In der Podcastfolge „Ohmazing Inside Out“ teile ich meine drei
wichtigsten Learnings aus meinem bisherigen Leben. Dabei geht es
vor allem darum, wie ich gelernt habe, mehr auf mich selbst zu
vertrauen, meine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen und meinen
persönlichen Wert nicht von Leistung abhängig zu machen.
Mein erstes Learning ist, dass ich nicht wissen muss, wo mein
gesamter Lebensweg hinführt. Früher habe ich sehr viel geplant
und wollte immer genau wissen, was als Nächstes passiert. Mein
Kalender war teilweise Monate im Voraus gefüllt, weil mir
Struktur und Planung Sicherheit gegeben haben. Heute gehe ich
viel freier mit meiner Zukunft um. Ich habe gelernt, dass es
reicht, den nächsten Schritt zu kennen und mich anschließend
überraschen zu lassen, was daraus entsteht. Viele Erfahrungen und
Entwicklungen in meinem Leben konnte ich vorher nicht planen. So
hätte ich mir beispielsweise nie vorstellen können, einmal einen
Podcast zu haben, online zu arbeiten und andere Frauen beim
Aufbau ihres Business zu begleiten. Rückblickend sehe ich deshalb
auch Umwege nicht mehr als Fehler, sondern als Erfahrungen, die
mir etwas Neues zeigen. Ich möchte meinem jüngeren Ich mitgeben,
dass es in Ordnung ist, nicht alles zu wissen und manchmal
einfach den nächsten Schritt zu gehen.
Mein zweites Learning ist, dass ich nicht allen gefallen und es
nicht allen recht machen muss. Früher habe ich mich häufig
gefragt, was andere über mich denken und ob ich jemanden
enttäusche, wenn ich etwas ablehne. Dabei habe ich erkannt, dass
es unmöglich ist, die Erwartungen aller Menschen zu erfüllen.
Stattdessen möchte ich stärker darauf achten, was sich für mich
richtig anfühlt, mit welchen Menschen ich Zeit verbringen möchte
und wofür ich stehen will. Ein Nein zu anderen kann gleichzeitig
ein Ja zu mir selbst sein. Ich sehe darin heute einen gesunden
Egoismus, bei dem ich meine eigenen Bedürfnisse und Grenzen ernst
nehme. Wenn es mir gut geht, kann ich auch für andere da sein.
Dabei geht es nicht darum, andere auszuschließen, sondern darum,
mich selbst nicht ständig an die letzte Stelle zu setzen.
Mein drittes und für mich wichtigstes Learning betrifft meinen
eigenen Wert. Ich habe lange geglaubt, dass ich vor allem dann
wertvoll bin, wenn ich etwas leiste, funktioniere und Erfolge
vorweisen kann. Gute Leistungen, berufliche Erfolge und das
Erreichen meiner Ziele haben mir Anerkennung gegeben. Es war
deshalb schwierig für mich, aus diesem Funktionsmodus
herauszukommen und auch Verletzlichkeit zuzulassen. Heute weiß
ich, dass ich nicht weniger wert bin, wenn ich Fehler mache,
nicht weiterweiß, langsamer bin oder einmal nichts leiste. Mein
Wert hängt weder von meinem Beruf noch von meinem Lebenslauf oder
meinen Leistungen ab. Ich bin wertvoll, weil ich existiere.
Als Bild dafür erzähle ich die Geschichte eines zerknitterten
Geldscheins. Obwohl der Schein beschädigt und schmutzig gemacht
wird, verliert er seinen ursprünglichen Wert nicht. Genauso
bleibt auch mein eigener Wert bestehen, unabhängig davon, wie ich
mich selbst manchmal beurteile oder welche Fehler ich mache.
Zum Schluss fasse ich meine drei Erkenntnisse noch einmal
zusammen: Ich muss nicht den gesamten Weg kennen, sondern darf
Schritt für Schritt gehen. Ich muss nicht allen gefallen, sondern
darf mein Leben so gestalten, wie es für mich richtig ist. Und
mein Wert hängt nicht davon ab, was ich leiste, sondern ist
bereits durch mein Dasein vorhanden. Ich möchte dazu ermutigen,
mehr auf sich selbst zu vertrauen, Fehler und Umwege zuzulassen
und sich selbst so anzunehmen, wie man ist.
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