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Werwolf 2: Besatzung zwischen Sicherheitsbedürfnis, Härte und Erinnerung

Werwolf 2: Besatzung zwischen Sicherheitsbedürfnis, Härte und Erinnerung

Gesprächsfaden vor 1 Monat
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Wie soll man mit der NS-geprägten Bevölkerung umgehen? In ihrem
Namen führten Wehrmacht, SS und Polizei einen Vernichtungskrieg,
der 27 Millionen Sowjetbürger tötete. Auch die Jugend führte
einen „totalen Krieg“ gegen die Rote Armee. In dieser Folge
betrachten wir die Reaktion der sowjetischen Befreier.

Andreas Weigelt, Enrico Heitzer und Raiko Hannemann diskutieren
Vorträge der Tagung „Partisanen als 'Werwölfe'“ (Mai 2026 in der
Gedenkstätte und Museum Sachsenhausen.) Wir führen in die
Endkriegs- und Nachkriegsgeschichte in der Sowjetischen
Besatzungszone ein. Kommentierend kontextualisieren wir die
sowjetische Besatzungsjustiz und die Internierung von Deutschen,
die unter „Werwolf“- bzw. „Diversantentum“-Verdacht standen.
Dabei loten wir das Spannungsverhältnis zwischen deutscher
Schuld, sowjetischem Sicherheitsbedürfnis,
(Menschen-)Rechtsgeschichte und Verfolgungshärte aus.

In ihren Vorträgen geben Andreas Weigelt (Gedenkstätte
Lieberose), Ulrich Müller (Stasi-Unterlagen-Archiv), Klaus-Dieter
Müller (Stiftung Sächsische Gedenkstätten) und Julia Landau
(Gedenkstätte Buchenwald) einen Einblick in diese Themen. Dabei
werden die Anzahl der „Werwolf“-Verdächtigen und -Verurteilten in
den Speziallagern und NKWD-Gefängnissen und der zum
Tode-Verurteilten beziffert. Thematisiert werden auch die
komplexe Motivationslage der sowjetischen Akteure
(Militärtribunale, Geheimpolizeien, Besatzungsarmee) und deren
Wahrnehmung der „Werwolf“-Gefahr.

Zum besseren Verständnis der Folge empfiehlt es sich, Folge 1
anzuhören.

Mein Dank gilt der Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, den
Referent:innen der Tagung sowie Enrico Heitzer und Andreas
Weigelt!

Informationen zu den Gedenkstätten gibt es hier.

Inhalt:

- Intro 0:00

- Was sind Sachsenhausen und Lieberose Jamlitz? (NS, Nachkrieg,
Gedenkstätten) 1:26

- Was sind Speziallager? Wen verhaften die Alliierten?
16:51

- Werwölfe und Speziallager 29:33

- Sowjetische Institutionen (NKWD, SMERSch, Militärjustiz, SMAD)
und frühe NS-Täter-Justiz in der DDR 34:42

- Vorträge aus Tagung am 6. Mai 2026 43:53

- Andreas Weigelt: Sowjetische Verhaftungspraxis gegen
tatsächliche oder vermeintliche Werwölfe und deutsche Partisanen
45:33

- Ulrich Müller: MfS-Quellen zum Thema Partisanen und Werwölfe
1:03:20

- Klaus-Dieter Müller: Unschuldig in den Todeslagern des NKWD?
Biografien von Jugendlichen und Werwolf-Beschuldigten
1:20:28

- Julia Landau: Die sowjetische Perspektive auf Werwolf und
Partisanen 1:43:31

- Kommentierende Diskussion mit Enrico Heitzer und Andreas
Weigelt 2:01:35

- Spannungen zwischen Speziallager-Zeitzeugen und Forschungen,
Erinnerungskultur und differenzierender Analyse 2:02:02

- Werwölfe und Stasi 2:12:50

- Sowjetische Werwolf-Verfolgung zwischen Nachkriegsrealität und
retrospektiver juristischer bzw. moralischer Bewertung
2:24:59

- Kann man dem Tätervolk trauen? Sowjets zwischen Misstrauen und
Besatzungspragmatismus 2:33:22

- Outro 2:44:15

Literatur: A. Weigelt/K.-D. Müller/T. Schaarschmidt/M.
Schmeitzner (Hg.): Todesurteile sowjetischer Militärtribunale
gegen Deutsche (1944–1947), 2., akt. u. erw. Aufl., Göttingen
2025. Open Access

Mail: gespraechsfaden@kliopolis.de

https://www.kliopolis.de/podcasts/gespraechsfaden/

Foto im Cover: Der Historiker Andreas Weigelt steht am
Hennersdorfer Berg auf dem zerstörten ehemaligen Bunker der
Finsterwalder Werwolf-Gruppe vom April 1945. Foto Andreas Weigelt
Juni 1999.
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„Werwolf 2: Besatzung zwischen Sicherheitsbedürfnis, Härte und Erinnerung“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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