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Sachlich richtig Archiv

86 Episoden
1 Stunde 15 Minuten
Wie funktioniert Privatfernsehen und was passiert, wenn ein Medienmanager aus seiner Branche ausbricht? In dieser Folge von „Sachlich Richtig“ sprechen Annekatrin Mücke, Alexander Teske und Peter Welchering mit Oliver Brendel alias der Medienfuzzi, in seinem ersten Leben Manager und Produzent bei Pro 7 und Sat 1. Er berichtet von Quotendruck, absurdem Bullshit-Bingo bei Abnahmen und wann für ihn der Punkt erreicht war, aus dem Trash-TV auszusteigen. Wir erfahren auch, dass sein kurzes Zwischenspiel bei RT das endgültige Aus seiner Karriere in den Mainstreammedien besiegelte, ihn dann aber auf eine ganz neue berufliche Schiene bei den digitalen Medien brachte. Diskutiert werden außerdem Jan Böhmermanns Humor, die Grenzen der Satire und Brendels Rechtsstreit um einen Post über Georgine Kellermann. Auch Joko und Klaas, politische Positionierung im Unterhaltungsfernsehen sowie die Kritik am privaten wie auch öffentlich-rechtlichen Rundfunk stehen zur Debatte. Ein Gespräch über Macht, Moral und Aufmerksamkeit – mit Einblicken in die Fernsehproduktion, scharfer Medienkritik und der Frage, was die sogenannten „alternativen“ Medien besser machen können und sollten. 

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1 Stunde 16 Minuten
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00:00 – Intro

00:37 – Tag der Deutschen Einheit: Alle Spitzenämter westdeutsch besetzt

05:15 – Dialekt, Identitätspolitik und Quoten

10:09 – Der Festakt in Bremen: Katja Riemanns Auftritt

11:02 – Steinmeiers Rede: „Ansage eines Mafiabosses"

14:50 – Wo liegt die politische Mitte?

17:10 – Politiker singen im Luxushotel

23:05 – „Inside CDU": Philipp Amthor und der Strandkorb

27:34 – Bildkontrolle: Was Angela Merkel besser machte

31:58 – Der öffentlich-rechtliche Rundfunk: Kosten, Schlagseite, Reformunfähigkeit

37:41 – Rundfunkstaatsverträge kündigen: Ein Ausweg?

39:18 – Spiegel, Taz und die Frage, wer Journalist ist

44:11 – Gibt es journalistische Standards? Der Streit mit Peter Welchering

44:56 – Die Correctiv-Recherche

51:10 – Pressekodex, Presserat und Nius

59:05 – Regierungsflieger und Zugang zu Quellen

1:05:03 – Nicht mehr eingeladen: Die gespaltene Medienöffentlichkeit

1:10:29 – Reschke, Neubauer und Co.: Wer kommt nicht ins Gespräch?

1:12:25 – Warum Ralf Schuler Bild verließ und zu Nius wechselte

1:15:57 – Verabschiedung

In dieser Folge von „Sachlich Richtig fragt" sprechen Alexander Teske und Peter Welchering mit Ralf Schuler, Politikchef bei Nius und zuvor fast zehn Jahre Leiter der Parlamentsredaktion der Bild. Ausgangspunkt ist der Tag der Deutschen Einheit in Bremen. Schuler ordnet ein, dass alle fünf Spitzenämter westdeutsch besetzt sind, und äußert sich zu Identitätspolitik und Quotendebatten. Er kritisiert den Festakt und Steinmeiers Rede und erklärt, warum sich die politische Mitte für ihn rein über Mehrheiten definiert. Weitere Themen sind die ZDF-Dokumentation „Inside CDU" mit Philipp Amthor und Strandkorb sowie die Frage, wie Politiker ihre Bilder kontrollieren, im Vergleich zu Angela Merkel. Ausführlich geht es um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, mögliche Reformwege wie die Kündigung der Rundfunkstaatsverträge und die Rolle des Spiegel. Im Streit mit Peter Welchering geht es darum, ob es journalistische Standards gibt. Schuler schildert außerdem, wie sich sein Zugang zu Quellen und Talkshow-Einladungen verändert hat, warum er Bild verließ und wie er die gespaltene Medienöffentlichkeit sieht.

