Von neuen Maßstäben, der Wahl des richtigen Werkzeugs und der Chance Volatilität (Philipp Arnold)

Von neuen Maßstäben, der Wahl des richtigen Werkzeugs und der Chance Volatilität (Philipp Arnold)

vor 1 Monat
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Beschreibung

vor 1 Monat

Es gibt Serien, die wirken irgendwann selbstverständlich. Sind
sie aber nicht. Als Raiffeisen Zertifikate bei den Zertifikate
Awards Austria zum 20. Mal in Folge als Gesamtsieger
ausgezeichnet wurden, war selbst bei Philipp Arnold, Leiter des
Zertifikategeschäfts der Raiffeisen Bank International, ein
gewisser Druck spürbar. „Nach 19 Siegen möchte man die 20
natürlich auch erreichen“, räumt er ein. Das Jubiläum sei
allerdings weniger ein Anlass zum Zurücklehnen als vielmehr
Ansporn, die Erfolgsserie fortzusetzen.


Die Zahlen geben ihm recht. Das Neugeschäft bei Raiffeisen
Zertifikate liegt bis Ende Mai um rund 23 Prozent über dem
Vorjahr. Ein Wachstum, das sich nahezu deckungsgleich mit den
Entwicklungen bei der DADAT zeigt. Deren Vorstand Ernst Huber
berichtet von einem kräftigen Plus sowohl bei Neukunden als auch
bei den Transaktionen. Allein die Abschaffung der Depotgebühr
habe zusätzlichen Rückenwind gebracht.


Doch Gebühren allein erklären den Boom nicht. Das Interesse
privater Anleger am Kapitalmarkt steigt. ETFs bleiben gefragt,
Aktien ebenfalls – und zunehmend auch Zertifikate. Gerade in
einem Umfeld hoher Bewertungen und anhaltender Unsicherheit
suchen Investoren nach Produkten, die mehr können als nur auf
steigende Kurse zu setzen.


Genau hier sieht Arnold die Stärke von Zertifikaten. Die
Marktverwerfungen rund um geopolitische Krisen oder die
Zollankündigungen aus den USA hätten gezeigt, dass Anleger
mittlerweile anders reagieren als früher. Statt panisch zu
verkaufen, würden viele gezielt Rücksetzer nutzen. „An volatilen
Handelstagen haben wir mehr Zuflüsse als Abflüsse gesehen“, sagt
Arnold. Informationsarbeit und Finanzbildung tragen zunehmend
Früchte.


Mit einem ausstehenden Marktvolumen von rund 18 Mrd. Euro sieht
Arnold das Wachstumspotenzial längst nicht ausgeschöpft.
Entscheidend sei dabei weniger die absolute Marktgröße als der
Produktlebenszyklus. Viele Zertifikate laufen planmäßig aus.
Zufriedene Anleger investieren anschließend erneut – ein
wesentlicher Wachstumsmotor der Branche.


Den Schwerpunkt setzt Raiffeisen dabei klar auf Anlageprodukte.
Kapitalschutz- und Bonuszertifikate dominieren das Geschäft.
Besonders erfolgreich ist seit Jahren die Serie „Bonus &
Sicherheit“. Ihr Konzept: Solange ein zugrunde liegender Index
nicht unter eine festgelegte Barriere fällt, erhält der Anleger
am Laufzeitende sein eingesetztes Kapital samt Bonus zurück.
Dafür verzichtet er auf unbegrenzte Gewinnchancen nach oben. Wer
mehr Partizipation möchte, findet mit der Serie „Bonus &
Wachstum“ eine offensivere Variante mit niedrigerem
Sicherheitspuffer.


Auch Innovation bleibt ein Wettbewerbsvorteil. Ausgezeichnet
wurde heuer unter anderem ein ansparfähiges Bonuszertifikat mit
unbegrenzter Laufzeit – ein Produkt, das klassische Sparpläne mit
den Eigenschaften eines Bonuszertifikats verbindet.


Für Arnold lassen sich die Argumente für Zertifikate auf drei
Punkte reduzieren: Renditechancen auch in Seitwärtsmärkten, hohe
Flexibilität durch laufende Handelbarkeit sowie die Möglichkeit,
das persönliche Chance-Risiko-Profil gezielt abzubilden.
Gleichzeitig mahnt er zur Risikobewusstheit. Zertifikate seien
keine Selbstläufer. Das Emittentenrisiko und die
produktspezifischen Eigenschaften müssten verstanden werden.


Oder, wie Ernst Huber den Blick auf die Geldanlage insgesamt
zusammenfasst: Wer langfristig Vermögen erhalten wolle, komme am
Kapitalmarkt kaum vorbei. Das Sparbuch allein werde diese Aufgabe
nicht erfüllen


https://www.dad.at


https://www.raiffeisenzertifikate.at


https://www.boerse-express.com/
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