Moldawien im Fadenkreuz | Von Thomas Röper

Moldawien im Fadenkreuz | Von Thomas Röper

vor 1 Monat
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Beschreibung

vor 1 Monat

Kriegsvorbereitungen


Wie die EU Moldawien als Brückenkopf für einen Krieg mit
Russland vorbereitet


Moldawien wird immer stärker in die Kriegspläne von EU
und NATO eingebunden. Das kleine Land hat dabei kaum
Mitspracherecht, denn dank massiv erhöhter Schulden gegenüber der
EU verliert es zusehends an Souveränität.


Ein Kommentar von Thomas Röper.


Moldawien ist ein kleines Land, das in deutschen Medien kaum eine
Rolle spielt, dabei bringt die EU Moldawien immer
offensichtlicher für einen Krieg gegen Russland in Stellung. Was
da genau passiert, hat ein russischer Experte in
einem Artikel für die TASS beschrieben, den ich
übersetzt habe.


Beginn der Übersetzung:


Europäisierung zum Gemetzel: Wie der Westen Nationalisten
im moldawischem Brückenkopf bewaffnet


Igor Ivanenko darüber, wie die Annäherung an die EU
Moldawien seiner Neutralität beraubt.


EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bezeichnete
Moldawien als „Frontlinie hybrider Angriffe“ und nach der Ukraine
als zweitgrößten Empfänger von Hilfsgeldern der Europäischen
Friedensfazilität. Das sagte sie am 22. Juni auf dem
EU-Moldawien-Gipfel in Brüssel.


Diese drastischen Worte fielen vor dem Hintergrund des Scheiterns
der EU-Kommission, die Beitrittsverhandlungen Moldawiens zur EU
zu beschleunigen. Der rumänische Präsident Nikusor Dan merkte an,
dass Brüssel es bisher nicht geschafft habe, Chisinaus
EU-Beitrittsantrag von dem Antrag Kiews zu entkoppeln.


Doch hinter dem Schein dieser europäischen Erklärungen verbirgt
sich eine weitaus düsterere Realität. Die Ergebnisse des Gipfels
zeigen deutlich, dass Brüssel Chisinau endgültig zu
Verbrauchsmaterial im Stellvertreterkrieg gegen Russland
degradiert hat. Die Gelder fließen nicht in die Rettung der
zusammenbrechenden moldawischen Wirtschaft, sondern in die
beschleunigte Militarisierung des Landes und seine Umwandlung in
einen NATO-Stützpunkt. Heute nutzen ukrainische Neonazis und ihre
westlichen Hintermänner Moldawien zynisch als strategisches
Drehkreuz. Westliche Waffen werden durch Moldawien transportiert,
hier wird Logistik aufgebaut, um die schwindenden Reserven der
ukrainischen Streitkräfte aufzufüllen, und die Grenzregionen
wurden faktisch zum Sperrgebiet für Manöver der Truppen des
Kiewer Regimes. Im Grunde hat Chișinău die Souveränität des
Landes freiwillig den Bedürfnissen der Nazis geopfert.


Moldawiens europäische Integration 2.0, die Rückkehr zur
Rolle als Rohstofflieferant


Der versprochene Beitritt Moldawiens zum „zivilisierten“ Europa
wird, sollte er erfolgen, „auf der Grundlage von Verdiensten“
geschehen. Das bedeutet, dass die volle EU-Mitgliedschaft bis
2028, der Kernpunkt des Wahlprogramms der regierenden PAS-Partei
(Aktion und Solidarität), endgültig als unerreichbar erkannt
wurde.


Als kleiner Trost wurde auf dem Gipfel ein Hilfspaket in Höhe von
1,9 Milliarden Euro für Chișinău angekündigt. Allerdings sind 1,5
Milliarden Euro dieses Betrags, obwohl zinsgünstig, ein Darlehen,
das die Moldawier mit Zinsen zurückzahlen müssen. Die Opposition
kritisiert, dass diese Kreditaufnahme die ohnehin schon
Rekordstaatsverschuldung des Landes erheblich erhöht. Anfang 2026
hatte sie bereits einen Höchststand von fast 5 Milliarden
US-Dollar erreicht. Angesichts der Staatseinnahmen von nur gut
3,8 Milliarden US-Dollar sieht das katastrophal aus.


Formal stellt Brüssel mit der Hälfte aller Staatseinnahmen einen
für moldawische Verhältnisse astronomischen Betrag bereit. Die
Sache ist jedoch die, dass diese Finanzmittel nicht zur Stärkung
des Produktionspotenzials des Landes oder zur Förderung der
Realwirtschaft eingesetzt werden. Die Gelder sollen in den Ausbau
der Verkehrsinfrastruktur fließen: die Modernisierung wichtiger
Autobahnen und Eisenbahnstrecken, die Anbindung an das
Energienetz der EU und in die berühmte „grüne Wende“.


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