KI kann viel mehr, als Texte für LinkedIn zu schreiben. Richtig
eingesetzt kann sie für Soloselbstständige fast zu einer
zusätzlichen Mitarbeiterin werden. In dieser Folge der
Sinnplauderei spreche ich mit Beate Schranz darüber, wie gerade
selbstständige Frauen KI ganz praktisch in ihren Businessalltag
integrieren können – ohne Technikstudium und ohne sich in immer
neuen Tools zu verlieren. Beate hat sich nach dem Verlust ihres
Jobs in einem Tech-Konzern beruflich noch einmal völlig neu
aufgestellt, eine Ausbildung zur KI-Trainerin absolviert und sich
selbstständig gemacht. Heute unterstützt sie insbesondere Frauen
dabei, Berührungsängste mit künstlicher Intelligenz abzubauen und
ChatGPT, Claude & Co. so einzusetzen, dass daraus ein echter
Mehrwert entsteht. Denn der entscheidende Schritt ist nicht, der KI
immer wieder einzelne Prompts zuzuwerfen. Viel spannender wird es,
wenn wir ein KI-System so einrichten, dass es uns, unser Business,
unsere Angebote und unsere Zielgruppen kennt und wir damit
dauerhaft arbeiten können. Beate erzählt, wie sie dafür
beispielsweise mit Claude eigene Skills für unterschiedliche
Aufgaben entwickelt und warum sie Claude gerade für Einsteigerinnen
interessant findet. Wir sprechen darüber, wie KI bei
Social-Media-Posts und Newslettern unterstützen kann, aber auch bei
der Entwicklung und Schärfung von Angeboten, bei Präsentationen,
Workbooks und Dokumenten bis hin zu interaktiven Tools für die
eigene Website. Und wir gehen noch einen Schritt weiter: Denn wenn
man einmal verstanden hat, wie man mit KI arbeitet, lässt sie sich
auch für ganz alltägliche Aufgaben einsetzen – Beate nutzt sie
beispielsweise für ihre persönliche Wochen- und Essensplanung. Was
mir an unserem Gespräch besonders gefällt: Es geht nicht darum,
jedem neuen KI-Trend hinterherzulaufen. Es geht um die sehr
pragmatische Frage: Welche Aufgaben kosten mich als
Soloselbstständige immer wieder Zeit – und welche davon kann KI
sinnvoll übernehmen oder erleichtern? Gerade für Frauen, die sich
mit 40, 50 oder später selbstständig machen, sehe ich darin eine
enorme Chance. Denn wir müssen heute nicht mehr für jede einzelne
Aufgabe sofort ein großes Team aufbauen. KI kann uns dabei helfen,
professioneller zu arbeiten, Ideen schneller umzusetzen und uns
Freiräume für genau die Arbeit zu schaffen, für die wir wirklich
gebraucht werden. Eine sehr praktische Sinnplauderei über ChatGPT,
Claude, KI-Skills und konkrete Business-Anwendungen – aber auch
über beruflichen Neuanfang, Selbstständigkeit und den Mut, sich
technische Möglichkeiten einfach zu eigen zu machen. Denn
vielleicht müssen wir Frauen bei KI gar nicht alles verstehen. Wir
müssen anfangen, sie für uns arbeiten zu lassen.
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.