Ein Kommentar von Rainer Rupp.
Am 13. Juli 2026 eröffnete Bundeskanzler Friedrich Merz an der
Universität zu Köln feierlich die private „Adenauer School of
Government“. In seiner Festrede betonte er, dass von diesem
Institut künftige Führungskräfte kommen sollten, die eine
„selbstbewusste Neuordnung der Welt“ vorantrieben und die
Digitalisierung sowie Modernisierung des Staates vor allem durch
die Befähigung der Streitkräfte unterstützten. Die Einrichtung
wird über indirekte Wege von einem der verschwiegensten
Milliardärs-Clans Deutschlands finanziert, so der deutsche
Publizist Werner Rügemer.
Auf
seiner Webseite (1) bezeichnet
sich Werner Rügemer als Referent, Sachbuchautor und
„interventionistischer Philosoph“, der den gegenwärtigen
US-geführten, westlichen Kapitalismus untersucht hinsichtlich der
neuen Kapitalorganisatoren wie BlackRock, der Private Equity- und
Hedgefonds, ihrer Regierungsbeziehungen und ihrer Beraterheere
wie auch hinsichtlich der zersplitterten und weitgehend
entmachteten Klasse der abhängig Beschäftigten. Daher hat er die
Hintergründe der Gründung der privaten Elite-Uni in Köln in einem
am Mittwoch, den 29. Juli erschienenen
detaillierten Artikel (2) auf den Nachdenkseiten
beleuchtet, der nachfolgend zusammengefasst ist:
Laut Autor fand die Eröffnungsfeier unter höchsten
Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Albertus-Magnus-Platz vor dem
Hauptgebäude der Uni Köln war hermetisch abgeriegelt und von
Polizeiwagen umstellt. Sprengstoffexperten mit Spürhunden
durchsuchten das Gebäude und kontrollierten die Ausrüstung der
Journalisten. Im Saal selbst galten strenge Vorschriften: Die
ausgewählten Zuschauer durften beim Beifall nicht aufstehen. Merz
verließ den Raum unmittelbar nach seiner Rede als Erster,
womöglich um unangenehmen Fragen aus dem Weg zu gehen.
Während der Kanzler im Inneren sprach, versammelten sich mehrere
Tausend Studierende hinter dem Universitätsgebäude zum Protest.
Auf Transparenten oder vielen Dutzend hochgehaltenen
Protestschildern hieß es: „74 % unzufrieden – für wen regiert
Merz?“, „Köln steht auf – Merz muss weg“, „Mehr Herz statt Merz“,
„Tax the Rich“ und „Reformen – das ist Klassenkrieg“. Paula
Woltering von „Studis gegen Rechts“ erklärte, dass Studenten,
Beschäftigte und Erwerbslose gemeinsam eine andere Politik
forderten. Die Regierung kürze bei Krankenkassen,
Pflegeversicherung, Grundsicherung und Rente, während die
Protestierenden soziale Absicherung, kürzere Arbeitszeiten und
höhere Löhne verlangten.
Die Fachschaft Physik kritisierte die beispiellose Aufrüstung und
die geplante Wehrpflicht. Sie wollten keinen Krieg und keinen
Genozid, sondern Abrüstung, Diplomatie und die Einhaltung des
Völkerrechts.
...https://apolut.net/merz-eroffnet-elitare-privat-uni-zur-befahigung-unserer-streitkrafte-von-rainer-rupp/
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