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1 Stunde 24 Minuten
„Charakterlich ungeeignet" – mit diesem Satz quittierte ein ARD-Chefredakteur einst Alexander Teskes ersten Gastbeitrag für eine andere Zeitung. In dieser Folge von „Sachlich Richtig" erzählen Alexander, Annekatrin Mücke und Peter Welchering offen von solchen Erfahrungen und nehmen sich zugleich die großen Medienthemen der Woche vor.

Im Zentrum steht der Abschied von Jan Böhmermann beim ZDF – offiziell seine eigene Entscheidung, inoffiziell womöglich Druck aus dem konservativen Lager und von einem Medienanwalt. Die Runde zerpflückt seinen Nachfolger Florian Schröder, der Ostdeutsche einst als „Mondkälbchen" bezeichnete, und fragt sich fassungslos, warum ein Satiriker wie Oliver Brändel für einen harmlosen Tweet verurteilt wird, während andere ungestraft austeilen dürfen.

Kritisch ist auch der Blick auf Annette Dittert: Die ARD-Journalistin erhielt gerade das Bundesverdienstkreuz – obwohl sie, wie die Runde eindrücklich schildert, im Klappentext ihres eigenen Buches zugibt, während der Brexit-Berichterstattung Tränen in den Augen gehabt zu haben. Zum Schluss wird es grundsätzlich: Waren die Fragen an AfD-Wahlsieger Leif-Erik Holm in den Tagesthemen wirklich nur unglücklich formuliert – oder steckt dahinter die blanke Angst einer Branche, die um ihre Zukunft bangt?

Kapitelübersicht: 

 00:03 – Intro und der neue „Der schwarze Kanal"-Pullover 

 01:50 – Böhmermanns Abschied: Freiwillig oder erzwungen? 

 03:32 – Böhmermanns Nachfolger beim RBB: „Bömi brutzelt" 

 07:29 – Florian Schröder: Wer ist der neue Mann? 

 10:38 – Schröders Beleidigungen gegen Ostdeutsche 

 12:54 – Die Scherz-Theorie der FAZ zum Böhmermann-Aus 

 13:32 – Der Fall Oliver Brändel: Satire vor Gericht 

 16:44 – Das KIWI-Modell: Zensur durch Landesmedienanstalten? 

 22:09 – Wer finanziert die neuen „Tugendwächter"? 

 25:35 – Der Fall Ben Bernd und Rechtsanwalt Steinhöfel 

 29:28 – Annette Dittert bekommt das Bundesverdienstkreuz 

 32:10 – Sollten Journalisten Politik-Preise annehmen? 

 36:14 – Das Bundesverdienstkreuz-Drama um Tobias Morgenstern 

 38:57 – Annette Ditterts Berichterstattung im Rückblick 

 42:39 – Persönliche Anfeindungen aus der ARD-Chefredaktion 

 46:23 – Die Mär vom reichen ÖRR-Kritiker 

 50:xx – Nebentätigkeiten: Moderatoren für die Bundesregierung 

 53:14 – Stellenabbau beim WDR: Sparen oder Umverteilen? 

