Aus 1 Liter werden Tausende: Wie Senara Milch ohne Massentierhaltung produziert #67

Aus 1 Liter werden Tausende: Wie Senara Milch ohne Massentierhaltung produziert #67

vor 2 Tagen
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Beschreibung

vor 2 Tagen

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Diese Folge wird unterstützt durch unseren Partner, die GLS Bank.
Weitere Informationen:
https://www.gls.de/finanzieren/branchen/nachhaltige-wirtschaft/





Wer ist Svenja Dannewitz?


Dr. Svenja Dannewitz ist Co-Gründerin und CEO von Senara. Die
promovierte Biowissenschaftlerin forschte unter anderem in
Cambridge, Manchester, Sheffield und Stanford, bevor sie nach
Freiburg zurückkehrte. Mit Senara entwickelt sie ein Verfahren,
bei dem milchproduzierende Zellen in Bioreaktoren echte Milch
herstellen. Das Ziel: Milch mit vertrauten Eigenschaften und
anpassbarer Zusammensetzung produzieren, ohne Kühe dauerhaft in
industrielle Produktionssysteme einzubinden.





Was passiert in der Folge?


Milch aus Zellen klingt nach Science-Fiction – bei Senara steht
sie bereits im Kühlschrank. Im Live-Podcast auf der Main Stage
des Käpsele-Festivals erklärt Svenja, wie aus einem Liter
frischer Milch die milchproduzierenden Zellen gewonnen werden und
anschließend im Bioreaktor weiterarbeiten. So sollen aus einem
Liter Ausgangsmilch Tausende Liter werden. Senara plant dafür
eine Fabrik in den Niederlanden, die perspektivisch eine Million
Liter pro Jahr produzieren soll.





Wir sprechen darüber, warum Senara keine pflanzliche Alternative
und auch keine eigene Milchmarke aufbauen will. Das B2B-Modell
richtet sich an Molkereien und Lebensmittelunternehmen: Senara
liefert Technologie und Bioreaktoren, mit denen sich je nach
Anwendung etwa laktosefreie Milch, A2-Milch oder eine passende
Zusammensetzung für Käse, Eis oder Sahne herstellen lässt.


Svenja erklärt außerdem, warum die verwendeten Zellen nicht
genetisch verändert werden und wie das Modell Landwirtschaft und
Tierhaltung verändern könnte, ohne Landwirtinnen und Landwirte
überflüssig zu machen.





Sehr offen wird Svenja beim Thema Finanzierung. Senara startete
2022 mit 150.000 Euro, erzielte zuletzt fast eine Million Euro
Umsatz über Forschungs- und Entwicklungsprojekte und hat rund 80
Unternehmen und Personen, die auf Proben warten. Trotzdem bleibt
Kapital für die Skalierung der größte Engpass. Der Vergleich ist
drastisch: Während ein App-Start-up fünf Millionen Euro
einsammelt, würde Senara mit demselben Betrag eine große
skalierte Milchfabrik bauen.





Außerdem geht es um Europas fehlenden Mut bei
DeepTech-Investments, die sogenannte Valley-of-Death-Phase,
regulatorische Hürden im Labor und Svenjas persönliche
Motivation. Die Idee entstand nicht nur aus Forschung, sondern
auch aus einem konkreten Problem: Sowohl ein Mitgründer als auch
Svenjas kleine Tochter vertrugen Kuhmilchprodukte nicht gut. Ihr
Ziel ist deshalb eine echte Milch, die sich
ernährungsphysiologisch anpassen lässt und zugleich nachhaltiger
produziert werden kann.





Relevante Links




Mehr über Senara und das Team:
https://www.senara.bio/discover-senara




Svenja Dannewitz auf LinkedIn:
https://www.linkedin.com/in/svenja-dannewitz-prosseda-a434791b/




Käpsele Innovation Festival – Haufe Group Bühne:
https://www.innovation-festival.de/programm/haufe-group-buehne


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