Ich habe in den letzten Monaten gelernt, dass ich nicht immer das
Rennpferd sein muss, das von einer Aufgabe zur nächsten
galoppiert. Ich darf auch Florentine Faultier sein: langsam,
gemütlich, verspielt und einfach mal sein.
Für mich bedeutet das, nicht jede freie Minute mit To-dos, Handy,
Weiterbildung oder Produktivität zu füllen. Ich darf Pause
machen, ohne sie mir verdienen zu müssen. Ich darf an die
Decke schauen, Musik hören, barfuß durch die Natur laufen, mit
Tieren sein, Freunde treffen, lachen, quatschen oder einfach gar
nichts tun.
Dabei geht es nicht um Aufschieberitis oder darum, Dinge
dauerhaft zu vermeiden. Es geht um bewusste, absichtslose Zeit:
Momente, in denen ich vorher nicht weiß, was ich machen werde,
sondern einfach spüre, was mir gerade guttut.
Ich möchte dieses Sommerferiengefühl mit in meinen Alltag nehmen
– mitten in einem Montag, im Büro oder im November. Weniger „Ich
muss“ und viel mehr „Ich darf“. Weniger Funktionieren, mehr
Leben. Weniger Rennen, mehr Genießen.
Ich merke immer wieder, wie gut es meinem ganzen System tut, wenn
ich bewusst langsamer werde. Wenn ich meine Schultern loslasse,
den Kiefer entspanne, tief durchatme und wieder in meinen Körper
komme. Die Natur und meine Tiere helfen mir dabei besonders, weil
sie mich daran erinnern, dass Leben nicht aus einer endlosen
To-do-Liste besteht. Tiere schlafen, wenn sie müde sind, spielen,
wenn ihnen danach ist, und genießen einfach den Moment.
Und genau diese Energie möchte ich mir immer wieder erlauben.
Kleine Inseln von Sommerferiengefühl mitten im Alltag. Ein paar
Minuten ohne Handy, ein Spaziergang ohne Ziel, Musik, die ich
wirklich höre, ein spontanes Treffen oder einfach eine Runde
Nichtstun. Meine Florentine Faultier darf dabei meine beste
Freundin sein und mich liebevoll daran erinnern, dass ich nicht
ständig leisten, optimieren und funktionieren muss.
Meine Florentine erinnert mich daran: Ich bin keine
To-do-Liste auf zwei Beinen. Ich darf einfach sein.
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