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  4. Straßenmarkierung: Wie eine weiße Linie Leben rettet (#140)

Eine weiße Linie gilt als eine der wirksamsten und zugleich
unauffälligsten Sicherheitserfindungen der Straße. Ihre
Mittellinie soll Edward Hines 1911 in Detroit ersonnen haben,
während die Ärztin June McCarroll wenige Jahre später in
Kalifornien selbst zum Pinsel griff, nachdem ein Lkw sie von der
Fahrbahn gedrängt hatte. Dass Markierungen auch nachts leuchten,
verdanken sie winzigen Glasperlen, die das Scheinwerferlicht
direkt zum Fahrer zurückwerfen, ein Prinzip namens
Retroreflexion. In England kam der Straßenbauer Percy Shaw auf
eine verwandte Idee, als seine Scheinwerfer im Nebel die Augen
einer Katze erfassten, und erfand daraus das Katzenauge. In
Österreich waren die Leitlinien lange gelb und wurden erst 1996
auf Weiß umgestellt, und selbst der Name Zebrastreifen soll auf
eine Hamburger Werbeaktion für bremsbereite Autofahrer
zurückgehen.

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