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  4. Roadtrip nach Dunnet Head: Midges-Attacke, Regen an Schottlands Nordküste & traumhafter Sonnenuntergang| Ep. 74
Was für ein Tag! Wir melden uns direkt von einem ganz besonderen
und wunderschönen Stellplatz zurück, wo wir gerade einen
traumhaften Sonnenuntergang über dem Meer genießen dürfen. In
dieser 74. Folge nehmen wir euch mit auf unsere aufregende Etappe
entlang der rauen schottischen Nordküste – voller ungeplanter
Zwischenstopps, steiler Straßen, miesen Midges-Attacken und
echter Naturgewalt.

Unser Tag begann an der Invergordon-Bucht in der Nähe des kleinen
Boating Clubs. Dort haben wir die Nacht zusammen mit einem
anderen Campervan und zwei Autos verbracht – besetzt mit einem
jungen Pärchen in den Zwanzigern sowie einer Frau mit Hund und
weiteren Weggefährten. Trotz der nahegelegenen Straße haben wir
erstaunlich gut und ruhig geschlafen. Ein Hoch auf die
Wachs-Ohrstöpsel, die wir uns noch in Dublin gekauft hatten!

Nach einem entspannten Kaffee und Frühstück im Wohnmobil ging die
Fahrt los. Unser ursprünglicher Plan war es, den Tesco Superstore
im etwa 25 Minuten entfernten Tain anzusteuern, dort zu tanken
und Vorräte zu kaufen. Wir hatten gehofft, dass unser kleiner
Valentin die kurze Strecke noch wach bleibt und erst danach
einschläft, wenn wir weiter gen Norden fahren. Doch wie das auf
Roadtrips so ist: Pläne ändern sich! Direkt an der Abfahrt
entdeckten wir einen Lidl und einen Morrisons inklusive
Tankstelle, die wir am Vorabend völlig übersehen hatten.

Kurzerhand besorgten wir Kaffee, Wasser und Proviant im Lidl und
steuerten dann die Morrisons-Tankstelle an. Mit 1,84 £ pro Liter
Diesel war das die bisher günstigste Tankgelegenheit auf unserer
bisherigen Route! Das Tanken selbst wurde allerdings zur
Geduldsprobe: Die erste Zapfsäule spuckte nach 30 £ nur noch Luft
aus. Nach dem ersten Bezahlen mussten wir umparken und an einer
zweiten Zapfsäule nochmal nachfüllen. Durch das ständige
Türenauf- und zuschlagen war Valentin nach nur einer halben
Stunde Schlaf leider wieder schlagartig wach.

Weiter ging es auf der A9 über die imposante Dornoch Firth Bridge
und vorbei am Dunrobin Castle. Die Strecke überraschte uns
gewaltig: Bei Berriedale ging es mit stolzen 13 % Gefälle über
eine Meile steil bergab – eine ordentliche Beanspruchung für die
Bremsen! In Dunbeath folgte direkt das nächste Gefälle mit 10 %
über eine Brücke. Beeindruckend waren die Notfall-Kiesbetten
(Emergency Lanes) für Fahrzeuge mit Bremsversagen.

Da Valentin zunehmend quengelig wurde, suchten wir dringend nach
einer Haltebucht. Doch auf der A9 gab es kilometerlang absolut
keine Möglichkeit zum Anhalten. Ein drängelnder Autofahrer hinter
uns verlor schließlich die Geduld, überholte uns steil und hupte
verärgert – während die anderen Verkehrsteilnehmer (darunter
viele schicke Oldtimer von einer lokalen Show) völlig entspannt
blieben.

In einer Durchfahrts-Bucht im Landesinneren (mitten im
Moosgebiet) machten wir schließlich Pause für leckere
Grilled-Cheese-Sandwiches mit Relish. Beim Verlassen des
Wohnmobils wurden wir jedoch augenblicklich und erbarmungslos von
den schottischen Midges attackiert! Zudem müssen wir eine Sache
aus der gestrigen Folge korrigieren: Die Vögel, die wir am Meer
beobachtet haben, waren keine Kraniche (davon gibt es in
Schottland nur ganz wenige Brutpaare), sondern Gänse! Sie kommen
aktuell aus Island sowie von den Färöer-Inseln und überwintern an
der schottischen Küste.

Auf der Weiterfahrt öffnete der Himmel seine Schleusen:
Platzregen, dichtester Nebel und riesige Pfützen machten das
Fahren echt anspruchsvoll. Erst als wir uns Thurso näherten – der
nördlichsten Stadt auf dem britischen Festland und zufällig
Partnerstadt von Brilon – klarte es auf. Über die schmale
Single-Track-Road B855 ging es schließlich zum Dunnet Head, dem
echten nördlichsten Punkt des britischen Festlands! Zwar hatten
wir kurz überlegt, noch weiter zum Duncansby Head zu fahren, aber
nach gut 100 Meilen anstrengender Fahrt reicht es uns für heute
völlig.

Viel Spaß beim Reinhören!
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„Roadtrip nach Dunnet Head: Midges-Attacke, Regen an Schottlands Nordküste & traumhafter Sonnenuntergang| Ep. 74“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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