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Erfolg beginnt mit Selbstverantwortung. Wer
sein Leben gestalten will, muss die eigenen Stärken, Ziele und
Prioritäten kennen – und bereit sein, Verantwortung für den
eigenen Weg zu übernehmen.
Bildung ist mehr als Fachwissen.
Kommunikation, Selbstkenntnis, Lernfähigkeit und der Umgang mit
Zeit gehören zu den entscheidenden Kompetenzen für ein
erfülltes und erfolgreiches Leben. Genau diese Fähigkeiten
wollte Hardy Wagner mit GABAL und später mit STUFEN zum Erfolg
stärker ins Bewusstsein rücken.
Wirkung entsteht, wenn Wissen weitergegeben
wird. Ein Lebenswerk bemisst sich nicht nur daran, was
jemand selbst erreicht hat, sondern daran, welche Ideen andere
Menschen aufnehmen und weitertragen.
Erfolg und Menschlichkeit gehören zusammen.
Ein Satz von Hardy Wagner bringt diese Haltung wunderbar auf
den Punkt: „Jeden Tag eine gute Tat.“ Erfolg bedeutet damit
nicht nur, etwas für sich selbst zu erreichen, sondern auch,
etwas Positives für andere zu bewirken.
Interviewpartner: Prof. Dr. Hardy Wagner, unter
anderem Ehrenpräsident des GABAL e.V.
Im Interview: Prof. Dr. Hardy Wagner Der Mensch
Prof. Dr. Hardy Wagner – ein Brückenbauer zwischen Wissen
und Wirkung
Prof. Dr. Hardy Wagner gehört zu den prägenden Persönlichkeiten
der deutschen Weiterbildungslandschaft. Am 9. März 1932 geboren,
ist er heute 94 Jahre alt – und noch immer eng mit den
Organisationen verbunden, die aus seinen Ideen hervorgegangen
sind. Sein Lebenswerk kreist um eine Frage: Was brauchen Menschen
über Fachwissen hinaus, um ihr Leben selbstbestimmt und
erfolgreich gestalten zu können?
Sein eigener Bildungsweg war keineswegs vorgezeichnet. Wagner
absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Nach
einer externen Reifeprüfung studierte er Wirtschaftspädagogik,
Betriebswirtschaftslehre und Sozialpolitik in Köln und Bonn. Er
schloss als Diplom-Handelslehrer und Diplom-Kaufmann ab und
promovierte im Fach Sozialpolitik. Damit verband er bereits früh
kaufmännische Praxis, pädagogisches Denken und gesellschaftliche
Verantwortung.
Nach wissenschaftlichen und projektbezogenen Tätigkeiten für das
damalige Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung sowie für
Spitzenverbände der deutschen Wirtschaft sammelte Wagner rund
zehn Jahre praktische Wirtschaftserfahrung, zuletzt als
Geschäftsführer einer GmbH. 1971 wurde er Professor an der neu
gegründeten Fachhochschule Rheinland-Pfalz in Ludwigshafen. Bis
1994 lehrte er dort insbesondere Controlling und Management.
Der Aufbau eines Weiterbildungsnetzwerks
Am 14. Juli 1976 gründete Hardy Wagner gemeinsam mit Mitstreitern
den GABAL e. V. Die Initiative ging auch auf den
EKS-Entwickler Wolfgang Mewes zurück. Das Ziel war für die
damalige Zeit ausgesprochen modern: Erkenntnisse über
erfolgreiche Unternehmensführung sollten in die Hochschullehre
einfließen, aktive Lehr- und Lernmethoden gefördert und eine
Brücke zwischen Wissenschaft und Wirtschaft geschaffen
werden.
Aus einer eigenen Schriftenreihe entwickelte sich 1978 der GABAL
Verlag. Zu den frühen Autorinnen und Autoren gehörten später so
bekannte Namen wie Vera F. Birkenbihl und Lothar J. Seiwert.
Wagner führte den Verein zwei Jahrzehnte lang als
Vorstandsvorsitzender. 1996 übergab er die operative
Verantwortung, blieb GABAL jedoch als Ehrenvorsitzender und heute
als Ehrenpräsident eng verbunden. Darüber hinaus war er an der
Gründung weiterer Institutionen beteiligt, darunter die Deutsche
Gesellschaft für Suggestopädisches Lehren und Lernen und der
Verlag managerSeminare.
Sein zweites großes Lebenswerk: STUFEN zum
Erfolg
Schon 1988 legte Wagner mit der Veröffentlichung „Zielorientiert
und praxisverbunden studieren – erfolgreicher im Leben“ den
Grundstein für sein späteres STUFEN-Konzept. 2002 gründete er
gemeinsam mit seinem Sohn Ansgar die Bildungs- und
Chancenstiftung STUFEN zum Erfolg. Ihr Ziel ist es, jungen
Menschen Kompetenzen zu vermitteln, die im klassischen
Bildungssystem häufig zu kurz kommen.
Im Zentrum stehen vier aufeinander aufbauende Bereiche:
• Persönlichkeit und wertschätzende Kommunikation
• Berufszielentwicklung und Karrierestrategie
• Lernen lernen und lebenslanges Lernen
• Umgang mit Zeit und Prioritäten
Junge Menschen sollen dadurch ihre Stärken erkennen,
Selbstvertrauen entwickeln, eigene Ziele formulieren und ihre
Potenziale tatsächlich nutzen können. Wagners weiterführende
Vision ist ein Grundlagenfach „Lebenskunde“ oder „Lebenskunst“,
das solche Fähigkeiten fest im öffentlichen Bildungssystem
verankert.
Was Hardy Wagner besonders macht
Er hat Wissenschaft und Praxis konsequent miteinander
verbunden.
Wagner war nicht nur Hochschullehrer und Theoretiker. Er kannte
Wirtschaft aus eigener Berufserfahrung, war Geschäftsführer,
Trainer, Autor, Verbandsgründer und Verlagsinitiator. GABAL
sollte deshalb nie ein rein akademisches Forum sein, sondern
Wissen anwendbar machen.
Er hat früh erkannt, dass Fachwissen allein nicht genügt.
Lange bevor Begriffe wie Soft Skills, lebenslanges Lernen,
stärkenorientierte Führung oder Purpose zum Managementvokabular
gehörten, beschäftigte er sich mit Persönlichkeit,
Selbstkenntnis, Kommunikation, Lernfähigkeit und
eigenverantwortlicher Lebensgestaltung.
Er hat nicht nur Ideen formuliert, sondern Strukturen
geschaffen.
Verein, Verlag, Stiftung, Schriftenreihen und Trainernetzwerke:
Wagner dachte institutionell. Seine Konzepte sollten nicht mit
seiner Person verschwinden, sondern von anderen aufgegriffen,
weiterentwickelt und an neue Generationen vermittelt werden.
Sein Erfolgsbegriff ist ungewöhnlich menschlich.
Bei ihm bedeutet Erfolg nicht in erster Linie Status, Einkommen
oder Karriere. Erfolg entsteht, wenn Menschen ihre eigenen Ziele
kennen, sie auf eine persönlich stimmige Weise erreichen und
daraus Zufriedenheit gewinnen. Persönliche Entwicklung,
Wertschätzung und gesellschaftlicher Nutzen gehören für ihn
zusammen.
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