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  4. Heukrise: Gesund durch den Winter trotz Raufuttermangel
Dürre, verbrannte Weiden, knappe Vorräte und Heupreise,
die vielerorts durch die Decke gehen...

Die aktuelle Raufutterkrise stellt
Pferdehalter und Stallbetreiber vor große
Herausforderungen. Doch wieviel Heu braucht ein Pferd
tatsächlich? Was darf man ersetzen – und welche vermeintlichen
Alternativen können sogar gefährlich werden?

In dieser Sonderfolge von Auf
Trab spricht Julia Kistner
mit Dr.#Sonja Berger von der Klinischen Abteilung
für Interne Medizin Pferde der
#Vetmed-UniWien darüber, wie Pferde trotz knapper
Heuvorräte gesund durch den Herbst und  den Winter kommen.

Die wichtigste Botschaft gleich vorweg: Bei der Rohfaser sollte
nicht zu stark gespart werden. Als absolute Untergrenze gelten
rund 1,7 bis 2 Kilogramm Heu bzw. Raufutter pro 100
Kilogramm Körpergewicht und Tag. Zu wenig Rohfaser kann
Magen, Darm und Mikrobiom belasten und das Kolikrisiko erhöhen.

Wie weit kann man Heu mit Stroh strecken?

Hochwertiges Futterstroh kann einen Teil der Ration ersetzen –
allerdings nicht unbegrenzt. Laut Sonja Berger
sollten höchstens rund 30 Prozent der
Raufutterration durchStroh ersetzt werden. Wichtig
sind eine gute Qualität, möglichst wenig Staub und Schimmel sowie
eine langsame Gewöhnung.

Besonders bei hungrigen Pferden kann eine zu schnelle oder zu
große
Strohaufnahme Verstopfungskoliken begünstigen.Auch
bei sehr kurzem, meist stark behandeltem Stroh ist Vorsicht
geboten.

Heunetze verlängern Fressdauer wenig.

Engmaschige Heunetze verlängern die Fressdauer weniger stark, als
viele vermuten. Sie können aber
helfen, Futterverluste durch
Vertrampeln und Verschmutzen zureduzieren.

Nicht für jedes Pferd sind sie ideal: Bei alten Pferden,
Zahnerkrankungen wie EOTRH, Problemen der Halswirbelsäule oder
Atemwegserkrankungen können andere Slowfeeding-Systeme
beziehungsweise bodennahe Heukisten geeigneter sein.

Vorsicht bei trockenem, gestresstem Weidegras!

Braunes, dürregestresstes Gras ist nicht automatisch harmlos. Es
kann hohe Fruktangehalte aufweisen und
damit vor allem für Pferde mit EMS oder Insulindysregulation
problematisch werden.

Durch die lückige Grasnarbe können außerdem Giftpflanzen
wie Jakobskreuzkraut, Graukresse oder
Hahnenfuß stärker auftreten.

Rasenschnitt ist kein Pferdefutter

Kein Pferdefutter ist frischer Rasenschnitt aus dem Rasenmäher.
Das kurze, feuchte Material wird schnell aufgenommen und beginnt
rasch zu gären. Mögliche Folgen reichen von Fehlgärungen und
Gaskoliken bis hin zu schwerenDarmentzündungen und Hufrehe.

Frische Zweige und geeignetes Laub können Pferde beschäftigen und
das Kaubedürfnis unterstützen. Sie bleiben aber ein Zusatz
und kein Ersatz für Raufutter.

Fremdes Heu: lieber analysieren lassen!

Wer derzeit Heu aus anderen Regionen oder Ländern zukauft, kennt
Herkunft und Pflanzenbestand oftmals nicht. Die Vetmeduni Wien
bietet Untersuchungen unter anderem auf Nährstoffe,
Pflanzenbestand, Bakterien und Pilze an.

Weitere Heu – und Heuersatz-Futtertipps in der aktuellen Folge
von AUF TRAB, in der auch Futtercoach #AnjaBeifuss von #HPDVital
und #KlausHart von #K&KHeuhandel zu Wort kommen.

Viel Hörvergnügen wünschen Euch Julia und Ihre Welshies– übrigens
auch bei früheren AUFTRAB-Folgen zur Heuqualtiät, die ihr sehr
gerne nachhören könnt.

Musik- und Soundrechte:
⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠⁠https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/

#Pferd #AufTrab #Pferdepodcast #Heukrise #Pferdefütterung
#Pferdegesundheit #Raufutter #Heu#Luzerne #Heulage #Silage
#Pferdehaltung #Kolik #VetmeduniWien 

Fotos: Berger/Hart/Beifuss, Bearbeitung AUF TRAB
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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