In dieser Folge von "Sachlich Richtig" diskutieren Annekatrin
Mücke, Alexander Teske und Peter Welchering den medialen Umgang
mit der AfD, ausgelöst durch das umstrittene Spiegel-Titelbild
über Ulrich Siegmund. Sie sprechen über Grenzfälle zwischen
Meinungsjournalismus, Verdachtsberichterstattung und Aktivismus
sowie darüber, wie stark Medien in einer eigenen Blase arbeiten.
Ein zweiter Schwerpunkt ist die MDR-Wahlarena zur Landtagswahl in
Sachsen-Anhalt. Die Runde kritisiert Transparenzprobleme,
suggestive Fragen, die Bildregie und die Auswahl der
Fragesteller, zugleich aber auch die politische und mediale
Doppelmoral beim Umgang mit der AfD, der CDU und dem
Verfassungsschutz.
Am Anfang geht es um das Spiegel-Cover mit der Formulierung „der
gefährlichste Mann Deutschlands“ und warum die Runde es als
unzulässige Wertung statt als journalistische Einordnung sieht.
Später um die Frage, ob Medien bei AfD-Themen ihre Maßstäbe
verschieben und damit selbst zur politischen Akteurin werden und
warum Hamburg und andere urbane Medienzentren aus Sicht der Runde
eine andere politische Realität abbilden als Sachsen-Anhalt.
Der Erfolgspodcast Ben ungeskriptet mit Ulrich Siegmund und die
überraschende Absage des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze wird
genauso thematisiert wie die Debatte um Medienkompetenz,
Brandmauer und die Frage, ob sich die CDU in eine politische
Sackgasse manövriert. Es geht um die Kritik an Schlagzeilen über
Siegmunds Aussagen zu NGOs, Rundfunkstaatsverträgen und
Verfassungsschutz, die nach Ansicht der Runde Aussagen verkürzen
oder verzerren.
00:00 - Spiegel-Cover als Auslöser der Debatte
01:13 - Erste Reaktionen auf das Titelbild von Ulrich Siegmund
02:31 - Ist „der gefährlichste Mann Deutschlands“ noch
Berichterstattung?
04:06 - Warum eine Frage legitim wäre, eine Tatsachenbehauptung
aber nicht
07:08 - Frühere Spiegel-Cover und der Vorwurf des
wiederkehrenden Populismus
09:25 - MDR-Faktencheck und die Grenze zwischen Meinung und
Prüfung
10:27 - Ostdeutsche Medienrealität versus Hamburger Blase
13:59 - Gibt es in Redaktionen überhaupt Widerspruch?
14:50 - Ben ungeskriptet, Siegmund und die politische Wirkung
von Reichweite
17:38 - Warum CDU-Kandidat Sven Schulze das Format nicht nutzt
19:17 - Medienberatung, schlechtes Bildmaterial und politische
Zurückhaltung
23:58 - Die Schlagzeile über angeblich „abzuschaffende NGOs“
27:13 - Streit um den Verfassungsschutz und seine demokratische
Rolle
29:06 - Kritik an der Frankfurter Rundschau und zugespitzten
Überschriften
31:53 - Historische Beispiele: Thüringen, NSU und
Verfassungsschutzkritik
36:53 - Einstieg in die MDR-Wahlarena und ihre Auffälligkeiten
40:02 - Parteimitgliedschaft der Fragesteller wird aus dem
Schnitt entfernt
44:18 - Warum Transparenz bei Publikum und Fragestellern
entscheidend ist
46:14 - Suggestive Fragen statt echter Nachfragen
51:16 - Themen der Sendung: Inklusion statt Wahlkernfragen
57:12 - Bildregie, Spiegel-Cover und inszenierte Reaktionen im
Studio
59:15 - MDR-Selbstlob über Inklusion und barrierefreie Angebote
61:35 - Der MDR-Kommentar in den Tagesthemen und die Kritik an
dessen Ton
66:44 - Normalisierung von Parteien als demokratische Aufgabe
68:12 - Doppelmoral beim Umgang mit der Linken und der AfD
73:20 - Politologe Christian Strecker fordert Pragmatismus und
flexible Mehrheiten
Wenn Ihnen diese Folge oder auch jede andere unseres Podcasts
gefallen hat, unterstützen Sie unsere Arbeit gerne mit einer
Schenkung. Wir würden uns sehr über eine Zahlung freuen, nur so
ist es uns auch weiterhin möglich, diese Arbeit zu leisten. So
geht´s:
per IBAN an: DE14 2004 1155 0843 5885 00 (Alexander Teske) oder
per PayPal @ATeske812 (bitte Zahlung unter Freunden anklicken).
Wir freuen uns natürlich auch sehr über Abonnements, Bewertungen
und Kommentare.
Wenn Sie direkt Kontakt aufnehmen möchten, erreichen Sie uns
unter:
annekatrin.muecke@gmx.de
peter@welchering.de
kontakt@alexander-teske.de
Support the show
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.