Wann Kinder das Reiten beginnen können
Was können Drei-, Sechs- oder Zehnjährige körperlich und mental
bereits leisten? Und woran erkennen Eltern einen guten Reitstall
mit einem durchdachten Unterrichtskonzept?
Darum geht es in der aktuellen #AUFTRAB-Podcastfolge, in der
#Julia Kistner mit #SibylleWiemer und #Anna-RosaBrandstetter über
kindgerechte Reitunterricht, die körperliche Entwicklung junger
Reiterinnen und Reiter, denEinfluss der Eltern sowie über
Sicherheit und Versicherung spricht.
Worin sich die drei Pferdefrauen einig sind: Ein früher Kontakt
zu Pferden kann für Kinder äußerst wertvoll sein. Pferde sind
wertvolle Begleiter beim Großwerden. Sie bewerten Kinder nicht
danach, welche Kleidung sie tragen, welches Handy sie besitzen
oder ob sie zu einer bestimmten Gruppe gehören. Sie reagieren auf
das Verhalten des Menschen im jeweiligen Moment.
Kinder lernen Verantwortung zu übernehmen, Empathie zu entwickeln
und die Körpersprache wahrzunehmen. Sie lernen Geduld, Vorsicht
und auch Rücksicht auf andere Lebewesen zu nehmen. Kinder können
im Umgang mit Pferden Selbstvertrauen aufbauen und die eigenen
Gefühle und Reaktionen besser kennenlernen.
Allerdings müsse man zwischen spielerischer Reitpädagogik und
leistungsorientiertem Reitsport unterscheiden.
Nach Einschätzung der Reitrainerinnen Sibylle und Anna-Rosa sind
viele Kinder etwa ab einem Alter von neun oder zehn Jahren
körperlich, geistig und emotional so weit, dass sie mit einem
systematischen Reitunterricht beginnen können. Ab dann sind sie
in einem Alter, wo sie zunehmend komplexere Anweisungen
verstehen, sich länger konzentrieren, Bewegungsabläufe bewusster
koordinieren und Verantwortung für einzelne Aufgaben übernehmen
können. Ab ca. neun Jahren können sie ein Pony unter Aufsicht
holen, führen und anbinden, beim Putzen, Satteln und Aufzäumen
mitarbeiten und reiterliche Hilfen gezielter erlernen.
Vor allem empfehle es sich aus anatomischen Gründen nicht jüngere
Kinder schon alleine traben und galoppieren zu lassen. Die
typische Doppel-S-Form der menschlichen Wirbelsäule, die
Bewegungen abfedert und Kräfte verteilt, sei laut Anna-Rosa erst
ungefähr im Alter von neun Jahren vollständig entwickelt. Bei
jüngeren Kindern können Stöße daher noch nicht in derselben Weise
abgefangen werden wie bei Jugendlichen oder Erwachsenen.
Das bedeutet nicht, dass jüngere Kinder keinen Kontakt zu Pferden
haben sollten. Entscheidend ist vielmehr, dass Inhalt, Dauer und
Intensität des Unterrichts an das jeweilige Entwicklungsalter
angepasst werden. Nicht umsonst fände pädagogischen Reiten fast
ausschließlich im Schritt statt.
Worauf man bei der Auswahl der Reitschule für sein Kind achten
sollte und wie sich Eltern, aber auch die Reittrainerinnen
versichern sollte, klären die mobile Trainerin Sibylle Wiemer und
Reitpädagogin Anna-Rosa Brandstetter, die in Moosbierbaum in
Niederösterreich das Reitsportprojekt Hobby Pferd betreibt ebenso
in dieser AUF TRAB-Podcastfolge.
Viel Hörvergnügen wünschen Julia Kistner und Ihre Welshcobs
Velvet, Dancer und Tessa.
Und wenn Euch diese Podcastfolge von AUF TRAB gefallen hat, könnt
ihr sie gerne liken, kommentieren und vor allem weiterempfehlen,
damit noch mehr Pferdefreunde AUF TRAB sind.
Musik- und Soundrechte:
https://auftrab.eu/index.php/musik-und-soundrechte/
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#pferdegerecht #Kindergesundheit #longieren
Fotos: Wiemer/ Bearbeitung AUF TRAB
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