Asaph betet in Psalm 83 um Gottes Eingreifen gegen die
Feindkoalition, die Israel auslöschen will – ein Vorbild für
unser Gebet für die verfolgte Gemeinde und ihre Verfolger.
#### Details
Weltweit sind über 388 Millionen Christen intensiver Verfolgung
ausgesetzt. Hebräer 13,3 ruft dazu auf, an die Gefangenen zu
denken, als wäre man ihr Mitgefangener. Genau diese Haltung zeigt
Asaph: Als zehn Völker einen Bund schließen, um Israel als Nation
auszulöschen, bleibt er nicht neutral, sondern ruft: „Gott,
schweige nicht." Er klagt nicht gegen Gott und flucht nicht
selbst, sondern legt die Sache demütig in Gottes Hand – denn
solange Gott schweigt, sind die Feinde stärker; sobald er
hervortritt, werden sie zerstreut.
Bemerkenswert ist die Wortwahl: „deine Feinde", „deine Hasser".
Wer Gottes Volk anfeindet, feindet Gott selbst an – wie Jesus zu
Saulus sagt: „Warum verfolgst du mich?" Neutralität gibt es
nicht. Und Gottes Volk wird „deine Geborgenen", seine Schützlinge
genannt: Gott hat sich verpflichtet, Schutz und Zuflucht zu
geben. Hinter dem Toben der Nationen steht letztlich ein
geistlicher Kampf – Satans jahrhundertelanger Versuch, den Samen
der Frau zu verhindern, sichtbar bei Haman und Herodes. Doch
nicht einmal die Pforten der Hölle werden die Gemeinde
überwältigen.
Asaph nennt die Feinde konkret bei Namen – auffällig, dass über
die Hälfte mit Israel verwandt ist. Politisch zerstritten,
verbünden sie sich doch, wenn es gegen Gottes Volk geht. Sein
Gebet um Gericht schöpft aus dem Buch der Richter: Midian,
Sisera, Jabin, Oreb und Seeb – Gott hat damals gerettet, er kann
es wieder. Wer die Schrift kennt, betet freimütiger.
Entscheidend ist das Ziel: „Fülle ihr Angesicht mit Schande,
damit sie deinen Namen suchen." Asaph will nicht die Vernichtung
der Völker, sondern ihre Umkehr, damit sie erkennen, dass der
Herr der Höchste über die ganze Erde ist. Vier Schritte bleiben:
sich von der Not der verfolgten Gemeinde bewegen lassen; die
Feinde namentlich vor Gott bringen; die Gebete von Gottes
Rettungstaten in der Schrift formen lassen; und sie stets auf die
Ehre seines Namens ausrichten.
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