WERKSTATT-DOKUMENT ZUR FOLGE — „Meine Führungszahl – die eine
Zahl, die vorausläuft"
Ampel-Selbstdiagnose, Platz für Ihren ersten Kandidaten und drei
Sofortmaßnahmen. Kostenlos auf der Folgenseite:
https://werkstatt-mittelstand.de/folgen/f11.html
Erstgespräch mit Max Kummer (10FINANCE):
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Erstgespräch mit Sven Neumann (impacts4u):
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Freitagabend, 18:20 Uhr. Max sitzt mit einem Mandanten beim
Zahlen-Nachmittag. Der Mann kennt seinen Laden: Umsatz auf den
Euro, den größten Kunden auf eine Stelle nach dem Komma, alles
aus dem Kopf. Dann eine einzige Frage: Zeigen Sie mir die eine
Zahl, an der Sie erkennen, ob Ihr Laden trägt. Nicht den Umsatz.
Die Zahl, auf die Sie zuerst schauen, wenn es eng wird. Der Mann
wird still, blättert, sucht – und sagt: So eine Zahl habe ich gar
nicht.
Das ist die Regel, nicht die Ausnahme. Zahlenmaterial fehlt nie.
Die BWA kommt jeden Monat, der Jahresabschluss im Mai und sagt,
dass das letzte Jahr etwas schwieriger war als das davor. Was
fehlt, ist die Entscheidung, welche Zahl führt. Max und Sven
drehen dafür die Kapitaldienstfähigkeit aus Folge 9 um 180 Grad:
Damals war die Zahl die Antwort auf die Frage der Bank, heute ist
es die Zahl, mit der Sie selbst steuern. Der Drei-Fach-Test: Eine
Führungszahl verdichtet, sie läuft voraus, und Sie können sie
beeinflussen. Umsatz und Gewinn fallen durch. Der Umsatz ist die
lauteste Zahl im Betrieb und beim Führen eine der leisesten – man
kann ihn steigern und dabei ärmer werden. Der Gewinn läuft
hinterher und lügt über die Liquidität, weil die Tilgung nicht in
der Ergebniszeile steht, aber vom Konto verschwindet.
Die eine Führungszahl für alle gibt es nicht. Wer die verkauft,
verkauft ein Formular. Sie sitzt da, wo es bei Ihnen zuerst
klemmt: Working Capital, Deckungsbeitrag pro Auftrag oder
Kapitaldienst im schwachen Jahr. Zwei Maschinenbauer, gleiche
Branche, gleiche Umsatzklasse – und zwei völlig verschiedene
Zahlen. In einem dieser Mandate hat allein die Steuerung über
diese eine Zahl das Working Capital um rund 15 Prozent
verbessert, ohne einen einzigen Zusatzauftrag.
Dazu die drei Schritte: die Zahl finden – welche Zahl hätte Sie
bei Ihrem letzten echten Problem gewarnt? Sie sichtbar machen –
raus aus dem Kopf, raus aus dem Bauch: Einem Mandanten hat Max
seine Zahl wortwörtlich an die Bürowand gemalt und sie dort
monatlich nachgetragen. Ein fester Termin im Monat, eine
Viertelstunde, immer gleich gerechnet. Und aus ihr eine Ampel
machen: vor jeder größeren Entscheidung zuerst auf diese Zahl.
Denn die Zahl fragt nicht, ob Sie wachsen sollen. Sie sagt Ihnen,
was Sie sich gerade leisten können.
Max Kummer (10FINANCE) und Sven Neumann (impacts4u) bringen
zusammen fast fünf Jahrzehnte Erfahrung als Gesellschafter und
Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen mit. Direkt,
ehrlich und aus der Praxis: Erkennen. Entscheiden. Machen.
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