Die Bühnen Halle sind ein Mehrspartenhaus mit Oper, Ballett,
Schauspiel (neues theater und Thalia-Theater), Puppentheater und
der Staatskapelle. In fast 1000 Veranstaltungen pro Spielzeit
erreichen die Bühnen Halle mehr Besuche, als Halle Einwohner zählt
ist im neuen Spielzeitheft für die Saison 2026/2027 zu lesen und
lädt ein, Theater als Ort der Erfahrung, des Lernen und des
gemeinsamen Erlebens zu besuchen. Und, sich damit einer Kunstform
zu nähern, die, wie Klaus Dörr es formuliert, im Moment ihres
Entstehens vergeht, die wir nicht festhalten, nicht konservieren,
sondern nur erinnern können und gemeinsam darüber sprechen. Vor
Beginn der neuen Spielzeit kann das bereits bei einem großen
Kulturspektakel im Rahmen des Laternenfestes erprobt werden. Drei
Tage präsentieren sich alle fünf Sparten u.a. mit „It´s Showtime! –
Eine Musicalrevue“, oder einer Ballettgala, mit „Entführung im
Puppentheater“ oder „30-Minuten-Oper: La Traviata“. Traditionell am
letzten Augustwochenende feiert die Stadt Halle, bietet zwischen
Ziegelwiese und Peißnitzinsel ein vielfältiges Kulturprogramm aus
Live-Musik, Kunst, Mitmach-Aktionen und dem klassischen
Laternenumzug.
Vielfalt steht über allem und „#Stolz auf Vielfalt“ ist die
Überschrift eines breiten Bündnisses, einer Kampagne, die Menschen
und Institutionen dazu einlädt, sichtbar zu machen, was
Sachsen-Anhalt prägt und verbindet, und zeigt was Kultur ist. Zu
diesem Bündnis gehört auch „Kultur ist Vielfalt und Heimat“. Als
Kulturinstitution unterstützen die Bühnen Halle dieses Statement
für Kunstfreiheit und kulturelle Offenheit und haben es
mitunterzeichnet.
In Neustadt an der Weinstraße wurde Klaus Dörr 1961 geboren. In
Berlin studierte der gelernte Krankenpfleger
Wirtschaftswissenschaften und befaßte sich in seiner Abschlußarbeit
mit den „Möglichkeiten und Grenzen ökonomischer Steuerung von
Theatern am Beispiel der Berliner Ensemble GmbH“. Nach einem
Praktikum wurde Klaus Dörr Assistent des Technischen Direktors am
Berliner Ensemble. Anschließend wirkte er als Produzent,
Produktionsleiter und Berater für freies und institutionelles
Theater. Von 2006 bis 2013 war Klaus Dörr Geschäftsführender
Direktor des Maxim Gorki Theaters Berlin und von 2009 bis 2013
zudem stellvertretender Intendant, von 2013 bis 2018 Künstlerischer
Direktor und stellvertretender Intendant des Schauspiels Stuttgart
und von 2018 bis 2021 Intendant der Volksbühne Berlin. Viele Jahre
war Klaus Dörr Gutachter und Berater in Strukturkommissionen. Am
01. Juli 2025 übernahm er die Geschäftsführung der Theater, Oper
und Orchester GmbH.
Moderation Ellen Schweda
Redaktion: Angelika Zapf
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