getroffener Entscheidungen auszuwählen. Beides
erzeugt Kennzahlen, aber kaum belastbare Erkenntnisse. Auch
intensive Nutzung bedeutet nicht automatisch Mehrwert. Sie kann
ebenso auf umständliche Bedienung hinweisen. Korrelationen erklären
zudem keine Ursachen, und aggregierte Kennzahlen können
Unterschiede zwischen Nutzergruppen verdecken. Daten müssen deshalb
immer im jeweiligen Kontext interpretiert werden, etwa unter
Berücksichtigung saisonaler oder externer Effekte. Entscheidend ist
am Ende, ob Tracking tatsächlich Entscheidungen verändert. Werden
Daten regelmäßig erhoben, aber nie genutzt, lohnt sich der Aufwand
kaum. Dominique und Oliver zeigen anhand vieler Beispiele, dass
gute Produktentscheidungen meist aus der Kombination qualitativer
und quantitativer Erkenntnisse entstehen. Gezielt eingesetztes
Nutzungstracking unterstützt damit eine evidenzbasiertere
Produktarbeit. Mehr unter:
https://produktwerker.de/tracken-von-nutzungsverhalten/
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„Tracken des Nutzungsverhalten“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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