 1:03:30 – Eklat im BR-Rundfunkrat: Direktor durchgefallen 

 1:08:39 – Historischer Rückblick: Der Fall Bernd Hilder beim MDR 

 1:11:41 – Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern: Leif-Erik Holm 

 1:13:xx – Fragwürdige Fragen an AfD-Wahlsieger Holm 

 1:17:04 – Caren Miosga und der Umgang mit Robert Habeck 

 1:18:33 – Kritische Fragen an Berlins Wahlsiegerin ausgeblieben 

 1:21:06 – Die Rote-Hilfe-Debatte und ihre Doppelmoral 

 1:22:59 – Verabschiedung 

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1 Stunde 19 Minuten
"Ein Mann kann nicht als Frau leben. Es bleibt immer ein Mann." – das ist die klare Haltung von Rona Duwe. Sie will niemandem verbieten, als Mann, als Frau oder gänzlich unbestimmt im Alltag unterwegs zu sein. Aber für Duwe gibt es genau 2! biologische Geschlechter, zwischen denen man auch nicht nach Belieben hin und her wechseln kann. Die bekennende Feministin sieht vor allem im Bestreben von immer mehr Männern, in geschützte Frauenräume vorzudringen, eine gefährliche Entwicklung. Deshalb ist Duwe vielen Anfeindungen ausgesetzt, auch und gerade von Seiten der Mainstreammedien. Bei uns hat sie die Gelegenheit, ohne Framing, ohne Einordnung und ohne Angriffe ihre Sicht auf Transgender-Ideologie, das Selbstbestimmungsrecht und die konzertierte Verunsicherung vor allem junger Menschen darzulegen.

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1 Stunde 16 Minuten
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Ulf Poschardt spricht mit Annekatrin Mücke und Alexander Teske über den Zustand des deutschen Journalismus und warum er dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum noch etwas abgewinnen kann: "Ich kann den Deutschlandfunk morgens.., also das tue ich mir nicht mehr an." Er ordnet ein, wie Podcasts wie Hotel Matze oder Ben Unscripted klassische Medien in Reichweite und Relevanz überholen, und erklärt, warum er Apollo News und Max Mannhart für einen der besten jungen Journalisten hält.

Im Gespräch geht es um die politische Schlagseite der Leitmedien, die Berichterstattung über Ostdeutschland und die AfD sowie um Parallelen zu Dänemark, das er als liberaleres Gegenmodell beschreibt. Poschardt reflektiert auch seine eigene Sozialisation bei der Süddeutschen Zeitung und den Wandel von Beobachtung zu Haltung im Journalismus: "Das ist einfach Religion."

Zum Abschluss geht es um die wachsende Bedeutung sozialer Medien, Poschardts eigene Reichweite auf Instagram und seinen Rat an junge Menschen, die in den Journalismus wollen.

0:00 Intro & Begrüßung

1:11 Welche Podcasts Poschardt annimmt und warum

3:58 Apollo News, Max Mannhardt & "alternative" Medien

9:18 Würde er zu Maischberger gehen?

10:51 Reichweite von Podcasts vs. klassischen Talkshows

14:17 Vertrauensverlust des ÖRR

17:42 Wer trägt die Verantwortung – Redaktion vs. Moderatoren?

21:45 Verflechtung von ÖRR und Qualitätsmedien

25:02 Zitat aus "Bückbürgertum": Haltung statt Beobachtung

25:41 Poschardts eigene Anfänge bei der Süddeutschen

29:51 Der Fall Birk Meinhardt & früher Wandel im Journalismus

35:47 Vergleich mit Dänemark: Bückbürger vs. echte Liberalität

41:05 Was Deutschland vom dänischen ÖRR lernen könnte

44:27 Berichterstattung zur Wahl in Sachsen-Anhalt

47:42 Ost-West-Schieflage in den Redaktionen

54:55 "Ossi-Bashing" und mediale Stereotype

1:00:16 Zukunft der digitalen Medien

1:03:55 Social-Media-Reichweite & Blocking auf Blue Sky

1:06:37 Warum Poschardt zu seinem Lebensstil steht

1:08:27 Chancen und Risiken sozialer Medien für junge Menschen

1:13:54 Rat an Nachwuchsjournalisten

1:16:28 Verabschiedung

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1 Stunde 14 Minuten
Er wurde bespuckt, ausgegrenzt, abschätzig behandelt – und ist trotzdem seit über 30 Jahren ein Liebling der Medien – Gregor Gysi, Rechtsanwalt und Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke. In dieser Folge von „Sachlich Richtig" spricht er offen über jahrzehntelange Erfahrungen mit Journalisten, Talkshowmoderatoren und Intendanten. Gysi fordert vom Medienbetrieb mehr Mut, Hartnäckigkeit und Differenzierung. Warum bleiben platte Sätze oft einfach stehen, wieso kommen Stimmen wie die von Gabriele Krone-Schmalz oder Egon Bahr im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum noch zu Wort, weshalb werden der AfD zu selten die richtigen Fragen gestellt?

