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1 Stunde 17 Minuten
Was passiert, wenn eine junge Radiomoderatorin in der DDR eine verbotene Zeitschrift zum Thema macht – und damit die Rundfunk-Chefetage herausfordert?

 In dieser Folge sprechen Annekatrin Mücke und Peter Welchering mit ihrer Kollegin Silke Hasselmann über deren Weg aus Pasewalk nach Berlin zum DDR-Jugendradio DT64, einem Sender, der für viele junge Menschen weit mehr war als nur ein Radioprogramm. 

 Es geht um die berühmte „Sputnik-Affäre“ in Vorwendezeiten, aber auch um heutige Erfahrungen mit mehr oder weniger versteckter Zensur, um ideologische Vorgaben, journalistische Verantwortung und die Grenzen, die ein Staat seinen Medien setzt.

 Wie viel Mut braucht es, um eine unbequeme Wahrheit auszusprechen? Wann wird aus journalistischer Arbeit Widerstand? Und was bleibt von dieser Haltung, wenn sich das politische System verändert?

 Anne und Peter kennen Silke Hasselmann aus unterschiedlichen Zeiten und Arbeitszusammenhängen. Gerade daraus entsteht ein persönliches, pointiertes und ungewöhnlich nahes Gespräch über Medien, Macht und den Preis der Unangepasstheit. Ein Podcast für alle, die wissen wollen, wie Journalismus klingt, wenn er sich nicht mit den offiziellen Antworten zufriedengibt.

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1 Stunde 13 Minuten
In dieser Folge von "Sachlich Richtig" diskutieren Annekatrin Mücke, Alexander Teske und Peter Welchering den medialen Umgang mit der AfD, ausgelöst durch das umstrittene Spiegel-Titelbild über Ulrich Siegmund. Sie sprechen über Grenzfälle zwischen Meinungsjournalismus, Verdachtsberichterstattung und Aktivismus sowie darüber, wie stark Medien in einer eigenen Blase arbeiten.

Ein zweiter Schwerpunkt ist die MDR-Wahlarena zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt. Die Runde kritisiert Transparenzprobleme, suggestive Fragen, die Bildregie und die Auswahl der Fragesteller, zugleich aber auch die politische und mediale Doppelmoral beim Umgang mit der AfD, der CDU und dem Verfassungsschutz.

Am Anfang geht es um das Spiegel-Cover mit der Formulierung „der gefährlichste Mann Deutschlands“ und warum die Runde es als unzulässige Wertung statt als journalistische Einordnung sieht. Später um die Frage, ob Medien bei AfD-Themen ihre Maßstäbe verschieben und damit selbst zur politischen Akteurin werden und warum Hamburg und andere urbane Medienzentren aus Sicht der Runde eine andere politische Realität abbilden als Sachsen-Anhalt.

Der Erfolgspodcast Ben ungeskriptet mit Ulrich Siegmund und die überraschende Absage des CDU-Spitzenkandidaten Sven Schulze wird genauso thematisiert wie die Debatte um Medienkompetenz, Brandmauer und die Frage, ob sich die CDU in eine politische Sackgasse manövriert. Es geht um die Kritik an Schlagzeilen über Siegmunds Aussagen zu NGOs, Rundfunkstaatsverträgen und Verfassungsschutz, die nach Ansicht der Runde Aussagen verkürzen oder verzerren.

