Was passiert, wenn Fotografie kein weiteres Ziel im Kalender ist,
sondern ein bewusster Gegenpol zum durchgetakteten Alltag?
In dieser Episode spricht Thomas Seidl mit Danilo Adam über
Streetfotografie, Sportfotografie und die Suche nach einer
eigenen Bildsprache. Danilo erzählt, warum er sich mit 40 Jahren
seine erste Kamera kaufte, wie ihn das Klicken der
Spiegelreflexkamera seiner Eltern bis heute begleitet und weshalb
Fotografie für ihn vor allem bedeutet, wieder nach draußen zu
gehen, genauer hinzusehen und dem eigenen Gefühl zu vertrauen.
Im Mittelpunkt steht das Warten als aktive Form der
Aufmerksamkeit. Danilo läuft den Motiven nicht hinterher. Er
beobachtet Licht, Menschen und Situationen, bis ein Moment zu ihm
kommt. Dabei entstehen ruhige, teils schwere Bilder, die nicht
jedem gefallen müssen. Entscheidend ist, dass sie etwas auslösen,
Fragen stellen oder Betrachtende für einen Augenblick aus dem
gewohnten Bilderfluss herausholen.
Thomas und Danilo sprechen außerdem über Selbstkritik, die
Befreiung von Likes und Reichweite, Bewegungsunschärfe in der
Straßenfotografie, schnelle Entscheidungen beim Volleyball, den
Unterschied zwischen dem besten Bild und dem Lieblingsbild sowie
die besondere Wirkung eines Prints. Auch die Fotogruppe mit Anja
Grothe und Maria, gegenseitiges Feedback und Danilos
London-Kalender spielen eine wichtige Rolle.
Ein persönliches Gespräch über Geduld, fotografische Freiheit,
Erinnerung, Vergänglichkeit und den Mut, Bilder zu machen, die
der eigenen Wahrnehmung entsprechen.
Kapitel
00:00 Fotografie als Gegenpol zum Alltag
03:48 Vom IT-Berater zum Fotografen
07:27 Die erste eigene Kamera mit 40
09:32 Das Klicken der Kindheit
13:32 Bilder als Träger von Erinnerungen
18:40 Warum Fotografie keine Pflicht werden darf
20:38 Freiheit von Likes und Leistungsdruck
22:39 Die Suche nach der eigenen Bildsprache
28:58 Wann ein Moment zum Bild wird
32:19 Verpasste Augenblicke loslassen
34:02 Warum Bilder stören dürfen
38:39 Selbstkritik und Vertrauen in die eigene Sicht
40:51 Schwere Themen fotografisch begleiten
45:46 Fotografie, Trauer und Erinnerung
57:26 Streetfotografie als Schule der Geduld
01:01:24 Warten als aktive Aufmerksamkeit
01:09:04 Action und stille Momente im Sport
01:14:13 Bildauswahl, Abstand und Bearbeitung
01:17:37 Lieblingsbild oder bestes Bild?
01:19:27 Warum ein Print dem Bild Raum gibt
01:24:55 Die Fotogruppe als Antrieb
01:28:37 Fotografie fühlen und der eigenen Sicht vertrauen
Danilo Adam
Homepage / Fotocommunity:
https://www.fotocommunity.de/fotograf/danilo-adam/2471308
Instagram: @danilo._.adam
https://www.instagram.com/danilo._.adam/
Das Bild des Episodencovers wurde von Danilo Adam zur Verfügung
gestellt.
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