Eine Agentur mit Legacy, ein Verlag mit Leitmedium-Anspruch, und
dann kommt KI und wirft das Agentur-Game um. Iris
Einwaller-Probst führt epmedia, das Cachalot Media House
(Immobilien Magazin, immoflash, buildingTIMES) und das BELLEVUE
Magazin in Hamburg. Wir wollten wissen: Was machst du mit so
einem Setup, wenn Texte plötzlich vom Fließband kommen?
Wo ist die KI in der Immobranche wirklich?
Alle sagen, sie nutzen KI. Die meisten meinen: Text in ChatGPT
reinschmeißen. Keine Prozesse, keine Regeln, dafür Schatten-KI
mit Kundendaten im Gratis-Account. Iris erzählt, warum sie einen
eigenen Online-Kurs gebaut hat, was ein Zwei-Tage-Workshop
leistet und warum Kunden danach trotzdem wieder an der Hand
genommen werden wollen.
Ist das, was du letztes Jahr gebaut hast, heute schon
outdated?
Anfang des Jahres hat Iris gesagt, SaaS ist tot. Heute sieht sie
das anders. Warum die Basics bleiben, wie oft sie ihre Kursvideos
prüft und wieso im Training plötzlich die Hände hochgehen, wenn
jemand Claude sagt.
Wie schaut eine Redaktion aus, die KI nicht
bekämpft?
Ein selbstgebautes Redaktionssystem: Interview aufnehmen, ins
System schicken, Transkript und Artikelentwurf im Wording des
Redakteurs, Verteilung auf Plattform und Social Media
vorbereitet. Iris' These: 80 Prozent aller Artikel sind ohnehin
recycelte Presseaussendungen, KI gibt Redakteuren die Zeit für
echte Recherche zurück. Sebastian erzählt von einem großen
österreichischen Medium, in dem genau das Gegenteil passiert.
Wer zahlt für Content, wenn nur noch Agenten lesen?
Wenn dein KI-Assistent Newsletter vorsortiert und Websites für
dich liest, sieht kein Mensch mehr die Banner. Iris' wilde These:
Print und Out of Home werden wieder wichtiger. Kristof denkt
Werbung Agent-zu-Agent weiter, Sebastian Pay-per-Request. Iris
hält dagegen: Mit einem Nischenverlag verhandelt weder OpenAI
noch Anthropic. Und wenn die Hosen einmal unten waren, kriegt man
sie schwer wieder hoch.
Kommt die Arbeitslosigkeit von 50 Prozent?
Iris hat das Anfang des Jahres selbst prognostiziert und nimmt es
zurück. Warum die Alterspyramide bremst und warum Österreich bei
der Digitalisierung besser dasteht, als wir glauben.
Kapitel
00:00 Intro: Agentur mit Legacy trifft auf
KI
01:11 Iris Einwaller-Probst: epmedia, Cachalot, BELLEVUE und der
Pottwal
05:11 Wo ist die KI in der österreichischen Immobranche?
08:08 Schatten-KI und Use Cases: Exposé, Website,
Arbeitsumgebung
10:02 Workshop als Inspirational Talk: das Missing Link
danach
11:30 Zwei-Tage-Workshop und Hilfe zur Selbsthilfe
12:57 Pathfinder oder KMU-Budget: Wer kann sich das
leisten?
16:07 Prozesse kennen, aber nicht aufschreiben können
18:09 Rabbit Hole KI: Basics für Unternehmer und die
SaaS-Prediction
20:28 Schnelllebigkeit: Ist das Gebaute schon outdated?
23:32 Kursvideos monatlich prüfen, ChatGPT oder Claude?
26:41 KI im Verlag: das selbstgebaute Redaktionssystem
30:53 Weniger Redakteure, mehr Kanäle: Zeit für echte
Recherche
34:19 KI löst Change-Prozesse aus: Plattform, Urangst,
Uraufgabe
39:20 Wird Video wichtiger, wenn Text vom Fließband kommt?
41:31 Professional Slop, Dead Internet Theory, Robotik
44:44 Zukunft der Medien: Content öffnen oder sperren?
45:43 These: Print und Out of Home kommen zurück
48:00 Werbung Agent-zu-Agent und Pay-per-Request
50:32 Kleine Verlage, Paywalls, Gratis-Gewohnheit
54:22 GEO: Für LLMs gefunden werden als Agenturgeschäft
56:49 Bezirkspolitik, WKO Favoriten und Perplexity
1:00:28 50 Prozent Arbeitslosigkeit? Prediction revidiert
1:02:47 Es wird nicht so heiß gegessen: die
Internet-Parallele
1:06:07 Österreich und Digitalisierung, Verabschiedung
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