Wie verändert künstliche Intelligenz unser Denken, unsere Arbeit
und unseren Blick auf die Zukunft? Genau darüber spreche ich bei
#5nach12 mit Dr. Henning Beck. Henning ist Neurowissenschaftler,
Bestsellerautor und Keynote-Speaker. Er beschäftigt sich mit
menschlichem Denken, Kreativität, Innovation und der Frage, wie wir
mit neuen Technologien umgehen. Er erklärt, warum Menschen von der
Zukunft in die Gegenwart denken, während KI aus der Vergangenheit
den nächsten Schritt berechnet. Und warum gute Fragen wichtiger
werden und weshalb der größte Fehler manchmal darin liegt, etwas
gar nicht erst zu testen. Darum sollten wir Menschen darin
trainieren, mit unbekannten Problemen umzugehen, Bestehendes zu
hinterfragen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. KI kann in
Sekunden Bilder, Texte und Antworten erzeugen. Aber „Fragen sind
kein skalierbares Gut.“ so Henning. Je einfacher Antworten
verfügbar werden, desto wichtiger wird die Fähigkeit, gute und neue
Fragen zu stellen. Warum? Weil Innovation häufig dort beginnt, wo
jemand eine Frage stellt, die vorher noch niemand gestellt hat.
Perspektivwechsel, kritisches Denken, Neugier und Kreativität
werden damit zu entscheidenden Zukunftskompetenzen. Wir sprechen
auch über die Wirkung von schlechten Nachrichten, über gute
Nachrichten, die oft zu langsam sind. Warum Krisen uns oft
schneller ins Handeln bringen. Und warum Klimaschutz dann wirkt,
wenn er als Chance verkauft wird. In Texas spricht man nicht von
Energiewende, sondern von Energieexpansion. Das verändert sofort
die Perspektive. Außerdem geht es um Bildung, Führung und die
Zukunft der Arbeit. Henning macht Mut. Zukunft ist
Gestaltungsaufgabe. Wenn dich KI im Hinblick auf Gesellschaft,
Zukunft und Wirkung interessiert, dann hör unbedingt rein. Warum
braucht es vor allem kluge Fragen und den Mut, anders zu denken?
#5nach12 - Hören, was wirkt. Euer Enrico Eberlein
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