 Zwischen persönlichen Anekdoten, der Warnung vor KI-Deepfakes – auch unter Missbrauch seines eigenen Namens - sowie seinem Plädoyer für mehr Mut zur Gegenrede entsteht das Porträt eines Politikers, der genau weiß, wie Medien funktionieren.

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1 Stunde 18 Minuten
In dieser Folge des Medien-Podcasts „Sachlich Richtig" diskutieren Annekatrin Mücke, Alexander Teske und Peter Welchering zuerst eine von der Organisation Campact veröffentlichte Liste mit über 60 Medien, gegen die zum Werbeboykott bei YouTube aufgerufen wurde, sowie um die Frage nach der Legitimität solcher Boykottaufrufe.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der „Aktion Funkstille" von NDR und MDR im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern, mit der die Sender vor möglichen Kündigungen der Rundfunkstaatsverträge durch AfD, BSW und FDP warnten. Die Gäste ordnen dies historisch ein und ziehen Parallelen zur Kündigung des NDR-Staatsvertrags durch Schleswig-Holstein 1978.

Ausführlich analysiert wird zudem die Berichterstattung des MDR zum Spitzenkandidaten-Duell in Sachsen-Anhalt, insbesondere die begleitenden Faktenchecks, die nach Einschätzung der Runde teilweise eher Meinungschecks darstellten. Diskutiert werden dabei konkrete Beispiele zu Aussagen über Strompreise, Migrationskosten und Kriminalitätsstatistiken.

Weitere Themen sind mögliche Interessenkonflikte durch Nebentätigkeiten von Journalisten für Regierungsstellen, die Sommerinterviews mit Alice Weidel und Tino Chrupalla, eine Talkshow-Runde bei Markus Lanz zum BSW sowie eine „Hart aber fair"-Sendung zum Thema Ost-West-Verhältnis.

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Quizze

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1 Stunde 17 Minuten
Was passiert, wenn eine junge Radiomoderatorin in der DDR eine verbotene Zeitschrift zum Thema macht – und damit die Rundfunk-Chefetage herausfordert?

 In dieser Folge sprechen Annekatrin Mücke und Peter Welchering mit ihrer Kollegin Silke Hasselmann über deren Weg aus Pasewalk nach Berlin zum DDR-Jugendradio DT64, einem Sender, der für viele junge Menschen weit mehr war als nur ein Radioprogramm. 

 Es geht um die berühmte „Sputnik-Affäre“ in Vorwendezeiten, aber auch um heutige Erfahrungen mit mehr oder weniger versteckter Zensur, um ideologische Vorgaben, journalistische Verantwortung und die Grenzen, die ein Staat seinen Medien setzt.

 Wie viel Mut braucht es, um eine unbequeme Wahrheit auszusprechen? Wann wird aus journalistischer Arbeit Widerstand? Und was bleibt von dieser Haltung, wenn sich das politische System verändert?

 Anne und Peter kennen Silke Hasselmann aus unterschiedlichen Zeiten und Arbeitszusammenhängen. Gerade daraus entsteht ein persönliches, pointiertes und ungewöhnlich nahes Gespräch über Medien, Macht und den Preis der Unangepasstheit. Ein Podcast für alle, die wissen wollen, wie Journalismus klingt, wenn er sich nicht mit den offiziellen Antworten zufriedengibt.

