Wir nehmen euch mit in unsere 77. Podcastfolge! Heute Morgen sind
wir noch mit strahlendem Sonnenschein direkt am Meer aufgewacht,
und jetzt stehen wir auf dem Parkplatz eines riesigen Tesco Extra
direkt an der Autobahn. Die Geräuschkulisse ist zwar ein etwas
anderes „White Noise“ als das Meeresrauschen, aber unsere
Erlebnisse des Tages bringen echte Urlaubsstimmung mit sich.
Unser Tag begann in Hilton an der Grenze zu Balintore am Seaboard
Centre. Zusammen mit einigen anderen Wohnmobilen – vor allem mit
deutschen Kennzeichen aus Düsseldorf oder Rosenheim – haben wir
eine sehr ruhige Nacht verbracht. Obwohl wir uns eigentlich früh
auf den Weg machen wollten, ging der Morgen wunderbar entspannt
los: Nach dem Kaffeekochen, Aufräumen, einer Gassirunde mit Mila
und Spielen mit Valentin auf dem Spielplatz war es doch etwas
später. Die Sonne schien zwar, aber der Wind war eiskalt, sodass
wir Valentin dick eingepackt hatten. Bevor wir den Platz
verließen, machten wir noch unsere Thetford-Toilette sauber und
machten uns ohne Frühstück, aber gestärkt mit Kaffee auf den Weg
gen Süden.
Unser Etappenziel war Fortrose mit dem berühmten Chanonry Point –
einem bekannten Aussichtspunkt für Delfine am Leuchtturm. Die
Fahrt dorthin verlangsamt sich jedoch gewaltig: Zuerst blockierte
ein Trecker über mehrere Kilometer die Straße, den wir auf der
engen Fahrbahn einfach nicht überholen konnten. Zu allem
Überfluss kamen uns dann drei Polizeiautos mit Blaulicht
entgegen, die den Verkehr an den Straßenrand lotsten. Der Grund
für das Aufgebot: Ein Schwertansport („abnormal load“) für
riesige Bauteile von Windkraftanlagen. Nachdem wir diesen
Hürdenlauf gemeistert hatten und endlich über die Cromarty-Brücke
fuhren, nutzten wir die Fahrt für schöne Ausblicke, während
Valentin friedlich im Wohnmobil einschlief.
In Fortrose angekommen, ist der Parkplatz am Chanonry Point
selbst für Wohnmobile gesperrt. Wir steuerten daher den
kostenlosen öffentlichen Parkplatz im Ort an, um das letzte Stück
zu Fuß zu gehen. Eigentlich wollten wir uns bei der örtlichen
Bäckerei „Bakhoose“ noch with leckeren Zimtschnecken eindecken,
doch diese hatte leider geschlossen. Gegen 11:30 Uhr machten wir
uns schließlich bei stürmischem Wind auf den Weg entlang der Ness
Road und über den Golfplatz in Richtung Strand.
Am Chanonry Point angekommen – laut Schildern einer der weltweit
besten Orte, um Große Tummler (Bottlenose Dolphins) bei der Jagd
nach Lachsen zu beobachten – begegneten wir anderen Beobachtern
mit Ferngläsern. Diese berichteten uns, dass sie etwa 20 Minuten
zuvor tatsächlich Delfine am Horizont springen gesehen hatten!
Valentin erkundete aufgeweckt den Sandstrand, spielte mit Steinen
und freundete sich mit einer spanischen Familie an. Gleichzeitig
hatte der Wind aber enorm zugenommen. Neben den Tücken des Windes
kämpften wir mit Sand auf der Kameralinse, und auch militärische
Übungen (Düsenjets und Maschinengewehrfeuer aus der Ferne)
begleiteten die Kulisse.
Als wir uns schließlich enttäuscht auf den Rückweg machen wollten
und Valentin in die Trage packten, entdeckten wir plötzlich ein
Ausflugsboot auf dem Moray Firth. Da diese
Delfinbeobachtungs-Boote meist genau wissen, wo sich die Tiere
aufhalten, folgten wir einer Abkürzung zurück an den Strand. Und
tatsächlich: Wir wurden belohnt und konnten die Delfine
schlussendlich noch aus nächster Nähe beobachten!
Nach diesem Abenteuer setzten wir unsere Route fort in Richtung
Inverness. Dort nutzten wir den Aufenthalt für Erledigungen und
steuerten schließlich den Stellplatz direkt beim Tesco Extra an
der Autobahn an. Auch wenn die Kulisse mit dem Straßenrauschen
einen Kontrast zur Natur bietet, lässt sich hier der Tag perfekt
ausklingen.
Welche Eindrücke wir sonst noch auf unserer Reise gesammelt haben
und wo es uns als Nächstes verschlägt, erfahrt ihr komplett in
dieser Folge. Viel Spaß beim Reinhören!
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