⁠00:00⁠ - Spiegel-Cover als Auslöser der Debatte

⁠01:13⁠ - Erste Reaktionen auf das Titelbild von Ulrich Siegmund⁠

02:31⁠ - Ist „der gefährlichste Mann Deutschlands“ noch Berichterstattung?⁠

04:06⁠ - Warum eine Frage legitim wäre, eine Tatsachenbehauptung aber nicht

⁠07:08⁠ - Frühere Spiegel-Cover und der Vorwurf des wiederkehrenden Populismus⁠

09:25⁠ - MDR-Faktencheck und die Grenze zwischen Meinung und Prüfung⁠

10:27⁠ - Ostdeutsche Medienrealität versus Hamburger Blase⁠

13:59⁠ - Gibt es in Redaktionen überhaupt Widerspruch?⁠

14:50⁠ - Ben ungeskriptet, Siegmund und die politische Wirkung von Reichweite

⁠17:38⁠ - Warum CDU-Kandidat Sven Schulze das Format nicht nutzt⁠

19:17⁠ - Medienberatung, schlechtes Bildmaterial und politische Zurückhaltung

⁠23:58⁠ - Die Schlagzeile über angeblich „abzuschaffende NGOs“⁠

27:13⁠ - Streit um den Verfassungsschutz und seine demokratische Rolle⁠

29:06⁠ - Kritik an der Frankfurter Rundschau und zugespitzten Überschriften⁠

31:53⁠ - Historische Beispiele: Thüringen, NSU und Verfassungsschutzkritik⁠

36:53⁠ - Einstieg in die MDR-Wahlarena und ihre Auffälligkeiten⁠

40:02⁠ - Parteimitgliedschaft der Fragesteller wird aus dem Schnitt entfernt⁠

44:18⁠ - Warum Transparenz bei Publikum und Fragestellern entscheidend ist⁠

46:14⁠ - Suggestive Fragen statt echter Nachfragen⁠

51:16⁠ - Themen der Sendung: Inklusion statt Wahlkernfragen⁠

57:12⁠ - Bildregie, Spiegel-Cover und inszenierte Reaktionen im Studio⁠

59:15⁠ - MDR-Selbstlob über Inklusion und barrierefreie Angebote

61:35 - Der MDR-Kommentar in den Tagesthemen und die Kritik an dessen Ton

66:44 - Normalisierung von Parteien als demokratische Aufgabe

68:12 - Doppelmoral beim Umgang mit der Linken und der AfD

73:20 - Politologe Christian Strecker fordert Pragmatismus und flexible Mehrheiten

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1 Stunde 3 Minuten
War Journalismus je ein Traumberuf und ist er es heute noch? Oder wird er immer mehr zum Alptraum? Die Münchner Kommunikationswissenschaftlerin Jana Rick forscht dazu seit einigen Jahren, hat für ihre Studien viele Journalisten befragt und kennt den Beruf aus eigener Praxis. Ihr Fazit: Immer mehr Journalisten steigen aus dem Beruf aus, aus unterschiedlichsten Gründen – prekäre Arbeitsverhältnisse vor allem für freie Journalisten, Überforderung, Ideologisierung. Auf die Ergebnisse ihrer Studien reagiert die Branche mit ungewöhnlich großem Zuspruch: Hunderte Journalisten meldeten sich bei ihr für Interviews – ein Zeichen dafür, wie groß der Redebedarf in einer Branche ist, die eigentlich von der Kommunikation lebt. 

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1 Stunde 13 Minuten
Die langjährige Justiziarin des RBB hat uns geschrieben: Wir sollen eine Folge ändern! Ihr Vorgehen hat sie mit dem RBB abgesprochen. Was wir getan haben und warum, was die Justiziarin überhaupt gestört hat - das ist Teil 1 dieser aktuellen Folge von "Sachlich richtig", dem Medien-Podcast mit Annekatrin Mücke, Peter Welchering und Alexander Teske.

In Teil 2 reden wir über die Programmbeschwerden. Die nehmen zu. 5000 waren es in 2025. Dabei ist es schwierig, sich über ARD, ZDF oder Funk zu beschweren. Warum und welche Wege es gibt, das erklären im Detail. Und wir begründen auch, warum wir das ganze Verfahren eigentlich für abgeschafft und ersetzt halten.

In Teil unseren Gesprächs geht es um die anstehende Programmreform bei Deutschlandradio und Deutschlandfunk. Diese beiden vielleicht letzten Säulen im ÖRR, wo noch Fachjournalismus möglich war, sollen nun geschliffen werden. Die Sender sollen jünger und durchhörbarer werden. Wir haben Informationen dazu aus erster Hand.

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1 Stunde 13 Minuten
Der Satz einer damaligen Chefin sitzt bis heute: „Professionell" hieß für sie schon vor Jahren nicht objektive Ausgewogenheit, sondern Gesinnungs-Fokus. Der studierte Psychologe Tilo Bernhardt blickt auf über 20 Jahre öffentlich-rechtlichen Journalismus zurück – bei SFB, Phoenix, SWR. Dann der Ausstieg, nicht ganz zufällig mitten im ersten Corona-Lockdown. Trotzdem hat er die Hoffnung auf eine Rettung des öffentlich-rechtlichen Grundgedankens noch nicht aufgegeben und ein Buch dazu veröffentlicht: „Sieben Vorschläge für einen besseren öffentlich-rechtlichen Rundfunk.“ Darüber diskutiert er, teilweise recht konträr, mit Annekatrin Mücke und Peter Welchering.

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Über diesen Podcast

Einmal in der Woche schauen die vier etablierten Redakteure Annekatrin Mücke, Alexander Teske, Ole Skambraks und Peter Welchering auf einen aktuellen Aufreger in der Medienbranche und fragen, was sich aus dem Einzelfall lernen lässt und was dahinter steckt. Die Medien-Insider berichten Internas aus dem Maschinenraum des Journalismus - egal ob Öffentlich-Rechtlicher Rundfunk, Privat-TV oder Alternativmedien.
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„Sachlich richtig“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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