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  4. Folge 10: Mein bester Start in den Tag
Wenn es mir gut geht, gewinnen alle

Lange Zeit dachte ich, ich müsste morgens besonders diszipliniert
sein, um gut durch meinen Tag zu kommen. Früh aufstehen,
meditieren, Journal schreiben, Sport machen, kalt duschen, lesen
– überall gibt es diese perfekten Morgenroutinen. Aber heute sehe
ich das anders: Ich muss nicht jeden Morgen fünf Uhr aufstehen
und zehn Dinge erledigen, um erfolgreich und voller Energie in
den Tag zu starten.

Für mich geht es vielmehr darum, herauszufinden: Was brauche
ich, damit es mir gut geht?

Ein Satz begleitet mich dabei besonders: „Wenn es mir gut
geht, gewinnen alle.“

Früher war mein Gedanke oft: Erst kümmere ich mich um alle
anderen, und wenn dann noch etwas übrig ist, bin ich dran. Heute
weiß ich, dass das auf Dauer nicht funktioniert. Ich kann nicht
aus einem leeren Akku liebevolle Beziehungen führen, Kunden
begleiten, Mitarbeiter oder andere Menschen führen und
gleichzeitig ein erfolgreiches Business aufbauen.

Ich frage mich lieber: Was brauche ich heute? Was möchte ich
mit diesem Tag erschaffen? Was tut mir gut?

Das kann Wasser und Tee sein, ein Spaziergang, Musik oder Zeit
mit meinen Tieren. Für mich kann sogar das morgendliche Versorgen
der Pferde eine Art Yoga sein. Entscheidend ist nicht, was andere
empfehlen, sondern was sich für mich richtig und stimmig anfühlt.

Auch bei meiner Tagesplanung habe ich gelernt umzudenken. Ich
muss nicht 17 Aufgaben auf meine To-do-Liste schreiben. Oft
reichen drei wirklich wichtige Dinge. Und genauso wichtig wie
meine Aufgaben ist meine Energie. Ich plane nicht nur Termine,
Meetings und Umsatz, sondern auch meine Kraft.

Wann bin ich kreativ? Wann kann ich wichtige Gespräche besonders
gut führen? Wann habe ich mein Energiehoch und wann brauche ich
eher Routineaufgaben? Gute Organisation bedeutet für mich deshalb
nicht, jede Minute des Tages zu verplanen. Gute Organisation
bedeutet, dass meine Zeit für mich arbeitet – und nicht gegen
mich.

Dazu gehören auch Pausen und Puffer.

Und ich möchte mein Leben nicht ausschließlich um mein Business
herum organisieren. Familie, Freunde, Tiere, Natur, Bewegung,
Spaß und auch einfach einmal „nichts“ gehören genauso dazu. Ich
schreibe mir manchmal bewusst freie Zeit in den Kalender. Nicht,
weil ich dann nichts tun darf, sondern weil nichts geplant ist.

Meine Pferde erinnern mich dabei immer wieder daran, im Hier und
Jetzt zu sein. Wenn ich bei ihnen bin, kann ich nicht halb
anwesend sein. Sie brauchen meine Aufmerksamkeit – jetzt. Und
genau das ist auch eine wunderbare Business-Lektion: Wenn ich
arbeite, möchte ich arbeiten. Wenn ich mit meiner Familie bin,
möchte ich wirklich dort sein. Wenn ich mit Freunden unterwegs
bin, möchte ich diese Zeit genießen.

Ich glaube heute nicht mehr daran, dass Erfolg automatisch
bedeutet: höher, schneller, weiter. Ich möchte erfolgreich sein
und gleichzeitig ein wundervolles Leben leben. Mein Business soll
Teil meines Lebens sein – nicht der Grund, warum mein Leben
irgendwann keinen Platz mehr hat.

Manchmal ist deshalb die beste Strategie des Tages ganz einfach:
Laptop zu, Handy weg, Jacke an und raus. Der Tag passiert mir
nicht einfach – ich darf ihn gestalten.

Und deshalb möchte ich mich immer wieder daran erinnern: Ich
bin nicht die letzte Position auf meiner To-do-Liste. Ich bin die
Grundlage für alles andere.

Mein Erfolg darf sich gut anfühlen. Mein Business darf mit meinem
Leben zusammenspielen. Und mein „Warum“, mit dem ich einmal
gestartet bin, darf weiterhin Raum bekommen.

Denn am Ende geht es für mich nicht darum, alles perfekt zu
organisieren.

Es geht darum, ein Leben zu gestalten, in dem Business,
Familie, Freundschaften, Abenteuer, Tiere, Pausen und ich
selbst ihren Platz haben.

Und wenn es mir gut geht, gewinnen alle.
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„Folge 10: Mein bester Start in den Tag“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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