Kriege, extreme Hitze, steigende Energiepreise, Migration und
geopolitische Abhängigkeiten werden oft getrennt diskutiert.
Verstärkt das unsere Probleme? Die Wirklichkeit hält sich nicht an
Ressortgrenzen. In der neuen Folge #5nach12 spreche ich mit Dr.
Kira Vinke darüber, warum die Klimakrise längst auch eine Frage von
Sicherheit, Außenpolitik, Energieversorgung und gesellschaftlicher
Stabilität ist. Kira ist stellvertretende Forschungsdirektorin und
leitet das Zentrum für Klima und Außenpolitik bei der Deutschen
Gesellschaft für Auswärtige Politik, der DGAP. Zuvor arbeitete sie
viele Jahre am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. „Die
Zeit, in der eine Wirtschaft funktioniert, die von fossilen
Importen abhängig ist, sind vorbei.“ Sicherheit bedeutet mehr als
Verteidigung und geopolitische Konflikte. Sie betrifft auch
Menschen, die unter extremer Hitze leiden. Sie betrifft Fluten,
Dürren und zerstörte Lebensgrundlagen. Und sie betrifft die
Abhängigkeit von Öl und Gas, wenn Preise steigen und Krisen
Haushalte, Unternehmen und Wirtschaft unter Druck setzen. Fossile
Abhängigkeit ist eine sicherheitspolitische Verwundbarkeit. Darum
sprechen wir über erneuerbare Energien, Wärmepumpen, Speicher und
Elektromobilität als Stärkung für unsere Souveränität. Es geht um
Resilienz. Und warum kritische Rohstoffe Recycling, Forschung,
faire Partnerschaften und europäische Innovationskraft verlangen.
„Je mehr wir lokale Energie schöpfen können, desto resilienter
können wir uns auch machen“ Und es geht um Klimamigration. Viele
Menschen wollen ihre Heimat nicht verlassen. Deshalb geht es um das
„Recht zu bleiben und die Freiheit zu gehen“. Um Lebensgrundlagen,
Selbstbestimmung und Verantwortung. Sicherheit, Klima, Migration
und Demokratie müssen gemeinsam gedacht werden. Bei #5nach12
spreche ich über die Transformation und Lösungen, die Wirkung
zeigen. Hören, was wirkt. Euer Enrico Eberlein
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