Trauma ist nicht das Ereignis. Trauma ist das, was in uns
zurückbleibt.
Auch Wochen nach dem Anschlag auf den Berliner CSD im Juli 26
reagieren viele Menschen noch immer auf Sirenen, Polizeiautos,
Menschenmengen oder Hubschrauber. Andere fühlen scheinbar gar
nichts. Wieder andere kämpfen mit Magen-Darm-Beschwerden,
Zittern, Schlafproblemen oder dem Gefühl, ständig angespannt zu
sein.
Was ist dabei eigentlich noch eine übliche Reaktion? Wann
sprechen wir von einem Schocktrauma? Und warum reagiert unser
Körper oft schneller als unser Verstand?
In dieser Sonderfolge von Apropos Beziehung spreche ich mit der
Traumatherapeutin und Autorin Dami Charf darüber, wie
Schocktrauma entsteht, warum jede Person anders reagiert und was
unserem Nervensystem helfen kann, wieder Sicherheit zu finden.
Wir sprechen über Trigger, körperliche Traumareaktionen,
Gefühllosigkeit als Schutzmechanismus, Schuldgefühle,
Gemeinschaft als Heilungsfaktor und darüber, warum wir
Traumatisierte nicht "reparieren" müssen, sondern vor allem
präsent bleiben sollten.
Eine Folge für alle, die den Anschlag selbst erlebt haben,
Angehörige begleiten oder besser verstehen möchten, was Wochen
später noch in uns nachwirken kann.
Triggerwarnung: In dieser Folge sprechen wir
über den Anschlag auf den Berliner CSD, Schocktrauma,
Traumareaktionen, Tod, Verletzungen und körperliche wie
psychische Folgen eines belastenden Ereignisses. Bitte achte gut
auf Dich und höre die Folge nur, wenn es sich für Dich gerade
richtig anfühlt.
Shownotes
Dami Charf: www.traumaheilung.de
Berliner CSD: https://csd-berlin.de
Erste Sonderfolge mit Nicola Kriesel: Trauer, Angst und
Selbstfürsorge
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