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  4. Kanzler der gebrochenen Schwüre | Von Janine Beicht
Das Kabinettsstatement beweist das Machtopfer an
Deutschland

Selbstbewusste Worte können nicht darüber hinwegtäuschen,
dass der politische Kurs unverändert bleibt. Während Wirtschaft,
Mittelstand und Bürger mit steigenden Belastungen kämpfen, setzt
die Regierung auf bekannte Rezepte und verkauft Stillstand als
entschlossenen Aufbruch.

Ein Kommentar von Janine Beicht.

Wer geglaubt hatte, dass mit der Amtsübernahme von Bundeskanzler
Friedrich Merz der politische Niedergang Deutschlands gestoppt,
die schleichende Deindustrialisierung beendet und der linken
Grünen-Agenda der Stecker gezogen würde, ist spätestens am
gestrigen Sommertag im brandenburgischen Schloss Neuhardenberg
auf dem Boden der brutalen Realität aufgeschlagen.

Die Auftaktrede von Merz vor der Kabinettsklausur (1) ist kein
Dokument der Stärke, sie ist eine chronologische
Kapitulationsurkunde. Der Mann, der als bürgerlich-konservativer
Hoffnungsträger angetreten war, hat in wenigen Minuten das Bild
eines Politikers gezeichnet, dem eigene Partikular- und
Machterhaltungsinteressen heiliger sind als der Wohlstand und die
Sicherheit der eigenen Bevölkerung. Die sezierende Demontage
einer Rede, die als Mahnmal für gebrochene Wahlversprechen in die
Geschichte eingehen wird.

Die Heuchelei der Eröffnung

Schon beim Verlesen der ersten Zeilen entlarvt sich das
Kanzleramt als Ort einer inszenierten Fassade. Statt den Bürgern
reinen Wein über die wirtschaftliche Agonie des Landes
einzuschenken, flüchtet sich der Kanzler in psychologische
Beruhigungspillen. Während im Volk angesichts schwindender
Kaufkraft und steigender Unsicherheit die Angst regiert, heuchelt
Merz ohne Schamgefühl Entschlossenheit und erklärt vollmundig
(1):

Welch ein Hohn für jeden Bürger, der unter der Last der Inflation
und den Trümmern des Wirtschaftsstandorts leidet! Merz baut hier
den ersten rhetorischen Nebelkerzen-Schild auf. Anstatt die
eigene Verantwortung für den Zustand des Landes zu benennen,
wischt er reale Nöte mit einer antrainierten Zuversicht weg. Er
schlüpft nahtlos in die Rolle des Moderators einer Kanzlerschaft,
die sich nicht etwa durch eigene Härte auszeichnet, sondern durch
das stumme Mitgehen auf dem zerstörerischen Pfad der
Vorgängerregierung. Die Eröffnung zeigt: Hier spricht kein
reformatorischer Staatsmann, sondern ein Akteur, der Stärke im
Kabinett vorspielt, um in Wahrheit die Fortsetzung des grünen
Narrativs zu verschleiern.

„Die Ereignisse der letzten Wochen haben in unserer Bevölkerung
einige zusätzliche Befürchtungen und Sorgen ausgelöst. Trotzdem
oder gerade deshalb starten wir mit Zuversicht und Tatkraft in
die nächsten
Monate.“...https://apolut.net/kanzler-der-gebrochenen-schwure-von-janine-beicht/
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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