Drohnen-Vorfall von Leipzig als Vorwand für weitere
antirussische Schritte
Ein Meinungsbeitrag von Tilo Gräser.
Die bundesdeutsche Regierung eskaliert ihren unerklärten Krieg
gegen Russland weiter. Anlass ist nun der Drohnenvorfall am 4.
August dieses Jahres auf dem Gelände des Flughafens
Leipzig/Halle. Die Bundesregierung behauptete am
Dienstag laut der ARD Tagesschau, die Erkenntnisse deutscher
und anderer westlicher Sicherheitsbehörden deuteten „klar auf
russische Involvierung“ hin. Das sagte demnach
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) bei einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit Bundesaußenminister Johann
Wadephul (CDU).
Beweise legte er den Berichten zufolge nicht vor.
Dafür konstruieren die Mainstream-Medien wie
die ARD mit Hilfe der Regierungsangaben die Indizien.
Nicht alle „Erkenntnisse“ könnten öffentlich gemacht werden, da
das angeblich dahintersteckende Netzwerk noch aktiv sei, heißt es
dabei. Zwar gebe es mindestens einen Tatverdächtigen, aber auch
hier muss die Bevölkerung gewissermaßen blind glauben, was die
Behörden mitteilen. Hätte sie nicht ein Anrecht darauf, mit
Fakten bewiesen zu bekommen, was und wer sie so sehr bedroht? So
sehr, dass Außenminister Wadephul gar in dem Zusammenhang
erklärt, Deutschland sei für Russland ein „Kriegsziel“. Das ist
eine harte Behauptung, die allem widerspricht, was von der
russischen Regierung dazu bisher erklärt wurde.
Was die bundesdeutsche Regierung da betreibt, ist eine
gefährliche Eskalation, die nicht nur letzte Verbindungen zu
Russland zerstört. Als Reaktion auf die angebliche Drohnenattacke
auf ukrainische Transportflugzeuge, beladen mit Munition,
verkündete sie, dass das letzte russische Generalkonsulat in Bonn
zum 18. September geschlossen wird. Ebenso wird die Chance
genutzt, den 2011 geschlossenen deutsch-russischen Vertrag für
das Russische Haus in Berlin zu kündigen.
Nebenfrage: Seit wann dürfen zivile deutsche Flughäfen für
militärische Transporte missbraucht werden?
Wadephul, für den Russland „immer ein Feind“ bleibt,
verstieg sich dabei am Dienstag zu Behauptungen wie der, beim
Generalkonsulat sei er sich „nicht ganz sicher“, dass von dort
aus nicht auch „manches gemacht wird, was der Sicherheit von
Deutschland schaden könnte“. Er behauptete auf der
Pressekonferenz zudem, Russlands Führung trete Deutschland „mit
offener Feindseligkeit“ gegenüber. Zum Russischen Haus, das schon
lange politischen Angriffen ausgesetzt ist, meinte der
Mann, der das Amt des Chefdiplomaten der Bundesrepublik
Deutschland innehat, es halte „längst nicht mehr den Zweck einer
kulturellen Verbindung zwischen Russland und Deutschland“
aufrecht. Die Einzigen, für die diese Aussage zutrifft, sind
Politiker wie er, egal welcher Partei.
...https://apolut.net/bundesregierung-eskaliert-unerklarten-krieg-gegen-russland-von-tilo-graser/
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