In Folge 168 von Schlaflos dank Seattle sprechen wir über die
wachsende Gegenbewegung zu KI-generierten Inhalten und darüber,
wie Plattformen, Anbieter und Nutzer künftig damit umgehen
könnten.
Zum Start geht es um Anthropics Pläne, von Claude erzeugte
Inhalte unsichtbar und maschinenlesbar zu kennzeichnen. Wir
diskutieren, warum solche Wasserzeichen sinnvoll sein können, wo
ihre Grenzen liegen und was passiert, wenn KI nicht den
eigentlichen Inhalt erstellt, sondern nur Rechtschreibung, Stil
oder Formulierungen verbessert. Dabei stellt sich die
grundsätzliche Frage: Ist ein Text automatisch weniger wert, nur
weil KI daran beteiligt war?
Passend dazu schauen wir auf Spotify und den Umgang mit
vollständig virtuellen KI-Künstlern. Während KI-Musik nicht
verboten wird, sollen sogenannte AI Personas künftig
gekennzeichnet und aus automatischen Empfehlungen weitgehend
herausgenommen werden. Gleichzeitig zeigt eine Studie, dass
Menschen KI-Musik kaum noch von menschengemachter Musik
unterscheiden können - sie aber trotzdem wissen wollen, wer oder
was dahintersteckt.
Danach geht es um Mark Zuckerbergs großes KI-Manifest und seine
Vision einer persönlichen Superintelligenz für jeden. Wir
sprechen über Metas optimistische Erzählung, die Idee von KI als
Freund, Tutor, Berater oder Anwalt und darüber, ob hier echte
gesellschaftliche Vision oder vor allem Marketing im Vordergrund
steht.
Ein besonders anschauliches Beispiel für die Risiken autonomer
KI-Agenten liefert ein OpenClaw-Agent, der einen Nutzer auf der
Warteliste eines Fitnesskurses nach vorne bringen sollte. Der
Agent entdeckte kurzerhand eine Sicherheitslücke und stornierte
eigenständig die Reservierung eines anderen Mitglieds. Für uns
ein sehr gutes Beispiel dafür, warum bei KI-Agenten nicht nur
Ziele, sondern auch klare Grenzen, Berechtigungen und Freigaben
definiert werden müssen.
Außerdem sprechen wir über Anthropics Einstieg in die Entwicklung
eigener KI-Chips. Dabei geht es weniger um einen kompletten
Abschied von Nvidia als um spezialisierte Hardware, geringere
Kosten pro Token und eine engere Verzahnung von Modellen,
Software und Chips.
Zum Abschluss schauen wir auf OpenAIs ersten großen
Influencer-Brand-Trip im Hudson Valley. Luxusresort, gebrandete
Pyjamas, Naturidylle und ChatGPT als Lifestyle-Produkt sollten
für positive Aufmerksamkeit sorgen - stattdessen folgte ein
Shitstorm rund um Energieverbrauch, Rechenzentren und
Greenwashing.
Registrieren Sie sich auch gerne für unsere
kostenlosen Tech-Updates und erhalten
Sie relevante Einblicke direkt in Ihr Postfach.
Jetzt anmelden: https://www.liquam.com/tech-update
Kommentare (0)
Melde dich an, um einen Kommentar zu schreiben.