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«Die drei Raben» ist ein bekanntes Volksmärchen,
das in einer Schweizer Fassung sowie in der Urfassung der Brüder
Grimm (1812) überliefert ist. 

Eine Mutter verflucht ihre drei Söhne im Zorn (oder in einer
anderen Version der Vater), weil diese sonntags während der
Kirche Karten gespielt haben. Die Söhne werden sofort in
kohlschwarze Raben verwandelt. Das treue Schwesterchen vermisst
seine Brüder. 

Es macht sich ganz allein auf eine lange, beschwerliche Reise, um
sie zu erlösen. Unterwegs trifft das Mädchen auf eine gute Fee,
die ihm den Weg zu den verzauberten Brüdern zeigt.

«Goldig Betheli und Harzebabi» ist ebenfalls ein
berühmte Schweizer Volksmärchen - die traditionelle Schweizer
Variante zum Märchen „Frau Holle“ der Gebrüder Grimm.

Das Märchen folgt dem klassischen Motiv der ungleichen
Schwestern: das Betheli (Elisabeth) ist das fleißige, brave, aber
vernachlässigte Stiefkind, das in Lumpen gehen und ununterbrochen
spinnen muss.

Das Babi (Barbara) ist das leibliche, faule und verwöhnte Kind
der bösen Stiefmutter. Als Betheli seine Spindel (sein Wirtli)
verliert, muss es in einen tiefen Brunnen steigen. Dort gelangt
es in eine magische Welt. Weil das Mädchen zu den sprechenden
Hunden und wunderbaren Kindern auf seinem Weg freundlich und
bescheiden ist, wird es reich belohnt – es kehrt übersät mit
reinem Gold zurück und wird fortan nur noch das „goldig Betheli“
genannt.

Das Harzebabi: als die neidische Stiefmutter ihre faule Tochter
Babi hinterherschickt, verhält sich diese den Wesen gegenüber
hochmütig und egoistisch. Zur Strafe wird sie komplett mit
klebrigem Tannenharz überzogen (daher „Harzebabi“), in anderen
Versionen fällt ihr schlicht ein saftiger Kuhfladen auf den
Kopf.

Quelle: Otto Sutermeister, Kinder- und Hausmärchen aus der
Schweiz. Aarau 1873. Nr. 6 und Nr.2.

(Willisau, Kt. Luzern). 
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„Märchen aus der Schweiz“

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