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  4. Sachsen-Anhalt: Ende der Brandmauer-Demokratie? | Von Paul Clemente
Ein Kommentar von Paul Clemente.

Ein finsterer Tag für den Mainstream. Die Brandmauer gegen die
AfD, der antifaschistische Schutzwall 2.0, zerfällt noch
schneller als der des Genossen Honnecker. Die Partei, die man
seit Jahren tabuisiert, dämonisiert und am liebsten verboten
hätte, konnte gestern 44,5 Prozent der Wählerstimmen von
Sachsen-Anhalt einfahren. So die ersten Hochrechnungen. Auch das
mehrfach totgesagte BSW nahm die 5-Prozent-Hürde, die über Sein
oder Nichtsein entscheidet. Um 16 Uhr erklärte Landeswahlleiterin
Christa Dieckmann: Die Wahlbeteiligung liege schon bei 65,3
Prozent. – Tja, da hatten Sachsen Anhalts Bürger womöglich
verstärkten Klärungsbedarf. 

Die Altparteien pendelten zwischen Wut und Hilflosigkeit. Andreas
Schmidt, Landtagskandidat der SPD, sprach von einer Katastrophe
für Sachsen-Anhalt, falls die AfD dort eine Regierung bilde.
Seine eigene Partei, die Sozialdemokraten, ergatterten lediglich
8,4 Prozent. Nicht minder mickrig: Die CDU. Mit sagenhaften 18,0
Prozent. Trotzdem weiß Ministerpräsident Sven Schulze:

Abwarten. Ansonsten: Linke mit 9,2 Prozent, Grüne mit 8,7 und die
FDP ist mit 2,4 Prozent im verdienten Nirwana angelangt.

Dabei hatten Altparteien und Mainstream-Medien doch voll
aufgedreht. Überall ertönte deren Warnung: Die AfD, das ist ein
Monster. Die zerstört unsere Demokratie, die macht unser Land
unbewohnbar. Das sind Reinkarnationen von Adolf & Co. Die
fahren unsere Wirtschaft gegen die Wand. Die vergraulen
potenzielle Investoren. Besonders entmutigend: Der Kampf gegen
die blaue Brut läuft bereits über ein Jahrzehnt. 2018 forderte
Friedrich Merz sie zum Duell:

Stattdessen wurde gestern die CDU halbiert.

Das Trauerspiel der Altparteien

Die Benennung gegenwärtiger Probleme verlangt das Eingeständnis
des eigenen Schuldanteils. Beispiel Wirtschaft. Selbst der
Blödeste kann begreifen, wo der Wirtschaftseinbruch seinen
Ursprung hat: In der milliardenschweren Lockdown-Politik.
Funktionierende Unternehmen wurden ins ökonomische Massengrab
geschubst. Dem folgte die „Energiewende“ der Ampel-Koalition,
wodurch die Preise explodierten. Solche Beispiele zeigen der
Wählerschaft: In der Politik der „Karussell-Parteien“, die sich
untereinander abwechseln, kommen Bürger nicht mehr vor.

Natürlich böte das gestrige Wahldesaster die Chance zur
Selbstkritik. CDU, SPD, Grüne und Linke könnten fragen: Was haben
wir falsch gemacht? Warum duldet der Wähler uns nicht länger? -
Aber nichts dergleichen passiert. Lieber bläst man den
Konkurrenten zum Popanz auf.

„Ich habe nicht vor, mit der AfD zusammenzuarbeiten."„Das traue
ich mir zu, die AfD zu halbieren, das
geht“...https://apolut.net/sachsen-anhalt-ende-der-brandmauer-demokratie-von-paul-clemente/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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