Podcast
Podcaster
Food Fak(t)
Du folgst jetzt diesem Podcast.
Beschreibung
vor 21 Stunden
Dreißig Kilometer, ein Bundesland oder einfach ein gutes Gefühl:
Regional steht auf fast jeder Verpackung, nur meint jeder etwas
anderes damit. Wo hört Herkunft auf und wo fängt Etikett an? Warum
lehnt die Branche feste Regionalquoten fast geschlossen ab? Und
hält ein regionales Lieferantennetz wirklich, wenn die Ketten
reißen? Stefan Fak spricht mit Bettina Röttig von der Lebensmittel
Praxis, die den Regional-Star in Berlin organisiert und moderiert
hat, und mit Vanessa Schmelcher, die bei Kaufland den Einkauf
Regionalität verantwortet und in der Jury saß. Zwei Perspektiven
auf dasselbe Wort: die Beobachterin, die jedes Jahr Dutzende
Konzepte nebeneinander sieht, und die Einkäuferin, die Regionalität
in Prozesse, Mengen und Regalmeter übersetzen muss. Kaufland zieht
eine harte Linie: dreißig Kilometer Umkreis um die Filiale, dort
produziert, verarbeitet oder veredelt. Erst dann gibt es das
Regio-Herz aufs Etikett, samt Herstellungsort. Rund 2.000 regionale
Lieferanten und 25.000 Artikel hängen an dieser Definition. Bettina
Röttig zeigt, wie breit das Feld daneben ist: Manche Konzepte
denken in zehn Kilometern um den Kirchturm, andere in zweihundert.
Rechtlich geschützt ist der Begriff nicht. Im zweiten Teil wird es
härter. In den Krisenjahren hat Regionalität die Seite gewechselt,
vom Gefühlsthema zur Frage der Versorgungssicherheit. Vanessa
Schmelcher erzählt, wie regionale Nudelhersteller einsprangen, als
die großen Lieferanten während der Pandemie nicht mehr lieferten.
Bettina Röttig ordnet ein, warum das Thema inzwischen bis aufs
Podium mit dem Bundeslandwirtschaftsminister gewandert ist, wo
Quoten scheitern und weshalb Bürokratieabbau die lauteste Forderung
der Branche bleibt. Dazu Zahlen: 68 Prozent bevorzugen regional,
jeder Zweite zahlt dafür mehr. Wichtigster Kaufgrund ist laut
Kauflands Regio-Index weder Klimaschutz noch Frische, sondern die
Unterstützung der Betriebe vor Ort. Was das für kleine Erzeuger
bedeutet, die den Listungsprozess einer bundesweiten Kette
durchlaufen, sagt Vanessa Schmelcher offen: Es muss für beide
Seiten wirtschaftlich sein, sonst gibt es den Partner in zwei
Jahren nicht mehr. Zum Schluss der Blick nach vorn: Kommt das
eigene Regionalregal? Was macht die EmpCo-Richtlinie mit der
Kommunikation von Herkunft? Und warum zeigt ausgerechnet ein
Händler in Vorarlberg direkt auf dem Kassenbon, wie viel Region im
Einkaufswagen liegt? Eine Folge über Nähe, Vertrauen und die Frage,
wie viel Region im Regal überhaupt möglich ist.
Regional steht auf fast jeder Verpackung, nur meint jeder etwas
anderes damit. Wo hört Herkunft auf und wo fängt Etikett an? Warum
lehnt die Branche feste Regionalquoten fast geschlossen ab? Und
hält ein regionales Lieferantennetz wirklich, wenn die Ketten
reißen? Stefan Fak spricht mit Bettina Röttig von der Lebensmittel
Praxis, die den Regional-Star in Berlin organisiert und moderiert
hat, und mit Vanessa Schmelcher, die bei Kaufland den Einkauf
Regionalität verantwortet und in der Jury saß. Zwei Perspektiven
auf dasselbe Wort: die Beobachterin, die jedes Jahr Dutzende
Konzepte nebeneinander sieht, und die Einkäuferin, die Regionalität
in Prozesse, Mengen und Regalmeter übersetzen muss. Kaufland zieht
eine harte Linie: dreißig Kilometer Umkreis um die Filiale, dort
produziert, verarbeitet oder veredelt. Erst dann gibt es das
Regio-Herz aufs Etikett, samt Herstellungsort. Rund 2.000 regionale
Lieferanten und 25.000 Artikel hängen an dieser Definition. Bettina
Röttig zeigt, wie breit das Feld daneben ist: Manche Konzepte
denken in zehn Kilometern um den Kirchturm, andere in zweihundert.
Rechtlich geschützt ist der Begriff nicht. Im zweiten Teil wird es
härter. In den Krisenjahren hat Regionalität die Seite gewechselt,
vom Gefühlsthema zur Frage der Versorgungssicherheit. Vanessa
Schmelcher erzählt, wie regionale Nudelhersteller einsprangen, als
die großen Lieferanten während der Pandemie nicht mehr lieferten.
Bettina Röttig ordnet ein, warum das Thema inzwischen bis aufs
Podium mit dem Bundeslandwirtschaftsminister gewandert ist, wo
Quoten scheitern und weshalb Bürokratieabbau die lauteste Forderung
der Branche bleibt. Dazu Zahlen: 68 Prozent bevorzugen regional,
jeder Zweite zahlt dafür mehr. Wichtigster Kaufgrund ist laut
Kauflands Regio-Index weder Klimaschutz noch Frische, sondern die
Unterstützung der Betriebe vor Ort. Was das für kleine Erzeuger
bedeutet, die den Listungsprozess einer bundesweiten Kette
durchlaufen, sagt Vanessa Schmelcher offen: Es muss für beide
Seiten wirtschaftlich sein, sonst gibt es den Partner in zwei
Jahren nicht mehr. Zum Schluss der Blick nach vorn: Kommt das
eigene Regionalregal? Was macht die EmpCo-Richtlinie mit der
Kommunikation von Herkunft? Und warum zeigt ausgerechnet ein
Händler in Vorarlberg direkt auf dem Kassenbon, wie viel Region im
Einkaufswagen liegt? Eine Folge über Nähe, Vertrauen und die Frage,
wie viel Region im Regal überhaupt möglich ist.
Weitere Episoden
44 Minuten
vor 2 Wochen
37 Minuten
vor 4 Wochen
27 Minuten
vor 1 Monat
Abonnenten
Gießen
Riegelsberg
Montabaur
Hamburg
Stadtallendorf
Ascheberg
Hamburg
Edermünde
Fürth
Spantekow
Porec
Kommentare (0)
Melde Dich an, um einen Kommentar zu schreiben.