Rund 3.000 Orte in Deutschland haben keine Lebensmittelversorgung
mehr. Der nächste Supermarkt liegt oft mehr als fünf Kilometer
entfernt, die Tante-Emma-Läden sind ausgestorben und die großen
Ketten kommen nicht zurück. Ein Bremer Unternehmen füllt genau
diese Lücke. Allerdings nur, wenn das Dorf selbst mitinvestiert. In
dieser Folge des Go Global! Bremen Business Talks Podcasts spricht
unser Host Boris Felgendreher mit Norbert Hegmann, Mitgründer und
CEO von Tante Enso. Tante Enso betreibt 24/7-Dorfläden in
ländlichen Regionen: hybrid mit wenigen Stunden Personal am Tag,
organisiert als Genossenschaft, in der die Kunden Miteigentümer
sind. Was 2016 als Idee für einen digitalen Testmarkt begann, ist
heute ein Unternehmen mit knapp 100 Läden, fast 1.000
Mitarbeitenden, 92.000 Teilhabern und rund 120 Millionen Euro
Umsatz. Bis 2030 sollen es 300 Läden werden. Und Hegmann ist sich
sicher: Woanders als in Bremen wäre Tante Enso so nie entstanden.
Unter anderem geht es um folgende Themen: - Von der Marktforschung
über den Online-Supermarkt myEnso zum Dorfladen: wie die Idee
entstand - „Rettet Tante Emma“: was die Kunden 2017 wirklich
wollten und warum der erste Versuch mit Kioskwagen im Dorf Blender
scheiterte - Warum die Tante-Emma-Läden ausgestorben sind: kleines
Sortiment, hohe Preise, Selbstausbeutung und fehlende Nachfolge -
3.000 unversorgte Orte in Deutschland und warum die großen Ketten
unter 1.000 Quadratmetern nicht mehr antreten - Das
Geschäftsmodell: 24/7 hybrid, drei bis fünf Stunden Personal am
Tag, Einkaufskonditionen über die Rewe-Kooperation - Genossenschaft
statt Venture Capital: ab 100 Euro Miteigentümer, fünf Prozent
Rendite als Einkaufsguthaben, eine Stimme pro Kopf - Der
Paradigmenwechsel in Schnega: Tante Enso kommt nur, wenn das Dorf
vorher investiert - Warum Teilhaber dreieinhalbmal so viel ausgeben
wie andere Kunden und was das für Investoren bedeutet - 3.000
Artikel, Preiseinstieg auf Rewe-Niveau und „Lokale Helden“ aus 20
Kilometern Umkreis - „Retail is Detail“: Logistik, KI-gestützte
Bestellung und 84 Prozent identifizierbare Einkäufe - Diebstahl im
Laden ohne Personal und warum die Dorfgemeinschaft besser
kontrolliert als jede Kamera - Die größten Herausforderungen:
Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel und Kapitalintensität,
Break-even ab 130 bis 140 Filialen - Übernahme von 36
Tegut-Standorten, 300 Läden bis 2030 und Potenzial für 500 bis
1.000 in Deutschland - Tante Enso als Dorfmittelpunkt: DHL,
Bargeldversorgung, digitales Bürgerservice-Center, Telemedizin und
Ökostrom - Bürgerbeteiligung und Demokratie: was Tante Enso in
seinen Dörfern beim Wahlverhalten beobachtet - Warum Tante Enso nur
in Bremen entstehen konnte: Bremer Kaufleute, die BAB und die Stadt
der kurzen Wege Hilfreiche Links: Gemeinden, Bürgermeister und
Initiativen können sich für einen Tante Enso bewerben. Tante Enso:
https://www.tanteenso.de/ Handelskammer für Bremen und Bremerhaven:
https://www.ihk.de/bremen-bremerhaven/ Wirtschaftsförderung Bremen:
https://www.wfb-bremen.de/de/page/startseite Bremer Senatorin für
Wirtschaft, Häfen und Transformation:
https://www.wirtschaft.bremen.de/ Norbert Hegmann auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/norbert-hegmann-3b686b2/ Boris
Felgendreher auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/borisfelgendreher/
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