In dieser besonderen Folge sprechen Silke und Lisa mit Felicitas
Nelum – Feli – über ihre Geschichte, ihre Wurzeln und ihren Weg in
die Sichtbarkeit. Feli wurde in Sri Lanka geboren, erhielt von
ihrer leiblichen Mutter den Namen Nelum – Lotusblume – und kam mit
sieben Wochen nach Deutschland zu ihren Adoptiveltern. Schon dieser
Name trägt für sie eine tiefe Bedeutung: durch den Schlamm gehen,
abperlen lernen und irgendwann zur Blüte kommen. Sie erzählt von
Adoption, Anderssein, Ankommen, Verlustangst, Wurzeln und der
Frage, ob man gesehen, erinnert und wirklich gehalten ist. Dabei
spricht sie mit einer Sanftheit, Dankbarkeit und Würde, die Silke
und Lisa tief berührt. Ein zentrales Thema der Folge ist die Frage,
wie wir mit Schmerz umgehen. Feli beschreibt, wie ihr Schmerz nicht
nur Wunde war, sondern auch Wegweiser – hinein in mehr Liebe, mehr
Bewusstsein, mehr Klarheit und mehr Mitgefühl. Es geht um
bedingungslose Liebe, Herz statt Kopf, Integration, Berufung,
Mitmenschlichkeit und darum, warum gerade Menschen mit tiefem
Schmerz oft eine besondere Fähigkeit entwickeln, andere zu
begleiten. Eine Folge über Adoption, Identität, Herkunft, Abschied,
Urvertrauen, Sichtbarkeit und die Erinnerung: Wir kommen alle mit
einer Geschichte – entscheidend ist, was wir aus ihr machen.
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