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Kann man mehr als eine Heimat haben?

Im Griechischen klingt das ganz selbstverständlich: patrídes -
Heimaten - und genau davon erzählt mein heutiger Gast Annetta
Ristow.

Sie hat griechische Wurzeln, lebt schon sehr lange in Deutschland
und hat im Grunde zwei „Heimate“ :-). Doch wo sind wir eigentlich
zu Hause?

Ist Heimat der Ort, an dem wir geboren wurden?

Dort, wo unsere Familie lebt? Eine Sprache, eine Kultur - oder
vielleicht vielmehr ein Gefühl?

Annetta Ristow ist Mutter von sechs Kindern und hat ganz
unterschiedliche berufliche Lebenswelten kennengelernt - von
Olympic Airlines über interkulturelle Arbeit bis zur Arbeit mit
geflüchteten und älteren Menschen. Wir sprechen über Heimat und
Fremdsein, Familie, Arbeit und Berufung, Intuition und
Gelassenheit.

Aber auch über Diskriminierung, gesellschaftliche Verantwortung
und darüber, warum wir nicht wegschauen sollten, wenn anderen
Menschen Unrecht geschieht. Und immer wieder kommen wir zu einer
Frage zurück, die heute vielleicht wichtiger ist denn je:

Wie wollen wir miteinander leben - und was können wir selbst dazu
beitragen? Ein persönliches Gespräch über zwei „Heimaten“,
Vielfalt, Menschlichkeit, Haltung und Vertrauen ins Leben. -

Dies ist ein Non-profit-Podcast, in dem es um Psychoedukation und
weitere psychologische Themen geht, die Impulse und Denkanstöße
geben sollen.

Wenn ihr das Gefühl habt, dass es euch seelisch nicht gut geht,
vertraut euch eurem Umfeld anund/oder sucht eure/n Hausärzt/in –
oder Psychiater/innen oderPsychotherapeut/innen auf.Bei einer
akuten Krise erhaltet ihr auch bei der nächsten psychiatrischen
Klinik oder vom Notarzt jederzeit Hilfe unter 112. Die
Telefonseelsorge erreicht ihr rund um die Uhr kostenfrei unter
den Nummern 0800-111 0 111oder 0800-111 0222. Manchmal kann man
an Ausbildungsinstituten für Psychotherapie etwas schneller
Therapieplätze bekommen.
⁠⁠⁠⁠⁠https://www.wege-zur-psychotherapie.org/⁠

- timestamps:

03:48 Gelassenheit und Lebenserfahrung: Annetta erzählt, wie sie
gelernt hat, Dinge manchmal stehen zu lassen und nicht alles
kontrollieren zu wollen

12:30 Arbeit, Berufung: Barbara und Annetta sprechen darüber,
welche Rolle Erwerbsarbeit im Leben spielen sollte und was die
jüngere Generation vielleicht anders und besser macht.

17:06 Gesellschaftlicher Druck und politische Veränderungen: Hier
geht es um Kürzungen, Belastungen im Gesundheitswesen und die
Frage, welche Folgen politische Entscheidungen für Menschen haben
können.

22:42 - 6 Kinder, Beruf und gelebte Gleichberechtigung: Annetta
erzählt, wie sie und ihr Mann Familienarbeit und Beruf
miteinander verbunden und Verantwortung geteilt haben. 29:41 -
Tod, Vertrauen und Sinnfragen: Annetta spricht darüber, warum die
Beschäftigung mit der Endlichkeit für sie auch etwas Tröstliches
hat. 33:34 - Fremdsein und Ankommen in Deutschland: Annetta
erzählt von ihrer Kindheit, ihrer Ankunft aus Griechenland 35:27
- Eine prägende Erfahrung mit Diskriminierung: Eine Szene aus
ihrer Kindheit hat Annetta bis heute geprägt und ihren Wunsch
verstärkt, bei Ungerechtigkeit nicht wegzuschauen.

36:22 - Vom Fremdsein zur Arbeit mit Geflüchteten:

38:09 Von der Wirtschaft in die soziale Arbeit: Annetta nimmt uns
mit durch

weitere Stationen ihres Berufslebens - von interkultureller
Arbeit über Geflüchtetenhilfe bis zur Senior:innenarbeit.

41:32 Begegnungen mit Holocaust-Überlebenden: Warum
Erinnerungsarbeit so wichtig ist

48:30 Zwei Heimaten: Wo ist man eigentlich zu Hause? Annetta
spricht über ihre griechische und ihre deutsche Heimat und über
die Vorstellung einer Heimat, die Grenzen überschreiten kann.

50:32 Unterschiede als Ressource: Annetta erklärt, warum sie
Unterschiede zwischen Menschen bewusst als Ressource bezeichnet

52:51 Was ist Intuition? Annetta beschreibt, wie sie ihre
Intuition wahrnimmt und warum sie gelernt hat, diesem inneren
Gefühl zu vertrauen
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„Zwei „Heimaten" - eine klare Haltung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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