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1 Stunde 13 Minuten
In dieser Folge von "Sachlich Richtig" diskutieren Annekatrin Mücke, Alexander Teske und Peter Welchering den medialen Umgang mit der AfD, ausgelöst durch das umstrittene Spiegel-Titelbild über Ulrich Siegmund. Sie sprechen über Grenzfälle zwischen Meinungsjournalismus, Verdachtsberichterstattung und Aktivismus sowie darüber, wie stark Medien in einer eigenen Blase arbeiten.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die MDR-Wahlarena zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Runde kritisiert Transparenzprobleme, suggestive Fragen, die Bildregie und die Auswahl der Fragesteller, zugleich aber auch die politische und mediale Doppelmoral beim Umgang mit der AfD, der CDU und dem Verfassungsschutz.

Am Anfang geht es um das Spiegel-Cover mit der Formulierung „der gefährlichste Mann Deutschlands“ und warum die Runde es als unzulässige Wertung statt als journalistische Einordnung sieht. Später um die Frage, ob Medien bei AfD-Themen ihre Maßstäbe verschieben und damit selbst zur politischen Akteurin werden und warum Hamburg und andere urbane Medienzentren aus Sicht der Runde eine andere politische Realität abbilden als Sachsen-Anhalt.

Der Erfolgspodcast Ben ungeskriptet mit Ulrich Siegmund und die überraschende Absage des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze wird genauso thematisiert wie die Debatte um Medienkompetenz, Brandmauer und die Frage, ob sich die CDU in eine politische Sackgasse manövriert. Es geht um die Kritik an Schlagzeilen über Siegmunds Aussagen zu NGOs, Rundfunkstaatsverträgen und Verfassungsschutz, die nach Ansicht der Runde Aussagen verkürzen oder verzerren.

⁠00:00⁠ - Spiegel-Cover als Auslöser der Debatte

⁠01:13⁠ - Erste Reaktionen auf das Titelbild von Ulrich Siegmund⁠

02:31⁠ - Ist „der gefährlichste Mann Deutschlands“ noch Berichterstattung?⁠

04:06⁠ - Warum eine Frage legitim wäre, eine Tatsachenbehauptung aber nicht

⁠07:08⁠ - Frühere Spiegel-Cover und der Vorwurf des wiederkehrenden Populismus⁠

09:25⁠ - MDR-Faktencheck und die Grenze zwischen Meinung und Prüfung⁠

10:27⁠ - Ostdeutsche Medienrealität versus Hamburger Blase⁠

13:59⁠ - Gibt es in Redaktionen überhaupt Widerspruch?⁠

14:50⁠ - Ben ungeskriptet, Siegmund und die politische Wirkung von Reichweite

⁠17:38⁠ - Warum CDU-Kandidat Sven Schulze das Format nicht nutzt⁠

19:17⁠ - Medienberatung, schlechtes Bildmaterial und politische Zurückhaltung

⁠23:58⁠ - Die Schlagzeile über angeblich „abzuschaffende NGOs“⁠

27:13⁠ - Streit um den Verfassungsschutz und seine demokratische Rolle⁠

29:06⁠ - Kritik an der Frankfurter Rundschau und zugespitzten Überschriften⁠

31:53⁠ - Historische Beispiele: Thüringen, NSU und Verfassungsschutzkritik⁠

36:53⁠ - Einstieg in die MDR-Wahlarena und ihre Auffälligkeiten⁠

40:02⁠ - Parteimitgliedschaft der Fragesteller wird aus dem Schnitt entfernt⁠

44:18⁠ - Warum Transparenz bei Publikum und Fragestellern entscheidend ist⁠

46:14⁠ - Suggestive Fragen statt echter Nachfragen⁠

51:16⁠ - Themen der Sendung: Inklusion statt Wahlkernfragen⁠

57:12⁠ - Bildregie, Spiegel-Cover und inszenierte Reaktionen im Studio⁠

59:15⁠ - MDR-Selbstlob über Inklusion und barrierefreie Angebote

61:35 - Der MDR-Kommentar in den Tagesthemen und die Kritik an dessen Ton

66:44 - Normalisierung von Parteien als demokratische Aufgabe

68:12 - Doppelmoral beim Umgang mit der Linken und der AfD

73:20 - Politologe Christian Strecker fordert Pragmatismus und flexible Mehrheiten

