In Medien, Unternehmen und gesellschaftlichen Debatten kursieren
hartnäckige Bilder davon, was gute Führung ausmacht: visionär,
charismatisch, entschlossen, inspirierend. Führung erscheint als
Eigenschaft besonderer Persönlichkeiten, als etwas, das Menschen
haben.
️ Doch Organisationen funktionieren nicht durch Held*innen,
sondern durch Kommunikation. Aus systemischer Perspektive ist
Führung keine Charakterfrage, sondern eine Funktion: Sie
strukturiert Erwartungen, übernimmt die Verantwortung für
Entscheidungen unter Unsicherheit und sorgt für
Anschlussfähigkeit.
️ Warum also halten sich die bekannten Führungsbilder trotzdem so
hartnäckig?
️ Welchen Zweck erfüllen sie – für Organisationen, für
Führungskräfte, für Mitarbeitende?
Führungsmythen vereinfachen Komplexität. Sie personalisieren
strukturelle Probleme. Sie erzeugen Identifikation und
Orientierung. Und sie entlasten Organisationen davon, ihre
eigenen Widersprüche genauer anzusehen.
Wir wollen typische Führungsbilder sichtbar machen – und
fragen:
Woher stammen, historisch und kulturell betrachtet, diese
Führungsmythen?
Was gewinnen Organisationen durch diese Mythen und wo sind die
heute noch nützlich?
Was verlieren sie möglicherweise?
Und was verändert sich, wenn wir Führung nicht als Eigenschaft,
sondern als kommunikative Funktion begreifen?
und überhaupt ....
Wie immer mit dem Ziel, mehr Theoriefundament für Eure
Praxisarbeit zu gewinnen!
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Literaturhinweis:
"ENTZAUBERUNG DER FÜHRUNGSMYTHEN“
Jürgen Weibler, Professor für Betriebswirtschaftslehre,
insbesondere Personalführung und Organisation an
der FernUniversität in Hagen, 2013.
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