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1 Stunde 3 Minuten
War Journalismus je ein Traumberuf und ist er es heute noch? Oder wird er immer mehr zum Alptraum? Die Münchner Kommunikationswissenschaftlerin Jana Rick forscht dazu seit einigen Jahren, hat für ihre Studien viele Journalisten befragt und kennt den Beruf aus eigener Praxis. Ihr Fazit: Immer mehr Journalisten steigen aus dem Beruf aus, aus unterschiedlichsten Gründen – prekäre Arbeitsverhältnisse vor allem für freie Journalisten, Überforderung, Ideologisierung. Auf die Ergebnisse ihrer Studien reagiert die Branche mit ungewöhnlich großem Zuspruch: Hunderte Journalisten meldeten sich bei ihr für Interviews – ein Zeichen dafür, wie groß der Redebedarf in einer Branche ist, die eigentlich von der Kommunikation lebt. 

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1 Stunde 13 Minuten
Die langjährige Justiziarin des RBB hat uns geschrieben: Wir sollen eine Folge ändern! Ihr Vorgehen hat sie mit dem RBB abgesprochen. Was wir getan haben und warum, was die Justiziarin überhaupt gestört hat - das ist Teil 1 dieser aktuellen Folge von "Sachlich richtig", dem Medien-Podcast mit Annekatrin Mücke, Peter Welchering und Alexander Teske.

In Teil 2 reden wir über die Programmbeschwerden. Die nehmen zu. 5000 waren es in 2025. Dabei ist es schwierig, sich über ARD, ZDF oder Funk zu beschweren. Warum und welche Wege es gibt, das erklären im Detail. Und wir begründen auch, warum wir das ganze Verfahren eigentlich für abgeschafft und ersetzt halten.

In Teil unseren Gesprächs geht es um die anstehende Programmreform bei Deutschlandradio und Deutschlandfunk. Diese beiden vielleicht letzten Säulen im ÖRR, wo noch Fachjournalismus möglich war, sollen nun geschliffen werden. Die Sender sollen jünger und durchhörbarer werden. Wir haben Informationen dazu aus erster Hand.

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1 Stunde 13 Minuten
Der Satz einer damaligen Chefin sitzt bis heute: „Professionell" hieß für sie schon vor Jahren nicht objektive Ausgewogenheit, sondern Gesinnungs-Fokus. Der studierte Psychologe Tilo Bernhardt blickt auf über 20 Jahre öffentlich-rechtlichen Journalismus zurück – bei SFB, Phoenix, SWR. Dann der Ausstieg, nicht ganz zufällig mitten im ersten Corona-Lockdown. Trotzdem hat er die Hoffnung auf eine Rettung des öffentlich-rechtlichen Grundgedankens noch nicht aufgegeben und ein Buch dazu veröffentlicht: „Sieben Vorschläge für einen besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“ Darüber diskutiert er, teilweise recht konträr, mit Annekatrin Mücke und Peter Welchering.

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40 Minuten
ACHTUNG: Da sich in die ursprüngliche Fassung ein längeres Schwarzbild 'eingeschlichen' hat, laden wir diese zweite, korrigierte Fassung hoch und bitten um Entschuldigung.

Das ZDF hat kurzfristig den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit Song "Keine Angst“ in der 100. Jubiläumsausgabe von "Die Anstalt" verboten – mit Verweis auf mögliche Gewaltaufrufe im Text. Die beiden Künstler kritisierten die Entscheidung öffentlich als Eingriff in die Kunst- und Meinungsfreiheit.

 Annekatrin Mücke und Peter Welchering rekonstruieren den Ablauf: die unprofessionell späte Entscheidung des ZDF, die Rolle des Justiziariats dabei und mögliche "Verantwortungsdiffusion" beim Sender. 

 Es geht dabei neben der juristischen Einordnung des Songtextes (Aufruf zum Doxing von ‚Rechten‘, zu Sachbeschädigung durch Graffiti, die Grüße an die sogenannte "Hammerbande") und den daraus resultierenden Ereignissen auch um Fragen, wie die Instrumentalisierung des Begriffes Antifaschismus, Parallelen zur DDR-Rhetorik und den Aspekt, wem der Hype um Danger Dan nützt – und ob dahinter auch ein wohlkalkuliertes Geschäftsmodell stecken könnte. 

 Eine meinungsstarke Debatte über Kunstfreiheit, öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und die Grenzen zwischen Satire und Agitprop.

 

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48 Minuten
HINWEIS: Ab Minute 23:11 hat sich ein ca. 7minütiges Schwarzbild 'eingeschlichen'. Desgalb gibt es eine 2. korrigierte Version ("Danger Dan, das ZDF und die Meinungsfreiheit"). Wir bitten um Entschuldigung.

Das ZDF hat kurzfristig den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit mit Song "Keine Angst“ in der 100. Jubiläumsausgabe von "Die Anstalt" verboten – mit Verweis auf mögliche Gewaltaufrufe im Text. Die beiden Künstler kritisierten die Entscheidung öffentlich als Eingriff in die Kunst- und Meinungsfreiheit.

 Annekatrin Mücke und Peter Welchering rekonstruieren den Ablauf: die unprofessionell späte Entscheidung des ZDF, die Rolle des Justiziariats dabei und mögliche "Verantwortungsdiffusion" beim Sender. 

 Es geht dabei neben der juristischen Einordnung des Songtextes (Aufruf zum Doxing von ‚Rechten‘, zu Sachbeschädigung durch Graffiti, die Grüße an die sogenannte "Hammerbande") und den daraus resultierenden Ereignissen auch um Fragen, wie die Instrumentalisierung des Begriffes Antifaschismus, Parallelen zur DDR-Rhetorik und den Aspekt, wem der Hype um Danger Dan nützt – und ob dahinter auch ein wohlkalkuliertes Geschäftsmodell stecken könnte. 

 Eine meinungsstarke Debatte über Kunstfreiheit, öffentlich-rechtlichen Programmauftrag und die Grenzen zwischen Satire und Agitprop.

 

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1 Stunde 6 Minuten
Das Thema Gendern sorgt für hitzige Debatten. In unserem ersten Gespräch mit gleich zwei Experten klären wir Missverständnisse auf und fragen: Gibt es überhaupt einen Zwang zum Gendern – oder ist das nur eine ideologische Scheindebatte? Wenn Sie sich fragen, ob Sprache unsere Gesellschaft wirklich verändert oder nur politisch instrumentalisiert wird, sollten Sie diese Folge nicht verpassen.

Hier bekommen Sie konkrete Einblicke in die sprachpolitische Hintergründe: Was bedeutet das generische Maskulinum wirklich, und warum ist die Diskussion darüber so emotional aufgeladen? Dabei nehmen wir kein Blatt vor den Mund, wenn es um die Gefahr geht, dass öffentlich-rechtliche Medien ihre Glaubwürdigkeit durch ideologisch getriebene Sprachvorschriften aufs Spiel setzen. Es geht um die Freiheit der Sprache, um gesellschaftlichen Zusammenhalt und um den Kampf um Diskursmacht.

Dr. Dagmar Lorenz, Literaturwissenschaftlerin, und Fabian Payer, Germanist und Musiker, bringen klare Perspektiven in diesen emotionalen Schlagabtausch. Erfahren Sie, warum wissenschaftliche Studien oft missverstanden werden, welche politischen Interessen hinter der Bewegung stecken und wie man in der sprachlichen Vielfalt wieder Ruhe gewinnen kann. Nicht nur für Sprachinteressierte.

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